Guten Tag zusammen
Mal abgesehen davon, das die Schweiz gerade im Elfmeterschiessen gegen England aus der EM ausgeschieden ist, ich komme mit schlechten Nachrichten.
Während sich die Lage mit dem Haus bessert und beinahe alles signiert ist, nunja... meine Schmerzen und Blutwerte zeigen die Anzeichen einer Leberzirrhose. Es ist noch nicht klar, ich muss Bluttests machen, für die ich mich ehrlich gesagt kaum aufraffen kann.
Ich habe einen starken Rückfall in der Depression erlitten, natürlich, verdammte Bipolare Störung.
Es war so schlimm, das ich bereits den Abschied vorbereitet hatte. Keine Sorge, ich bin noch hier und ich denke, es geht wieder ein wenig besser.
Aber es war nicht zu unterschätzen. Ist nicht mein erstes Mal, das der Sensenmann an meine Tür klopft, aber noch habe ich sie nicht geöffnet.
Wir werden abwarten müssen, wie sich alles entwickelt. Wenn es tatsächlich so sein sollte, dafür habe ich bereits meine Entscheidung gefällt. Ich werde keine Behandlung zulassen. Niemals. Maximal fünf Jahre wären der Bestfall ohne Behandlung. Zwei, drei Jahre wenn der Patient nicht aufhört, alles zu nehmen was die Organe schädigt.
Und ich werde euch mal etwas erzählen über meine Organe: Ich bin ein Kettenraucher, der bis zu 3 Packs à 25 Zigaretten rauchen kann an einem einzigen Tag. Kein Scherz. Meine Lunge wurde nicht gecheckt, aber die ist sowieso schon geschädigt. Ich bin schwerst abhängig von Alkohol, trinke mind. ein 6er Pack Bier (0.5l 5%), sowie eine halbe Flasche (3.5dl 40-43%) Whisky oder Wodka pro Tag. Ich nehme mindestens 200mg Morphium aka Morphin, eher 500-700mg, neben 20-30mg Valium und 1-2mg Flunitrazepam aka Benzodiazepine.
Was ich mache, ist nichts weiter als Selbstmord auf Raten. Kleine Schritte, aber konstant und ohne Pause. Mein Magen ist bereits soweit, das ich nicht mehr essen kann ohne die Opioide, es passiert noch während ich etwas esse das mein Körper es sofort abstösst.
Tja, so ist das eben. Kann man nichts machen. Selbst wenn ich mal mich erholen würde, ich würde ohnehin einen Rückfall erleiden. Ich unterdrücke die Schmerzen, Ängst, Panik, Depression und alles andere, trinke und nehme solange Sachen bis ich halbwegs normal bin.
Es ist, wie es ist. Das ist die Wahrheit. Ich bin ein wandelnder Toter, der förmlich auseinander fällt und trotzdem nicht stoppen kann.
Dann all die Rückschläge. Der Bruder einer guten Freundin an die ich mich mal wieder gewandt habe, er hat Suizid begangen. Ein anderer gemeinsamer Freund ebenfalls, hat sich vor den Zug geworfen, aber das ist länger her. Mögen sie alle in Frieden ruhen.
Wohin ich auch schaue oder gehe, nur Leid, Zerstörung und Tod.