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        <title>Hat eine Manie auch nicht nur Schwierigkeiten gebracht?</title>
        <description> Hallo,

ich kenne manische Phasen auch. Ich gebe zu viel Geld aus, bin übertrieben kontaktfreudig und schlafe nur wenig. Ich mag in diesen Phasen viele Sinnesreize und finde wenig Ruhe. 
Trotz der Streitigkeiten und viel Geld ausgeben und vielen Schwierigkeiten, hatten die manischen Phasen auch etwas positives. Ich war vor meiner bipolaren Erkrankung sozial ängstlich und sehr zurückhaltend. Das führte von jung auf in der Schule etwas zu Problemen. Als ich das erste mal manisch wurde, wurde ich plötzlich kontaktfreudig und war nicht wieder zu erkennen. Natürlich ist das Verhalten auffällig, aber ich bin seitdem ich ein paar mal manisch war auch außerhalb dieser Phasen nicht mehr so ängstlich. Ich kann jetzt auch Prüfungen schreiben und viele Dinge tun, die ich mich vorher nicht getraut habe.
Das ist so eine Erfahrung die ich schreiben wollte. Wie erging es euch so? Ich versuche manische Phasen jetzt auch zu vermeiden, aber sie haben nicht nur zu Problemen geführt. 

Viele Grüße</description>
        <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725675#msg-725675</link>
        <lastBuildDate>Fri, 11 Sep 2026 21:14:28 +0200</lastBuildDate>
        <generator>Phorum 5.2.18</generator>
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            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725750#msg-725750</guid>
            <title>Re: Hat eine Manie auch nicht nur Schwierigkeiten gebracht?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725750#msg-725750</link>
            <description><![CDATA[ 1999 hatte ich erst eine Depression, dann im Sommer zumindest eine Hypomanie. Ich bin viel mehr weg gegangen, hab verrückte Sachen gemacht und war viel kontaktfreudiger.<br />
<br />
In dem Zeitraum hab ich meinen Mann kennengelernt und bin nach 2 Wochen bei ihm eingezogen. Da hab ich ihn ziemlich überfahren und an sich ist das gar nicht meine Art. Es war wie im Rausch.<br />
<br />
Was soll ich sagen: wir sind seit 2001 verheiratet und haben 2 mittlerweile erwachsene Kinder und sind immer noch glücklich miteinander.]]></description>
            <dc:creator>dino</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Fri, 12 Jun 2026 13:34:42 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725709#msg-725709</guid>
            <title>Re: Hat eine Manie auch nicht nur Schwierigkeiten gebracht?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725709#msg-725709</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Chaplin,<br />
<br />
Die Energie der Manie half mir aus langen tiefen Depressionen heraus. Allerdings kenne ich die alles zerstörende Vollmanie nicht. Die Erfahrung, die Depression hat irgendwann ein Ende, das Ventil (Hypo)-Manie hilft und arbeitet schon zum Ende der Depression so halbbewusst vor, tröstete und gab Hoffnung.<br />
<br />
Ich habe Menschen in einem erschreckenden Stupor erlebt und andere über Jahre gefangen in Depressionen. Darauf bezogen bin ich froh über mein Hypomanie-Ventil und kann es in seiner Energie händeln.<br />
<br />
LG<br />
s.]]></description>
            <dc:creator>soulvision</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 07 Jun 2026 11:34:27 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725707#msg-725707</guid>
            <title>Re: Der Krankheit einen Sinn geben, doch die beste Krankheit taugt nichts..</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725707#msg-725707</link>
            <description><![CDATA[ Hi Hotte,<br />
<br />
ah, ich verstehe, es geht für Dich um die Reflexion der Manie im Nachgang, und nicht darum, welcher Wert per se in der Manie liegt. Ja klar, Menschen &quot;lernen&quot; aus Krisen jeglicher Art, erhalten tiefere Einsichten und Erfahrungen. Im Sinne von Bewältigung von Krankheit und Verständnis des Unterbewussten.<br />
<br />
Bei mir ist es nur so, dass ich für Gesundheit lebe und mich wohl weniger mit Daseinsberechtigungen von Erkrankungen beschäftige. <br />
<br />
Das war es, was mich störte: Es soll ein Ausschnitt unserer Erkrankung (Manie) als etwas Vorteilhaftes beleuchtet werden, bipolare Depressionen und Psychosen bleiben außen vor. <br />
<br />
Eine Manie kann mächtig in ein Leben eingreifen: Dass man nicht mehr über Stimmung, Gedanken, Gefühle, Verhalten bestimmen kann beispielsweise. <br />
Dabei ist die BS eine Erkrankung häufig voller Leid und Risiken. Galgenhumor hält viele über Wasser und Hoffnung auf Zeiten der Stabilität. <br />
<br />
Wenn ich unsere Erkrankung ganzheitlich sehe, müssen wir ziemlich starke Menschen sein, das sehe ich bei psychischen und körperlichen Erkrankungen insgesamt so. <br />
<br />
Sicherlich bist Du aber zu tieferen Einsichten gekommen und gönnst Dir jetzt mehr durch die Geschichte mit dem Obdachlosen.<br />
Viele arbeiten in Psychotherapien genau das auf, dass sie sich eben selbst mehr wertschätzen. <br />
<br />
Nichtsdestotrotz stellt sich mir die die Frage, worauf das Thread-Thema heraus laufen soll, &quot;Selbstfindung über Manie&quot; , &quot;Mein manischer Weg der Erleuchtung&quot; oder &quot; Manische Superhelden Teil 1&quot;...<br />
<br />
LG fahni]]></description>
            <dc:creator>fahni</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 07 Jun 2026 10:48:44 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725704#msg-725704</guid>
            <title>@fahni: Der Krankheit einen Sinn geben</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725704#msg-725704</link>
            <description><![CDATA[ Hi fahni,<br />
<br />
zu meiner Genesung hat es sehr beigetragen, meiner Krankheit einen Sinn zu geben.<br />
<br />
In der akuten Situation habe ich oft nicht überlegt, sondern meist aus Impulsen heraus gehandelt. Hinterher habe ich versucht, zu verstehen, warum ich was tat. <br />
Ein Beispiel:<br />
Warum hebe ich 1000 Euro von der Bank ab, um eine Weltreise zu machen, und drücke das Geld dann am Bahnhof einem Bettler in die Hand?<br />
<br />
Ich gehe davon aus, dass sich in der Manie das Unterbewusstsein einen Weg an die Oberfläche sucht. Mir hat es geholfen, mein eigenes Verhalten in der Rückschau zu interpretieren, um mir für die Zukunft ein verändertes Verhalten zu erlauben.<br />
<br />
Bei dem Beispiel mit dem Geld ist es so: Ich habe mir noch nie viel aus materiellem Besitz gemacht. Ich fühle mich eher belastet von der Verantwortung für Eigentum. <br />
Auf der anderen Seite war ich sehr lange sehr geizig zu mir und habe mir so gut wie nie etwas gegönnt. Entsprechend sammelt sich natürlich das Geld auf dem Konto an, während ich mein Leben im Grunde am Schreibtisch vor dem Computer verbringe und so gut wie nichts erlebe.<br />
An was kann ich mich dann erinnern, wenn ich mal zu alt und gebrechlich bin, um noch etwas zu tun?<br />
<br />
Ich bin also dann, als ich medikamentös eingestellt war, das erste Mal in den Urlaub geflogen.<br />
Ich bin seither auch noch mehrmals ans Meer gefahren. Von Hamburg aus ist das ja gar nicht weit weg. Aber man nimmt sich eben nie die Zeit und ich hab auch gescheut, das Geld in die Hand zu nehmen.<br />
<br />
Angesichts meines Gesundheitszustandes bin ich sehr froh, dass ich das getan habe. Ich weiß nicht, ob ich noch mal das Meer sehen, riechen werde.<br />
<br />
Wenn man es also so sieht, dass die Manie auch sehr lehrreich sein kann, dann kann man es auch so auffassen, dass sie nicht nur Schwierigkeiten gebracht hat.<br />
Das heißt aber nicht, dass ich mich noch mal in eine stürzen wollen würde, um noch mehr über mich zu lernen.]]></description>
            <dc:creator>Hotte</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sat, 06 Jun 2026 21:02:39 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725687#msg-725687</guid>
            <title>Re: Hat eine Manie auch nicht nur Schwierigkeiten gebracht?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725687#msg-725687</link>
            <description><![CDATA[ Hallo,<br />
<br />
danke für die Klarstellung und sorry meinerseits für mein Unverständnis.<br />
<br />
Ich kann einfach nicht nachvollziehen, was gut an einer Manie sein soll? In einer Manie hat man nicht die Kontrolle, sondern die  Kontrolle hat die Manie.<br />
Stimmung, Gefühle und Verhalten würden nicht von Dir bestimmt werden. Ich finde das unheimlich.<br />
<br />
Selbstbewusst bist dann auch nicht Du, sondern wohl das Manische, wenn sie mit einem macht, was sie will...Du hättest doch gar keine Steuerung mehr..<br />
<br />
Daher weiß ich nicht, was dieser thread bezwecken soll: Es wäre schön, wenn du das erklärst, so zum Verständnis??<br />
<br />
LG fahni]]></description>
            <dc:creator>fahni</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 10:16:03 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725685#msg-725685</guid>
            <title>Re: Hat eine Manie auch nicht nur Schwierigkeiten gebracht?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725685#msg-725685</link>
            <description><![CDATA[ Hallo,<br />
<br />
ich habe meine bipolare Störung die letzten Jahre durch die regelmäßigen Depot-Spritzen (Xeplion) gut im Griff. Prüfungen schreibe ich in letzter Zeit keine mehr, aber bei berufsbildenden Maßnahmen hatte ich verschiedene Tests und Einstellungstest. Eigentlich schneide ich meist ganz gut ab. <br />
<br />
Mein Problem zur Zeit ist ein starker Tremor (EPMS durch Neuroleptikum sagt die Ärztin). Ich werde wohl ein anderes Medikament bekommen und soll in der Psychiatrie umgestellt werden. Ich habe Nebenwirkungen, aber psychisch geht es mir gut.<br />
<br />
Viele Grüße]]></description>
            <dc:creator>Chaplin</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 09:39:43 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725680#msg-725680</guid>
            <title>Re: @Chaplin und die rosarote Einhornwelt</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725680#msg-725680</link>
            <description><![CDATA[ Na, redest Du Dir die (Hypo-)manie mal wieder schön? Wieso eigentlich wirklich? Man kann auch stabil ein selbstbewusstes, sicherlich nicht langweiliges Leben führen. Niemand wird dich daran hindern.<br />
<br />
Du hast offensichtlich verdrängt, dass Du schon so oft an schweren Depressionen gelitten hast? Aber egal, die Manie hat Dich zum Fressen gern und Du sie. Manchmal dauert es halt, bis man merkt, wie schwer diese Erkrankung ist mit allen Folgenschäden.<br />
<br />
LG fahni]]></description>
            <dc:creator>fahni</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Wed, 03 Jun 2026 12:31:07 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725678#msg-725678</guid>
            <title>Re: Hat eine Manie auch nicht nur Schwierigkeiten gebracht?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725678#msg-725678</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Nubecita   Sehe das auch so.  ditmar]]></description>
            <dc:creator>ditmar</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Tue, 02 Jun 2026 20:56:26 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725677#msg-725677</guid>
            <title>Für mich haben Manien nur negative Folgen</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725677#msg-725677</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Chaplin, <br />
<br />
nach einer Manie dauert es bei mir ungefähr ein Jahr, bis ich kognitiv wieder so auf der Höhe bin wie vorher. <br />
Wie sind den deine Leistungen bei den Prüfungen?<br />
Ich denke, du solltest eher mal herausfinden, was deine Persönlichkeitsmerkmale sind, unabhängig von der Manie. <br />
Die manischen Phasen für ein persönliches Wachstum verantwortlich zu machen, empfinde ich als sehr kritisch. <br />
Wann war den deine letzte Manie?<br />
Bei mir war es so, dass die Selbstüberschätzung nach der letzten Manie noch eine zeitlang angehalten hatte. <br />
<br />
Grüße <br />
Candy]]></description>
            <dc:creator>Candy40</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Tue, 02 Jun 2026 19:54:23 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725676#msg-725676</guid>
            <title>Re: Hat eine Manie auch nicht nur Schwierigkeiten gebracht?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725676#msg-725676</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Chaplin,<br />
ich habe in meinen Hypo- und Manien, mich immer so stark gefühlt das ich meinen aktuellen Job gekündigt und mich wo anders beworben habe. Meist habe ich die Arbeitsstelle bekommen. Konnte mich ja gut verkaufen. Habe mich dadurch auch öfters verbessert. <br />
<br />
Das klingt jetzt sehr positiv was die Verbesserung und damit auch natürlich das aufgebesserte Gehalt betraf, aaaaber habe ich dadurch einen Größenwahn bekommen, mich unkündbar gefühlt, war überheblich. Dann kam übertriebene Geldausgabe über meinen Möglichkeiten, aber auch manchmal noch im Rahmen. <br />
<br />
Durch die Manie ist ja zeitlich begrenzt und, so kam die tiefe Depression. <br />
<br />
doch war ich in den Hypomanien unglaublich Leistungsstark, extremst Energiegeladen und habe mich natürlich gut gefühlt. <br />
<br />
Trotzdem möchte ich dies nun nicht mehr, da ich auch keine solche Depression mehr erleiden möchte.<br />
<br />
Mein Ziel ist Stabilität, sei sie auch noch so langweilig.<br />
<br />
LG Katja]]></description>
            <dc:creator>Nubecita</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Tue, 02 Jun 2026 18:16:26 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725675#msg-725675</guid>
            <title>Hat eine Manie auch nicht nur Schwierigkeiten gebracht?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,725675,725675#msg-725675</link>
            <description><![CDATA[ Hallo,<br />
<br />
ich kenne manische Phasen auch. Ich gebe zu viel Geld aus, bin übertrieben kontaktfreudig und schlafe nur wenig. Ich mag in diesen Phasen viele Sinnesreize und finde wenig Ruhe. <br />
Trotz der Streitigkeiten und viel Geld ausgeben und vielen Schwierigkeiten, hatten die manischen Phasen auch etwas positives. Ich war vor meiner bipolaren Erkrankung sozial ängstlich und sehr zurückhaltend. Das führte von jung auf in der Schule etwas zu Problemen. Als ich das erste mal manisch wurde, wurde ich plötzlich kontaktfreudig und war nicht wieder zu erkennen. Natürlich ist das Verhalten auffällig, aber ich bin seitdem ich ein paar mal manisch war auch außerhalb dieser Phasen nicht mehr so ängstlich. Ich kann jetzt auch Prüfungen schreiben und viele Dinge tun, die ich mich vorher nicht getraut habe.<br />
Das ist so eine Erfahrung die ich schreiben wollte. Wie erging es euch so? Ich versuche manische Phasen jetzt auch zu vermeiden, aber sie haben nicht nur zu Problemen geführt. <br />
<br />
Viele Grüße]]></description>
            <dc:creator>Chaplin</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Tue, 02 Jun 2026 15:20:58 +0200</pubDate>
        </item>
    </channel>
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