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        <title>Wie war es bei Euch kurz bevor und während der medikamentösen Einstellung</title>
        <description> Hi,

ich habe die Diagnosen bipolare Störung und Autismus. Bei der Bipolarität ist es des Rapid-Cycling, also ich habe manchmal tageweise andere Extreme und manchmal auch an einem Tag die Wechsel oder beide Zustände gleichzeitig.

Ich werde nun medikamentös eingestellt. Quetiapin (unretadiert - retadiert killed mich) wirkt schon mal etwas, doch haben wir den Stimmungsstabilisator noch nicht gefunden. Es ist auch alles noch sehr am Anfang (4 Wochen), also noch viel Potenzial und Hoffnung, dass das richtige Medikament bzw. die Kombination schon noch gefunden wird.

Aber aktuell ist es eben noch sehr anstrengend und phasenweise nur schwer erträglich. Mir gelingt es immer besser die Phasen einzuschätzen, auch wenn ich in einer bin - also eigentlich gibt es gar keinen Zustand ohne, dass ich in einer Phase bin.

Mir würde es glaube sehr helfen, ein paar Erlebnisse von Euch zu lesen. Wie erging es Euch? Wie habt Ihr Euch gefühlt, wenn ihr euch noch erinnern könnt? Wie lange hat es bei Euch gedauert, bis die richtige Kombination an Medikamenten gefunden wurde? Was habt ihr bis dahin gemacht?  Wie habt Ihr gemerkt, dass Ihr endlich die richtige Kombi gefunden habt? Und gerne, was Ihr mir sonst noch so mitgeben oder von Euch aus dieser Zeit erzählen möchtet, was Ihr für wichtig und erzählenswert haltet.

Ich danke Euch schon jetzt sehr!!!

Liebe Grüße
Basti</description>
        <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,724922#msg-724922</link>
        <lastBuildDate>Sun, 11 Oct 2026 07:22:32 +0200</lastBuildDate>
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            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,725054#msg-725054</guid>
            <title>Re: Wie war es bei Euch kurz bevor und während der medikamentösen Einstellung</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,725054#msg-725054</link>
            <description><![CDATA[ Danke für deine Antwort.<br />
<br />
Ich habe jetzt erstmal Bupropion und Abilify bekommen, wegen der schnelleren Wirkung und beides hab ich überhaupt nicht vertragen und ist auch schon wieder abgesetzt.<br />
<br />
Seit 3 Tagen nehme ich Lamodrigin und ich scheine es, bis auf Schlafstörungen, ganz gut zu vertragen und bilde mir auch bereits jetzt schon eine Besserung ein, ob das jetzt wirklich schon die Wirkung ist oder eher ein Placebo lasse ich mal offen, da die Wirkung erst nach mehreren Wochen eintreten soll. Aber da ich stets sehr stark auf Medikamente reagiere, ist es vielleicht ja doch schon eine erste Wirkung.<br />
<br />
Danke nochmal!<br />
<br />
LG<br />
Basti]]></description>
            <dc:creator>Basti82</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 29 Mar 2026 17:26:27 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
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            <title>Re: Wie war es bei Euch kurz bevor und während der medikamentösen Einstellung</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,725036#msg-725036</link>
            <description><![CDATA[ Hi,<br />
<br />
Nun bei mir hat es in m 8. Jahre den Durchbruch gegeben. Ich hätte viele Medis ausprobiert, nix half langfristig. AD verursachten entweder die Hypomanie und im Anschluss eine Depression. Erst mit Lithium würde es schlagartig besser. Das soll nicht heißen, Symptom frei. Aber bin nicht Hypomanisch. Das ist entscheidend. Weil das bei mir immer in eine Depression verschiebt. Bin ich depressiv , manch Tage ja und manch Tage nein. Einzig womit ich zukâmpfen hab, sind düstere gedanken. Damit Versuche ich klar zukommen. Ich habe solche Gedanken schon Recht lange. Mal stärker, mal geschwächt. <br />
<br />
Nebenwirkung habe ich unter Lithium keine bekommen . Einzig, dass man tsh-wert hoch ging. Da gegen muss ich l-thyroxin nehmen . Sonst nix was ich negativ bemängeln kann.]]></description>
            <dc:creator>DF81</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Fri, 27 Mar 2026 14:29:37 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
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            <title>Re: Wie war es bei Euch kurz bevor und während der medikamentösen Einstellung</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,724989#msg-724989</link>
            <description><![CDATA[ Ich habe das sogar schon öfter überlegt. Ich werde noch einmal mit einem Arzt darüber sprechen. Aber ich habe eben auch schon sehr viel probiert und bin genauso ängstlich wie du. ;-)]]></description>
            <dc:creator>MadameX</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 19:57:04 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
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            <title>Re: Wie war es bei Euch kurz bevor und während der medikamentösen Einstellung</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,724985#msg-724985</link>
            <description><![CDATA[ Besonders witzig finde ich wenn man dann von seinen Nebenwirkungen erzählt und dann so getan wird, als ob man sich anstellt. Sollen die Psychiater doch mal selber diese Medikamente nehmen und einen Haufen Nebenwirkungen am eigenen Leib erfahren. Ernste Nebenwirkungen, so wie Suizidgedanken und Schreikrämpfe z.B. <br />
sind bei Lithium halt sehr selten aber in der Packungsbeilage als Nebenwirkung angegeben. Da ist extra ein Punkt mit Verschlimmerung von Depressionen am Anfang der Therapie, .... Komischerweise geht es mir spektakulär gut solange ich das zeug nicht hochdosiere. Einfach schlafen zu können ist schon was feines. <br />
<br />
Die &quot;Depression&quot; verschwand als ich etwas runterdosiert hatte. <br />
<br />
Mein Hausarzt sagte heute, dass es auch schon unter dem Spiegel wirken kann, was viele andere hier ja auch berichten . Nur wirkt es dann nicht super sicher als Phasenprophylaxe. Ich merke aber, dass es wirkt und das reicht mir erstmal aus um klarzukommen... in den ersten 2 Wochen war noch kein stabiles Gefühl da aber jetzt geht es langsam los dass es mir besser geht. Heute im bus hat ein Baby geweint, normalerweise triggert das total mein Nervensystem aber jetzt geht es einfach an mir Vorbei. ein klarer fortschritt finde ich. <br />
<br />
Schlaflosigkeit vom Lamotrigin wäre evtl durch zusätzliches Lithium in geringer Dosierung schon weggegangen. Vielleicht solltest du doch mal lithium probieren, Madame X!]]></description>
            <dc:creator>dogfantasy</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 16:45:22 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
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            <title>Re: Wie war es bei Euch kurz bevor und während der medikamentösen Einstellung</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,724982#msg-724982</link>
            <description><![CDATA[ Ich würde mich auch nicht mehr scheuen wirklich mehrere Meinungen einzuholen. Lamotrigin ist auch ein gut verträgliches Medikament das auch gegen Depressionen wirken kann. Ich konnte davon absolut nicht mehr schlafen und musste es absetzen. <br />
Ich hätte schwere Schlafmedikamente zusätzlich nehmen sollen aber das wollte ich nicht. Eine wirklich seltene Nebenwirkung bei dem Medikament. Stabiler habe ich mich gefühlt aber die Schlaflosigkeit war unerträglich. Du siehst also, du bist nicht allein. Denke trotzdem daran, dass die Nebenwirkungen vom Lithium besser werden können! Aber wegen der Dosis hol dir bitte noch eine zweite oder dritte Meinung ein.]]></description>
            <dc:creator>MadameX</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 14:06:17 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
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            <title>Re: Wie war es bei Euch kurz bevor und während der medikamentösen Einstellung</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,724974#msg-724974</link>
            <description><![CDATA[ interessant dass das bei dir auch so ist, das arme Nervensystem ....<br />
<br />
Ich will mich nicht wie ein Zombie fühlen, dann höre ich immer auf ein Medikament zu nehmen, wenn es mir meine Empfindungen nimmt (ich meine nicht dämpft sondern wegnimmt)   aber ich habe das Gefühl dass die niedrige Dosis mir schon hilft aber meine Psychiaterin möchte um jeden Preis erhöhen aber diese Nebenwirkungen sind leider nicht aushaltbar. Sie sagte wenn der spiegel erstmal hoch eingestellt sei, könne sie mir ein antidepressivem dazu geben. Zu krass für mich .<br />
<br />
lets see ich bespreche das Thema morgen mit meinem Hausarzt. <br />
<br />
hoffentlich hilft am ende irgendetwas mehr als dass es schadet. vielleicht auch lamotrigine probieren]]></description>
            <dc:creator>dogfantasy</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 01:48:47 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
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            <title>Re: Wie war es bei Euch kurz bevor und während der medikamentösen Einstellung</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,724971#msg-724971</link>
            <description><![CDATA[ Ich kenne das sehr gut, ich reagiere auch immer mit Nebenwirkungen. Egal welches Medikament ich genommen habe, einige musste ich wegen schlimmen Nebenwirkungen absetzen. Da ich dann schon viel probiert habe, habe ich eines genommen, dass noch am erträglichsten war. Trotzdem lebe ich mit Nebenwirkungen.<br />
Schade, dass das Lithium bei dir nicht funktioniert. Bei mir würde es vermutlich nur mit einer sehr niedrigen Dosierung klappen. Was man so liest, kann das dennoch helfen. Ich wünsche es dir!]]></description>
            <dc:creator>MadameX</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 22 Mar 2026 20:35:56 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
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            <title>Re: Wie war es bei Euch kurz bevor und während der medikamentösen Einstellung</title>
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            <description><![CDATA[ interessant zu wissen, dass du gar keine Nebenwirkungen vom Lithium hattest. Bestätigt dass mein Körper mal wieder überreagiert. ich hatte so gut wie jede auf der Packunsbeilage angegebene Nebenwirkung was sehr unangenehm war. schade, ich hatte große Hoffnung dass Lithium bei mir helfen würde...]]></description>
            <dc:creator>dogfantasy</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sat, 21 Mar 2026 23:24:21 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
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            <title>Re: Wie war es bei Euch kurz bevor und während der medikamentösen Einstellung</title>
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            <description><![CDATA[ Ich hatte zunächst bis 2006 Olanzapin als Phasenprophylaxe. In der Zeit hatte ich keine Phasen. Mein Partner meinte nur, dass ich etwas sediert wirkte. Da ich zunahm, wechselte meine damalige Psychiaterin auf Lithium. Bis der wirksame Spiegel erreicht war, nahm ich noch Olanzapin zusätzlich. Ich habe bisher kein nennenswerte Nebenwirkungen und meine letzte Manie war 2005. Seit ein paar Jahren nehme ich noch unretardiertes Quetiapin zum Einschlafen.<br />
<br />
LG<br />
<br />
Lisa Vincenta]]></description>
            <dc:creator>VanGogh</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sat, 21 Mar 2026 21:19:03 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,724948#msg-724948</guid>
            <title>Re: Wie war es bei Euch kurz bevor und während der medikamentösen Einstellung</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,724948#msg-724948</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Basti82, <br />
<br />
ich befinde mich gerade in einer Einstellungsphase mit Lithium. Habe dazu gestern ein eigenes Thema geöffnet . Ist es das erste mal dass du medikamentös eingestellt wirst? Bei mir wird es jetzt zum x-ten mal versucht und es gab bisher gar kein Medikament, das mir geholfen hat in über 15 Jahren Krankheitsgeschichte. Ich glaube ich stehe damit ziemlich allein da und versuche immer wieder, Medikamenten eine Chance zu geben, aber es ist immer das gleiche: mein Körper reagiert auf die Sedierung mit schlimmen Angstzuständen die meine Krankheit 1000 mal schlimmer machen. Wie gern hätte ich eine medikamentöse oder sonstige Therapie die etwas zum besseren verändert, ohne medikamentöse Einstellung und Stabilität bekomme ich auch keine Therapie. <br />
<br />
Ich habe angst vor sediert sein, Tabletten die Panik auslösen, Krankenhäusern in denen man schlecht behandelt wird... was in meinem Kopf vorgeht, bleibt immer gleich egal welche Tabletten ich nehme. <br />
<br />
Solange du keine schlimmen Nebenwirkungen von etwas hast, gib den Sachen eine Chance. Ich vertrage das Lithium wohl nur in niedriger Dosierung, aber ist dann so die Frage, ob das meine Phasen stabilisiert. Im Grunde weiß ich auch gar nicht was mit stabilem Zustand gemeint ist. Ein Zustand in dem mein Nervensystem ganz langsam ist und ein langweiliger mensch aus mir wird? hm. es sollte nicht das Ziel der Behandlung sein dass man anstatt manisch-depressiv nur noch depressiv ist.<br />
<br />
Ziel einer Therapie sollte ja die Verbesserung deiner Lebensqualität sein, die sich auch positiv auf dein Umfeld auswirkt.<br />
<br />
Ich weiß nicht, ob das jetzt geholfen hat.]]></description>
            <dc:creator>dogfantasy</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sat, 21 Mar 2026 12:29:23 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,724932#msg-724932</guid>
            <title>Re: Wie war es bei Euch kurz bevor und während der medikamentösen Einstellung</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,724932#msg-724932</link>
            <description><![CDATA[ Hi Otacon,<br />
<br />
ich danke dir für deine ausführlichen Worte, jedoch laufen sie leider an meinen Fragen vorbei. Es ging mir nicht um grundsätzliche Einschätzungen, Diskussionen, Ansichten etc. deinerseits, sondern um konkrete Erfahrungsberichte kurz vor und innerhalb der medikamentösen Einstellung.<br />
<br />
Den Aspies e.V. kenne ich und auch das ist mir alles zu banal und zu klischeebehaftet. Also, wen interessiert den, was andere für Ansichten haben... Für mich ist es, genau der gleiche Brei, wie bei anderen Themen...<br />
<br />
Ich wünsche Dir alles Gute otacon!<br />
<br />
LG]]></description>
            <dc:creator>Basti82</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 19 Mar 2026 15:58:21 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,724930#msg-724930</guid>
            <title>Re: Wie war es bei Euch kurz bevor und während der medikamentösen Einstellung</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,724930#msg-724930</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Basti,<br />
<br />
auch ich hatte beide Diagnosen, Bipolar-II mit Ultra Ultra Rapid Cycling und Autismus, wobei sich die Diagnose der Bipolar-II-Störung als falsch herausgestellt hat. Ich bin wohl eher unipolar depressiv. Und eindeutig autistisch. Ich trage eine Genmutation, die das auslöst, aber das wussten wir lange nicht. Deshalb ist die Autismus-Diagnose unstrittig, das ist bei dieser Mutation immer so.<br />
<br />
Das mit dem <b>Rapid Cycling</b> war bei mir sehr interessant… Autisten haben, das wirst du wissen, häufig Probleme mit einem holistischen, also ganzheitlichen Denkstil. Sie sehen vor allem Details (was auch eine große Stärke sein kann, etwa in meinem Beruf als Informatiker). So geht es auch mir. Wenn man nur Details sieht, kann es – so war es bei mir, das heißt aber nicht, dass das bei dir auch so ist – zu Fehleinschätzungen der Stimmung kommen. Wenn man kein Gesamtbild über einen oder mehrere Tage bilden kann, dann sieht alles nach Rapid Cycling aus – und die Ärzte glauben einem das auch bereitwillig. Weil man nur die Details sieht und sie sehr gut beschreiben kann. Ich habe kein Rapid Cycling, aber bis heute erscheint es mir manchmal so, als ob doch… Ich kann nur aus eigener leidvoller Erfahrung vor Rapid-Cycling-Diagnosen bei Autisten warnen. Das sollte man sehr gut objektiv absichern, also durch einen echten Blick von außen, etwa in einer Klinik, nicht nur durch ein persönliches Gespräch mit einem Psychiater. Du schreibst etwas von 4 Wochen… sei vorsichtig mit vorschnellen Diagnosen.<br />
<br />
Es gibt – auch das wirst du und die meisten hier wissen – <b>psychische Erkrankungen, die gut auf Medikamente ansprechen, und welche, die besser auf Psychotherapie ansprechen.</b> Man trifft zwar da draußen immer mal wieder Menschen, die behaupten, Psychotherapie oder Medikamente seien die Lösung für alles oder das eine sei immer wichtiger als das andere, aber das ist ja unseriös. Das hängt vom Patienten, von der Lebenssituation und von der Erkrankung ab. Ich vermag mir gut vorzustellen, dass jemand, der wegen einer Schilddrüsenunterfunktion depressiv ist, mit Medikamenten (Schilddrüsenhormonen) symptomfrei wird, besonders, wenn er es nicht lange war (wobei man jetzt darüber streiten kann, ob man das überhaupt &quot;psychische Erkrankung&quot; nennt), aber jemand, der etwa einen Zwang hat, ohne Psychotherapie nicht zurechtkommen wird. Und natürlich gibt es ein breites Spektrum an Erkrankungen, bei denen beides sinnvoll ist, allen voran solche Erkrankungen wie Schizophrenie (wenn es die überhaupt gibt, das Konzept ist ja in Auflösung begriffen), Depressionen und vielleicht (!) auch bipolare affektive Erkrankungen. Dass Autismus nicht wirklich medikamentös behandelt werden kann, wirst du auch wissen, und vielleicht auch, dass es immerhin Versuche einer Hilfe mit Medikamenten gibt – zum Beispiel Aripiprazol gegen die Reizüberflutung, was meiner eigenen Erfahrung nach mehr schlecht als recht funktioniert.<br />
<br />
Du hast nach persönlichen Erfahrungen gefragt. Meine persönliche Erfahrung ist, dass Autisten und auch ich <b>auf Themen verengen</b> können. Man nennt das auch Spezialinteresse, aber so ausgeprägt muss es gar nicht sein, ich habe immer mehrere Themen, auf die ich mich sehr konzentriere, und das kann auch wechseln (Manche behaupten, das könne es bei Autisten nicht. Das ist Unsinn.). Das hängt auch unter anderem mit der Detailwahrnehmung zusammen. Bei bipolar erkrankten Autisten – so würde ich einfach mal behaupten – ist das Risiko groß, dass sie auf Medikamente verengen. Die Medikamente sind bei einer bipolaren affektiven Störung ja auch wichtig. Ich würde dir trotzdem wünschen, dass du meinen Fehler, die Medikamente zum Spezialinteresse zu machen, nicht wiederholst. Es hilft einem nicht. Alles in Maßen.<br />
<br />
Du fragst nach der richtigen Medikamentenkombination und nach persönlichen Erfahrungen dazu. Zwei Gedanken:<br />
<br />
<b>Was ist die &quot;richtige&quot; Medikamentenkombination?</b> Die, mit der man völlig symptomfrei wird und &quot;so wie früher&quot;, falls es ein Früher gab, oder &quot;so wie alle anderen&quot;? Ich glaube, und da kann ich falsch liegen, dass es eine solche Medikamentenkombination nur in seltenen Fällen überhaupt gibt. Es mag den einen oder anderen Bipolaren geben, der, zum Beispiel, unter Lithium phasenfrei wird. Ich habe ein paar Patienten im Kopf, denen das gelungen ist, auch hier im Forum (nicht notwendigerweise mit Lithium). Aber dass das die Regel ist, wage ich zu bezweifeln. Medikamente sind in vielen Fällen eher Hilfe als Lösung. Es ist einfach oft nicht so, dass es die Medikamentenkombination gibt, unter der alles einfach so gut wird. Und man muss aufpassen, dass man den Moment, in dem man optimal oder nahezu optimal eingestellt ist, nicht verpasst. Was ich meine: Wenn man die Phasenfreiheit oder die Symptomfreiheit zum Ziel erhebt, dann kann man unter Umständen ewig neue Medikamente ausprobieren, weil man die nie erreichen wird. Dann kann es einem passieren, dass man eine gute Hilfe hat (eine 80-%-Lösung), und diese Lösung wegwirft, weil es nicht 100 % sind. Und dann eine andere Lösung probiert, die aber am Ende womöglich schlechter ist. Mein persönlicher Rat: Verabschiede dich von der Vorstellung, dass es eine Medikamentenkombination gibt, die wie ein Schlüssel ins Schloss passt. Meine persönliche Meinung: Das ist selten. Wenn es dann doch passiert, ist das schön, aber ich würde dem nicht verzweifelt hinterherjagen. Das kannst du sonst dein Leben lang tun.<br />
<br />
Du fragst, <b>wie lange es bei uns gedauert hat</b>, bis die richtige Kombination an Medikamenten gefunden wurde. Unterstellst du dabei, dass es eine Kombination gibt, die dann endgültig ist, die man sein Leben lang nimmt? Auch da: Das mag es geben, aber die Erfahrung vieler Patienten ist, dass die Medikamente immer wieder an veränderte Bedingungen angepasst werden müssen, hoffentlich im Abstand von mehreren Jahren, aber eben doch. Auch nach Jahren noch. Bei mir hat es bis zum Durchbruch 34 Lebensjahre gedauert. Bei mir war der Durchbruch die – zutreffende – Autismus-Diagnose, es war also ein psychotherapeutischer Durchbruch. Heute geht es mir gut. Ich habe, unter anderem weil ich die Medikamente zu meinem Spezialinteresse gemacht habe, sehr, sehr viele Medikamente genommen, über 40 (!) Kombinationen, teils in exorbitant hohen Dosierungen. So lange hat es also bei mir gedauert.<br />
<br />
Ich nehme immer noch Medikamente, es geht nicht ohne. Ich werde sonst zu schwer depressiv, bis zur Elektrokrampftherapie runter. Aber ich habe mich von der Vorstellung, dass es eine Therapie gibt, die alles löst, verabschiedet. Die optimale Therapie ist für mich nicht die Therapie, die alles löst, sondern die, die mir gut hilft. Denk dran, dass Autisten auch manchmal Schwarz-Weiß-denken… Das ist nicht hilfreich, denn am Ende ist es ein bisschen grau…<br />
<br />
<br />
<br />
Huch, jetzt habe ich viel geschrieben. Sorry. Ich höre mal mittendrin auf.<br />
<br />
Ach, eine Sache noch: Es gibt einen Verein, ähnlich wie die DGBS, aber eher von Betroffenen als von Ärzten, der sich mit Autismus beschäftigt: Aspies e.V. Die haben auch ein sehr, sehr gutes Selbsthilfeforum im Internet. Schau doch mal vorbei. :)<br />
<br />
Viele Grüße<br />
<br />
otacon]]></description>
            <dc:creator>otacon</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 19 Mar 2026 11:19:09 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,724923#msg-724923</guid>
            <title>Re: Wie war es bei Euch kurz bevor und während der medikamentösen Einstellung</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,724923#msg-724923</link>
            <description><![CDATA[ Bis meine allererste PP, damals (2012/13 Abilify, gegriffen hat, hat es sehr lange gedauert. Noch Monate nach der Entlassung aus der Klinik war ich nicht ganz auf dem Teppich. Ich hab es dann auch abgesetzt, sobald ich mich wieder besser fühlte hinsichtlich psychotischer Symptome (damals falsche Diagnose schizo-affektiv gehabt).<br />
<br />
Es folgte eine lange Zeit der Krankheitsuneinsichtigkeit mit &quot;Olanzapin auf Bedarf&quot;, was ich immer zu spät und zu niedrig dosiert genommen habe, bin öfter mal wieder in der Klinik gewesen, zuletzt 2016 mit der Diagnose bipolare Störung raus..<br />
Aber die Zeit habe ich brav dokumentiert, u.a. mit dem Stimmungskalender, was sehr hilfreich war.<br />
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Das Lithium (2016/17) hat mir schon mal geholfen, aus der Klinik rauszubleiben, hat mir aber die Schuppenflechte beschert, besser gesagt eine minimal vorhandene Psoriasisarthritis so krass intensiviert, dass mich der Dermatologe gleich nach Sylt zur Kur schicken wollte. (2018)<br />
Noch heute brauche ich je nach Tagesform Krücken oder inzwischen auch den Rollstuhl. Ohne Hilfsmittel kann ich nur noch sehr kurze Strecken gehen, kann auch nicht lange stehen.<br />
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Ich musste also wechseln (2019) und mit Valpro plus Olanzapin, was ich zur zusätzlichen Stabilisierung wegen des Wechsels bekommen hatte, lief es mega - bis Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern) festgestellt wurden (2024). Ödeme hatte und habe ich auch zum Abwinken.<br />
Also musste Olanzapin wieder raus, weil das Herz nun mal wichtiger ist. <br />
Erst schien es ohne zu gehen, dann konnte ich zum Jahreswechsel 24/25 nicht mehr schlafen. <br />
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Also nach einem echten Schlafmittel ein neues NL dazu, Melperon. (01/2025) Das habe ich noch, aber es schränkt mich ziemlich ein, weil ich es nicht mit Kaffee, Milch, oder Tee kombinieren darf - es entstehen sonst unlösbare Verbindungen, was auch immer das bedeutet. Ich trinke zwei Tassen Tee am Tag und gerne mal eine Tasse Kaffee und ich esse täglich Quark ... also hm.<br />
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Dann bekam ich im Sommer 25 Halluzinationen. Na gut, das hätten auch Nebenwirkungen eines meiner Herzmedikamente sein können ... bis ich mich kürzlich (03/2026) in einem Wahngebäude wiederfand.<br />
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Die Stimmungen sind durch Valpro super im Rahmen geblieben und ohne das Olanzapin war ich auch nicht mehr permanent unterm Strich. Mit Olanzapin war ich fast permanent leicht depressiv und hab ein extremes Schlafbedürfnis, verschlafe zwei Drittel des Tages im Moment. Das ist gegenüber Wahn die bessere Alternative.<br />
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Deshalb gehts jetzt trotz der wieder neu angestoßenen Herzrhythmusstörungen wieder auf die Kombination Valpro + Olanzapin und im Augenblick schleppe ich das Melperon noch mit, was sich mit dem Blutdrucksenker gegenseitig verstärkt, deshalb muss ich immer tierisch lange wach bleiben, weil ich das andere zum Abendessen nehme. <br />
Einmal versehentlich beides zusammen genommen, war der Blutdruck plötzlich viel zu niedrig und ich psychisch im Eimer. Entsprechend hat der Pflegedienst den Rettungsdienst genommen. Will das auf jeden Fall loswerden.<br />
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Ich komme also auf 7 Jahre von der falschen Diagnose bzw. 3 Jahre von der richtigen Diagnose bis zur ersten gut wirksamen PP.]]></description>
            <dc:creator>Hotte</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 21:52:05 +0100</pubDate>
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            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,724922#msg-724922</guid>
            <title>Wie war es bei Euch kurz bevor und während der medikamentösen Einstellung</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724922,724922#msg-724922</link>
            <description><![CDATA[ Hi,<br />
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ich habe die Diagnosen bipolare Störung und Autismus. Bei der Bipolarität ist es des Rapid-Cycling, also ich habe manchmal tageweise andere Extreme und manchmal auch an einem Tag die Wechsel oder beide Zustände gleichzeitig.<br />
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Ich werde nun medikamentös eingestellt. Quetiapin (unretadiert - retadiert killed mich) wirkt schon mal etwas, doch haben wir den Stimmungsstabilisator noch nicht gefunden. Es ist auch alles noch sehr am Anfang (4 Wochen), also noch viel Potenzial und Hoffnung, dass das richtige Medikament bzw. die Kombination schon noch gefunden wird.<br />
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Aber aktuell ist es eben noch sehr anstrengend und phasenweise nur schwer erträglich. Mir gelingt es immer besser die Phasen einzuschätzen, auch wenn ich in einer bin - also eigentlich gibt es gar keinen Zustand ohne, dass ich in einer Phase bin.<br />
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Mir würde es glaube sehr helfen, ein paar Erlebnisse von Euch zu lesen. Wie erging es Euch? Wie habt Ihr Euch gefühlt, wenn ihr euch noch erinnern könnt? Wie lange hat es bei Euch gedauert, bis die richtige Kombination an Medikamenten gefunden wurde? Was habt ihr bis dahin gemacht?  Wie habt Ihr gemerkt, dass Ihr endlich die richtige Kombi gefunden habt? Und gerne, was Ihr mir sonst noch so mitgeben oder von Euch aus dieser Zeit erzählen möchtet, was Ihr für wichtig und erzählenswert haltet.<br />
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Ich danke Euch schon jetzt sehr!!!<br />
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Liebe Grüße<br />
Basti]]></description>
            <dc:creator>Basti82</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 20:15:08 +0100</pubDate>
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