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        <title>Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
        <description> Hallo in die Runde,

ich möchte mich kurz vorstellen. Ich habe schon öfter mal mitgelesen, schreibe aber heute das erste Mal etwas.

Ich bin Angehörige eines bipolar erkrankten Mannes (bipolar II, früher Rapid Cycler) Die Diagnose kam 2014 auf, vorher hatte er mit Depressionen zu kämpfen. Mit der Einnahme eines Antidepressivums traten hypomane Züge hervor. Nach vier Jahren des Herumprobierens kam ein großer Zusammenbruch mit Einweisung. Darauf erfolgte die Umstellung auf Lithium und Lamotrigin. Seit drei/vier Jahren nimmt er zusätzlich Olanzapin, aufgrund von psychotischen Zuständen. Es waren viele Auf und Abs, schwierige Zeiten für uns alle.

Seit knapp zwei Jarhen hatte ich das Gefühl, dass er sich stabilisiert, berufliche Tätigkeit war immer möglich. Für andere Dinge war die Energie verständlicherweise beschränkter. In unserer Ehe war es sicherlich nicht immer einfach, aber eine Gefühl der Nähe und Verbundenheit war da. 

Seit 5/6Monaten habe ich bemerkt, dass er sich zurückzieht von unserer Beziehung, abwesend und gefühlskalt geworden ist. Ich habe mehrfach verucht, das anzusprechen, es kam immer die Antwort, die Arbeit wäre gerade das Problem. Letzte Woche meinte er plötzlich, er könne das alles nicht mehr, die Beziehung und ich wären ihm gleichgültig... Trennung steht im Raum. Später hat er zugegeben, dass er seit 6 Monaten wieder kifft (in seiner Jugend hat er wohl viel gekifft). Dazu kommt auch, dass er wieder regelmäßig sein Bier trinkt und gern mal einen Whisky. Auf meine Initiative sind wir zu seiner Psychaterin gegangen, die ihm deutlich klar gemacht hat, wie schädlich  er da handelt und wie psychotrop die Substanzen sind.. Die Emotionslosigkeit hat er bei ihr nicht thematisiert... er hat eingewilligt aufzuhören und auch den Alkoholkonsum komplett auszusetzen. 

Jetzt zu meiner Frage, sorry ist etwas lang geworden. Es ist ja erwiesen, dass THC die Denk- und Gefühlsebene verändert. Gerade mit einer psychatrischen Diagnose und den Psychopharmaka... Kann es sein, dass seine Gefühlsebene da komplett ausgeschaltet wurde? Hat jemand hier Erfahrung damit gemacht? Ich bin verzweifelt und kann mir diesen krassen Sinneswandel nicht erklären... zumal ich ihn so gefühlskalt und abweisend nur bei/nach dem großen Zusammenbruch 2018 erlebt habe.

Danke und viele Grüße,
anonym 2026</description>
        <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724526#msg-724526</link>
        <lastBuildDate>Sun, 11 Oct 2026 10:11:34 +0200</lastBuildDate>
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            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724693#msg-724693</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724693#msg-724693</link>
            <description><![CDATA[ Ja, ich als Cannabiskonsumentin kann dazu nur sagen, dass ich damit jeden Gefühlszustand erleben kann, und es nicht notwendigerweise zu Gleichgültigkeit führt. Bei einem &quot;normalen&quot; Menschen vielleicht schon, aber wenn du Bipolar bist dann ist der Auslöser für so eine Gleichgültigkeit meist die Depression, die diese Taubheitsgefühle in der Brust verursacht, und er hat nur versucht, durch den Alkohol und Cannabiskonsum &quot;besser drauf&quot; zu kommen. Wahrscheinlich auch noch um dir besser zu gefallen. <br />
<br />
Es ist eine Sache, Menschen zu verstehen und eine andere Sache, einen Bipolaren Menschen zu verstehen. Ich merke es immer wieder wenn ich mal wieder versuche, meinen Freunden meinen Gefühlszustand zu erklären. Sie verstehen es einfach nicht.... ... ...... nach all den Jahren habe ich zwar immer noch nicht aufgegeben aber ich komme meistens früher oder später an den Punkt dass ich genervt bin, von den ganzen tollen Tips die ich so bekomme und versuche dann auf meine art damit klarzukommen. Als Bipolarer muss man manchmal diesen einsamen Weg gehen, andere können da häufig nicht so viel tun oder stehen eher im weg. Lass ihn - dann kommt er schneller wieder zu sich. <br />
<br />
<br />
muss dazu noch sagen, dass das hier mein subjektives Empfinden ist und das nicht heißen muss dass sich andere bipolare notwendigerweise genauso fühlen wie ich ;) <br />
<br />
wenn du fragen hast, gerne ...<br />
<br />
lg dogfantasy]]></description>
            <dc:creator>dogfantasy</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sat, 28 Feb 2026 15:34:14 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724680#msg-724680</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724680#msg-724680</link>
            <description><![CDATA[ Hallo, ich wollte gern eine Rückmeldung geben. Mein Mann ist seit heute in der Klinik, er hat Alkohol und Cannabis komplett eingestellt in der letzten Woche. Das ist ein Anfang, mal schauen wie es weitergeht. Beim Erstgespräch hat er angegeben, dass er auch Zwangsgedanken hat. Diese Emotionslosigkeit ist weiter da. <br />
<br />
 Viele Grüße, anonym2026]]></description>
            <dc:creator>anonym2026</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Fri, 27 Feb 2026 22:47:45 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724575#msg-724575</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724575#msg-724575</link>
            <description><![CDATA[ Es ist auch wichtig zu wissen, dass Cannabis einen Einfluss auf Psychopharmaka hat und zwar kann es die Wirkung abschwächen. Man müsste also während dem Kiffen auf jeden Fall die Dosis erhöhen um dieselbe Wirkung wie ohne Kiffen zu haben. Und die Nebenwirkungen der Medikamente könnten durch das Kiffen auch verstärkt werden.<br />
Ich habe mal das CBD Öl ausprobiert und bei mir hat das die lethargische Wirkung des Quetiapins verstärkt, daher habe ich es wieder lassen.]]></description>
            <dc:creator>MadameX</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 15:44:44 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724574#msg-724574</guid>
            <title>Re: Podcast über Sucht</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724574#msg-724574</link>
            <description><![CDATA[ wie auch immer. Und warum auch immer. Regelmäßiger Alkohol- und Cannabiskomsum (von anderen Drogen ganz zu schweigen) in Verbindung mit Medikamenten (gilt nicht nur für Psychopharmaka) ist keine gute Idee.]]></description>
            <dc:creator>Friday</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 15:06:27 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724573#msg-724573</guid>
            <title>Re: Podcast über Sucht</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724573#msg-724573</link>
            <description><![CDATA[ Oder vielleicht hat er mit Alkohol und Cannabis angefangen, weil die Medikamente nicht ausreichend wirken und/oder schlecht aushaltbare Nebenwirkunegn haben?<br />
<br />
Wenn man alle 14 Tage switcht, wie annonym2026 geschrieben hat, dann waren die Medikamente und die Dosierungen ja ohnehin nie optimal.]]></description>
            <dc:creator>Flyhigh</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 15:00:51 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724572#msg-724572</guid>
            <title>Re: Podcast über Sucht</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724572#msg-724572</link>
            <description><![CDATA[ Vielleicht passt es auch nicht mehr mit den Dosierungen, weil Cannabis und Alkohol die Wirkung der Medikamente verändert.<br />
<br />
Ein Freund, auch bipolar, sagte mal, erst seitdem er den Alkohol ganz weggelassen hat (es waren vielleicht 1 oder 2 Bier am Abend), weiß er, wie die Medikamente wirken.<br />
<br />
Während er irgendwelche nervenbeeinflussenden Substanzen zu sich nimmt, wird es auch sinnlos sein, an dem Medikamenten rumzuschrauben.<br />
<br />
Und ob seine Gleichgültigkeit dir gegenüber vom Alkohol und Kiffen kommt, wird dir hier niemand mit Gewissheit sagen können. Es ist ein Problem, so oder so.]]></description>
            <dc:creator>Friday</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 14:40:11 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724568#msg-724568</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724568#msg-724568</link>
            <description><![CDATA[ Liebe Pong, du meintest sicherlich mich. Da hast du einen Punkt getroffen. Ich bin mir darüber auch im Klaren, dass eine Art Co-Abhängigkeit besteht. Für mich ist das ein Prozess, und das Ergebnis ist offen. Ich suche mir vor Ort auf jeden Fall Hilfe.<br />
<br />
Danke für deine Gedanken]]></description>
            <dc:creator>anonym2026</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 14:23:26 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724567#msg-724567</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724567#msg-724567</link>
            <description><![CDATA[ Liebe Fahni,<br />
<br />
all diese Substanzen verändern einen und &quot;flachen&quot; auch die Emotionalität ab!<br />
<br />
Da Du ja selbst länger Suchtmittel zu Dir genommen hast, weißt Du das doch .Denn warum sonst hast Du dazu gegriffen.?.<br />
Ich habe nicht alle Beiträge in diesem Baum gelesen, aber eine Feststellung dazu.:<br />
Du machst Dir viele Gedanken um Deinen Partner. Wie er sich verhält. woran es liegen könnte, wie was wirkt...ich finde Du solltest Dich man mit dem Thema Co Abhängikeit beschäftigen.<br />
Ihn bekommst Du nicht geändert. Die Einsicht muß ihm selbst kommen und die nötigen Schritte wird er erst dann gehen.<br />
Aber er vergällt auch Dir das Leben.<br />
Hast Du das verdient? <br />
Mach Dich unabhängig. Es ist seine Erkrankung, höchstwahrscheinlich provoziert durch den ausgiebigen THC Gebrauch in jungen Jahren .<br />
Du hilfst ihm nicht und auch Eurer Ehe nicht, wenn Du mit leidest und die emotionale Arbeit machst, die er machen sollte.<br />
Und vielleicht ist ja einfach die Luft raus aus einer langen Partnerschaft.<br />
Vielleicht verändert sich alles, wenn Du Dich frei machst und Dich um Dich statt ihn kümmerst?<br />
Meine Schwägerin hat das geschafft, sich mit Ende 50 trennen, nach 35 Jahren . Aus einer Ehe die bestimmt war, durch seine Suchtproblematik.<br />
<br />
Nur meine Gedanken, die mir kamen beim Lesen. Ich kenne Eure Situation nicht.<br />
<br />
pong]]></description>
            <dc:creator>pong25</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 13:57:16 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724566#msg-724566</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724566#msg-724566</link>
            <description><![CDATA[ Nicht-kommerzielle Links dürfen wir hier einstellen. Ich weiß nicht genau, ob deiner den Forenregeln entspricht, aber dann würden die Admins das warscheinlich korrigieren.<br />
<br />
Ich habe mit meiner Rückfrage sein Kiffen nicht befürwortet oder den womöglich negativen Einfluss auf die Erkrankung abgestritten, im Gegenteil habe ich geschrieben, dass er einen besseren Umgang mit der Krankheit erlernen sollte. Damit meine ich auch, dass ich diese Selbstmedikation für keinen empfehlenswerten Weg halte. <br />
<br />
Ich habe in verschiedener Hinsicht Erfahrungen mit THC gemacht und weiß auch, dass der Konsum nicht spurlos an einem vorbei geht und sogar zur Psychose führen kann. Aber auch hier gilt, die Dosis macht das Gift. Daher finde ich es etwas schwierig, das Ganze nur theoretisch zu betrachten. Mein Beitrag ist als Ergänzung zu verstehen und nicht als Gegenposition.]]></description>
            <dc:creator>Flyhigh</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 13:49:13 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724563#msg-724563</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724563#msg-724563</link>
            <description><![CDATA[ Ja, Cannabinoid-Rezeptoren in verschiedenen Hirnregionen modulieren die synaptische Übertragung und beeinflussen Prozesse wie Belohnung, Lernen, Gedächtnis und Gewohnheitsbildung. Ihre Aktivierung kann sowohl positive (z. B. Schmerzlinderung) als auch negative (z. B. Suchtentwicklung) Effekte haben, abhängig von der Dauer und Art der Exposition.<br />
THC greift nachweislich in die Regulation von Neurotransmittern ein, was das Gehirn destabilisiert und manische oder depressive Phasen auslösen/verstärken kann. Beispielsweise kann THC  auch die Serotonin-Signalwege beeinflussen, die für die Stimmungsregulation wichtig sind.<br />
Eine gestörte Serotonin-Funktion kann depressive Symptome verstärken oder auslösen.<br />
<br />
Das Ganze geht noch mit Dopamin, GABA und Glutamat.<br />
<br />
Und THC wirkt nicht immer gleich. Bei angespannter, psychotischer Verfassung kann sie diese verstärken und ebenso paradox wirken ( psychotische Gedanken, Herzklopfen, Panikattacken etc.). Auf der anderen Seite kann es entspannen und abschalten. alles ist möglich, Auch hängt es von der Art, Menge und Stärke des Stoffes ab.<br />
<br />
Ich selbst habe Jahre gebraucht, um vom THC und Alkohol loszukommen.<br />
<br />
LG fahni]]></description>
            <dc:creator>fahni</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 12:52:45 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724562#msg-724562</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724562#msg-724562</link>
            <description><![CDATA[ [<a href="https://cerebral.com/blog/marijuana-and-bipolar-disorder#:~:text=It%20can%20increase%20the%20frequency,difficult%20to%20maintain%20emotional%20stability"  rel="nofollow">cerebral.com</a>].<br />
<br />
Darf man hier Links einstellen? Ich will mit dir hier nicht in die Auseinandersetzung gehen. Vielleicht macht es bei manchen Konsumenten mit bipolarer Störung nur glücklich, bei meinem Mann sicherlich direkt nach dem Konsum auch. Langfristig bringt es seine Hirnchemie, die schon durch die Erkrankung sowie die Medikamente „belastet“ ist, noch weiter durcheinander. Dazu hat er in seiner Jugend reichlich gekifft. Und das hinterlässt Spuren…<br />
<br />
Was die Arbeit und eine Psychotherapie betriff, bin ich ganz bei dir. Vielleicht auch eine Reha, in einer Klinik die sich mit dieser Erkrankung gut auskennt. <br />
<br />
Danke für eure Beiträge<br />
<br />
LG, anonym 2026]]></description>
            <dc:creator>anonym2026</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 12:46:40 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724561#msg-724561</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724561#msg-724561</link>
            <description><![CDATA[ <blockquote class="bbcode"><div><small>Quote<br/></small><strong>anonym2026</strong><br/>
THC greift aber nachweislich in die Regulation von Neurotransmittern ein, was das Gehirn destabilisiert und manische oder depressive Phasen auslösen/verstärken kann. </div></blockquote>
<br />
Das ist ja sehr theoretisch (wo steht das so?), aber tatsächlich reguliert man sich mit Kiffen eher runter, schläft deutlich besser und hat mehr Appetit. Vermutlich der Versuch die Zereißprobe dieser Mischphase besser auszuhalten. Es las sich für mich nicht so, dass er sich komplett abschießt und 24/7 zugedröhnt ist. <br />
<br />
Mischphasen sind sehr schwierig auszuhalten, die treten aber auch auf, selbst wenn man keine weiteren Drogen nimmt. Ich hatte mit Mischphasen ein verstärktes Problem, als ich noch Lamotrigin genommen habe. Weil ich trotz des Medikamentes Phasen hatte, bin ich irgendwann aus dem Lamotrigin raus und habe später eine Medi-Kombi gefunden, die mich wirklich stabilisiert. Es sind halt nicht alle Medikamente geeignet und man muss oft über einen längeren Zeitraum mehrere ausprobieren. Nur weil er seine Medis regelmäßig nimmt, gibt es trotzdem leider keine Garantie für Stabilität. Außerdem muss man selber einiges dafür tun.<br />
<br />
Als weiteres ernsthaftes Problem neben der richtigen Medikation würde ich sehen, dass er sich beruflich überfordert, wenn er keine realistische Selbsteinschätzung hat, was seine Belastbarkeit mit dieser Erkrankung betrifft. Er ist gerade akut schwer krank. Vernünftig wäre es, wenn er sich krank schreiben ließe und sich stationär oder zumindest engmaschig ambulant behandeln ließe. Außerdem wäre auch eine Psychotherapie sinnvoll, um einen besseren Umgang mit der Erkrankung zu lernen. Mir hat das Forum über die Jahre dabei sehr geholfen. <br />
<br />
Manche Bipolare wünschen sich bloß, ein normales Leben führen zu können, aber die Realität ist oft, dass man Abstriche machen muss und nicht einfach leben kann als wäre nichts. Da ich ihn nicht kenne, es gibt auch Bipolare, die ungern auf ihre hypomanischen Phasen verzichten wollen, weil die sehr produktiv und kreativ machen und sich extrem gut anfühlen können. In dem Fall kann man aber nicht verhindern, dass es auf der anderen Seite die depressiven und gemischten Phasen gibt.]]></description>
            <dc:creator>Flyhigh</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 11:53:18 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724560#msg-724560</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724560#msg-724560</link>
            <description><![CDATA[ Hallo fahni,<br />
<br />
du hast mit deinem Beitrag etwas Last von mir genommen. Und ich sehe das auch wie du. Das einzige was schwer fällt, ist es nicht auf sich zu beziehen…<br />
<br />
Momentan lasse ich ihn total in Ruhe… keine Gespräche über Beziehung, Gefühle etc Da steigt er sofort aus. Er hört wahnsinnig viel Musik, auch aus seinen jungen Jahren. Und er trinkt gar keinen Alkohol mehr und kifft nicht. Das finde ich wirklich stark. <br />
<br />
Eine passende begleitende Psychotherapie könnte ihm sicher gut helfen. Die zwei, die er hatte, waren es leider nicht. Obwohl das manchmal auch am Patienten mit liegt. <br />
<br />
Danke für deine lieben, verständnisvollen Worte]]></description>
            <dc:creator>anonym2026</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 11:47:07 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724559#msg-724559</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724559#msg-724559</link>
            <description><![CDATA[ Hallo anonym2026,<br />
<br />
ich denke, wenn sich dein Mann in einer Mischphase befindet, die zusätzlich durch THC/Alkohol unterfüttert wird, ist er schwer krank.<br />
Ich selbst kenne Mischphasen und sie sind teilweise unerträglich., da zu viele gegenläufige Gefühle gleichzeitig existieren: Das können sich Außenstehende manchmal nicht vorstellen, daher nimmt er wahrscheinlich kontraproduktiv auch die Drogen ein.<br />
<br />
Ich möchte Dir daher erklären, was mir eine Psychotherapeutin auch schon erklärte vor Jahren wegen der Gleichgültigkeit/Leere, was die Gefühlsebene deines Mannes betrifft:<br />
<br />
Dies ist ein Schutzmechanismus, quasi eine Wolke, die sich über die vielen hypo-manischen, depressiven Gefühle legt, es ist ein physiologischer Überlastungsvorgang. Anders ist es eben nicht auszuhalten und es entsteht diese Leere-Wolke.<br />
<br />
Zum Vergleich: Körperlich schwerverletzte Menschen fühlen manchmal keinen Schmerz mehr.<br />
<br />
Es wäre gut zu versuchen, Dir klarzumachen, dass es weniger mit dir zu tun hat, damit Du auch beschützt durch diese Zeit gehen kannst. Eine schwere Krankheitsphase, die mit der Psyche zu tun hat, nimmt man leider sehr persönlich; wenn sich jemand das Kreuz bricht, eher nicht. Das ist schwer zu trennen und es tut mir leid, dass du auch leidest. Viel Kraft wünsche ich dir.<br />
<br />
LG fahni]]></description>
            <dc:creator>fahni</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 10:44:37 +0100</pubDate>
        </item>
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            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724558#msg-724558</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724558#msg-724558</link>
            <description><![CDATA[ Lieber Grashalm, danke für deine lieben Worte. Bei uns gibt’s sehr viele Parallelen… 2018 hat er mich sehr wahrscheinlich betrogen, mit einer Frau mit ähnlichem Krankheitsbild. Er hatte zu der Zeit zwei Antidepressiva und noch L-Thyroxin bekommen, weil die Hypomanien nicht erkannt wurden und nur die Depressionen behandelt wurden. Er ist an einem Abend gegangen nach einem Konflikt, ich habe an seinem Blick gesehen, dass irgendwas passiert. Er ist nicht zurück gekommen, war nicht erreichbar. Irgendwann schrieb er, er geht in eine Klinik, weil er einen Zusammenbruch hat. Dort kam er nicht nicht an. Da habe ich die Polizei gerufen nach Rücksprache mit seinem damaligen Arzt. Die haben ihn mit großer Suchaktion leider nicht gefunden. Durch die ADs war er völlig überdosiert und hatte das Serotonin Syndrom. Am nächsten Morgen wurde er zwangseingeliefert durch die Polizei, und seit dieser Nacht ist nichts mehr wie es war. Das hat mich nachhaltig verändert. Wir hatten damals noch zwei jüngere Kinder… eins gerade eingeschult. <br />
<br />
Dann folgte Umstellung auf Lithium und Lamotrigin, er war 6 Wochen in der Klinik. Es hat aber noch viele Monate für die Stabilisierung gebraucht.<br />
Es ist wichtig für uns zu erkennen, dass nicht die Person diese schlimmen Dinge tut oder, sondern die Krankheit. Das fällt mir auch unheimlich schwer, weil ich ja nur meinen Mann sehe, und keine offensichtliche Erkrankung. <br />
<br />
Hol dir selber auch Hilfe, Unterstützung. Sprich mit Personen in eurem Umfeld, denen du vertraust. Ich bekomme da gerade viel mentale Unterstützung. Wir dürfen uns selber nicht vergessen. Ich werde mir eine Selbsthilfegruppe hier suchen mit Angehörigen BiPo. Ich merke, mir tut der Austausch gut. <br />
<br />
Alles Liebe auch für dich/euch]]></description>
            <dc:creator>anonym2026</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 10:26:57 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724556#msg-724556</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724556#msg-724556</link>
            <description><![CDATA[ …liebe Leidensgenossin,<br />
Ich bin auch in einer 20 Jahre andauernden Beziehung mit meinem Partner - nicht verheiratet. Er ist vor mehr als 2 Jahren in eine heftige Hypo/Manie gerutscht, auch befördert durch ein Antidepressivum. <br />
Da wollte ich bei dir auch nachfragen wegen der erkaltenden Beziehung. Manches kommt mir da sehr bekannt vor - die verbalen Ausfälle, die Abwehrhaltung, das als Feind betrachtet werden, die Lieblosigkeit, und das alles nach einer sehr erfüllenden, harmonischen, liebevollen und von gegenseitigem Respekt geprägten Beziehung. <br />
Bei uns war es noch extremer, als bei euch, da mein Partner nicht krankheitseinsichtig ist, und mir dann auf dem Höhepunkt seiner Manie vollkommen wie selbstverständlich eröffnete, er habe sich in eine andere Frau verliebt im Internet, was mich vollkommen geschockt hat - ich war einfach vollkommen fassungslos. In all den vielen Jahren hatte er andere Frauen kaum registriert, ich war seine einzige große Liebe, und er meine. Später stellte sich dann noch heraus, daß seine neue „große Liebe“ eine Gruppe nigerianischer Love-Scammer war, die ihm auch Geld abgeknöpft haben. <br />
Ich kann so gut verstehen, daß du sehr traurig und verzweifelt bist -  die Welt, die einem vertraut war und die Sicherheit, sich  in dieser Liebe  geborgen und aufgehoben  fühlen zu können - all das wird radikal auf den Kopf gestellt.<br />
Inzwischen ist unser Verhältnis wieder besser geworden - aber es wird nie wieder so sein, wie vor seiner Manie mit ihren desaströsen Folgen für unsere Parnerschaft durch den enormen Verlust des Vertrauens und damit des Fundaments für eine innige Beziehung. <br />
Ich drücke dich mal aus der Ferne und hoffe, daß ihr auch mit Hilfe der Medis zurückfindet zu eurer liebevollen Beziehung mit der emotionalen Nähe, die man so schmerzlich vermisst…<br />
Liebe Grüße]]></description>
            <dc:creator>Grashalm</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 00:35:57 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724554#msg-724554</guid>
            <title>Re: Podcast über Sucht</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724554#msg-724554</link>
            <description><![CDATA[ Vermutlich passt es nicht mehr optimal mit den Dosierungen. Ich weiß, dass er seine Medikamente regelmäßig nimmt. Ich hoffe, seine Psychiaterin schaut da nochmal drauf. Viele Grüße]]></description>
            <dc:creator>anonym2026</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sat, 21 Feb 2026 18:28:11 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724553#msg-724553</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724553#msg-724553</link>
            <description><![CDATA[ Für mich stellt sich da der Zusammenhang, da seine Wesensveränderungen vor ca. 4/5 Monaten deutlich hervortraten. Laut seiner Aussage kifft er wieder seit 6 Monaten. Es ist natürlich nur eine Vermutung… Wissen werden wir es nicht. THC greift aber nachweislich in die Regulation von Neurotransmittern ein, was das Gehirn destabilisiert und manische oder depressive Phasen auslösen/verstärken kann. <br />
<br />
Maskiert war wohl der falsche Ausdruck. Er hat eine Mischphase…. hypoman/depressiv in einem quasi. Mit Kollegen/Freunden versucht er einen anderen Umgang, er verstellt sich, oder er vermeidet den Kontakt. Seiner Psychaterin hat er erzählt, es ginge ihm sehr gut. Aber diese Menschen leben nicht mit ihm zusammen. Hier ist er distanzlos und teilweise verletzend in seinen Aussagen mir gegenüber. Jobmäßig hat er große Pläne….  will hoch hinaus, ist sehr von seinen Fähigkeiten überzeugt (die er auch hat) Gleichzeitig aber ist er nicht fähig konzentriert durchzuarbeiten. Dann redet er von totaler Hoffnungslosigkeit und Leere. Dabei wird er verbal aggressiv und ist stark gereizt/wütend. Jetzt hat unsere fast 20 jährige Beziehung keine Bedeutung mehr, es wäre ihm absolut gleichgültig….  <br />
<br />
Früher hat er alle 14 Tage geswitcht, da konnte man die Uhr danach stellen, und auch anders damit umgehen.<br />
<br />
Ich weiß, dass er schwer erkrankt ist. Ich bin halt ratlos und traurig, und nicht genug distanziert wie Ärzte oder Außenstehende.<br />
<br />
Viele Grüße <br />
Anonym 2026]]></description>
            <dc:creator>anonym2026</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sat, 21 Feb 2026 17:52:22 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724552#msg-724552</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724552#msg-724552</link>
            <description><![CDATA[ <blockquote class="bbcode"><div><small>Quote<br/></small><strong>anonym2026</strong><br/>
Die Ärztin hat die Olanzapindosis verdoppelt und ihn nächste Woche wieder einbestellt. Sie kümmert sich sehr, wie ich finde. Es wird ein großes Blutbild mit Drogenscreening gemacht. Eine Einweisung steht im Raum. Alternativ auch Krankschreibung. Wie von dir Flyhigh schon bemerkt, definiert er sich über die Arbeit und steht dort unter großem Stress teilweise, auch mit Dienstreisen.<br />
<br />
Ich denke, er ist in einer hypomanen/manischen Phase, die er maskiert… Sein Verhalten, Denken, Reden spricht für sich. Und diese Phase ist sehr wahrscheinlich auch bedingt durch das Kiffen. </div></blockquote>
<br />
Also bei der Arbeit unter großem Stress stehen, wäre ausreichend um eine manische Phase auszulösen. Unregelmäßige Arbeitszeiten auf Dienstreisen sind auch nicht gerade ratsam bei dieser Erkrankung. Aber Cannabis ist keine aufputschende Droge, im Gegenteil, es gibt andere Substanzen, mit denen man eine manische Phase triggern könnte.  <br />
<br />
Was meinst du mit sein Verhalten, Denken, Reden spricht für sich, aber er versucht das zu maskieren? Als selbst Betroffene kann ich mir gerade nicht vorstellen, wie man eine manische Phase maskieren könnte.]]></description>
            <dc:creator>Flyhigh</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sat, 21 Feb 2026 16:12:47 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724551#msg-724551</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724551#msg-724551</link>
            <description><![CDATA[ Danke für eure Antworten, den Podcast werde ich mir anhören. Der Alkoholkonsum war moderat, aber immer etwas mehr. Tägliches Bier, manchmal 2-3. Früher war es alkoholfreies Bier… Den Cannabiskonsum kann ich nicht einschätzen. Er wurde von einem Freund versorgt (auch psychisch erkrankt) und es wurde sich dafür extra ein Verdampfer besorgt. Sicherlich war es mehrmals die Woche….<br />
<br />
Die Ärztin hat die Olanzapindosis verdoppelt und ihn nächste Woche wieder einbestellt. Sie kümmert sich sehr, wie ich finde. Es wird ein großes Blutbild mit Drogenscreening gemacht. Eine Einweisung steht im Raum.  Alternativ auch Krankschreibung. Wie von dir Flyhigh schon bemerkt, definiert er sich über die Arbeit und steht dort unter großem Stress teilweise, auch mit Dienstreisen. <br />
<br />
Ich denke, er ist in einer hypomanen/manischen Phase, die er maskiert… Sein Verhalten, Denken, Reden spricht für sich. Und diese Phase ist sehr wahrscheinlich auch bedingt durch das Kiffen. <br />
<br />
Ich bin handlungsfähig, setze Grenzen und versuche in Verbindung zu bleiben. Momentan halt sehr schwierig, da ich quasi „der Feind“ bin. Ich sehe aber auch die positiven Dinge, er kooperiert mit der Ärztin, hat den Verdampfer abgegeben und trinkt nicht mehr.<br />
<br />
Danke fürs Lesen und eure Beiträge]]></description>
            <dc:creator>anonym2026</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sat, 21 Feb 2026 14:52:53 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724550#msg-724550</guid>
            <title>Re: Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724550#msg-724550</link>
            <description><![CDATA[ Ich habe natürlich keine Ahnung, ob er exzessiv konsumiert, denn mit moderaten täglichem Alkohol und Cannabis Konsum kann man seine Gefühlsebene nicht komplett ausgeschalten. So wirken diese Drogen eigentlich nicht, das ist eine falsche Vorstellung. Ich finde es eher wahrscheinlich, dass er versucht eine depressive Phase mit dieser &quot;Selbstmedikation&quot; zu behandeln. Ich habe das früher auch getan, bevor ich die bipolar Diagnose hatte.<br />
<br />
Was ich bei anderen so mitbekommen habe, so richtig persönlichkeitsverändernd waren Alkohol und Cannabis nur bei Leuten, die wirklich exzessiv konsumiert haben. Also man sollte in der Hinsicht schon differenzieren.<br />
<br />
Gut, dass er eingewilligt hat, die Drogen  sein zu lassen, aber außerdem hat die Ärztin nichts getan?<br />
<br />
Bedenklich würde ich finden, dass er seine Arbeit als Problem genannt hat. Der Job kann ein erheblicher Stressfaktor und krankheitsauslösend sein, aber wenn man in der täglichen Routine steckt, ist es nicht leicht sich vielleicht eingestehen zu müssen, dass es besser wäre, was anderes zu machen oder sich zumindest mal krank schreiben zu lassen.]]></description>
            <dc:creator>Flyhigh</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sat, 21 Feb 2026 13:30:15 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724548#msg-724548</guid>
            <title>Re: Podcast über Sucht</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724548#msg-724548</link>
            <description><![CDATA[ Du hast schon sehr gute Anregungen von Lichtblick bekommen.<br />
<br />
Oft sind Kiffen oder Alkohol eine Form von Selbstmedikation. Da die Medikamente ja oft Nebenwirkungen haben greifen dann einige eben lieber zu Drogen. Vielleicht hat er Probleme mit den Medikamenten?]]></description>
            <dc:creator>MadameX</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sat, 21 Feb 2026 12:48:48 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724540#msg-724540</guid>
            <title>Podcast über Sucht</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724540#msg-724540</link>
            <description><![CDATA[ Hallo anonym,<br />
<br />
mir hat mal ein Psychiater gesagt, dass zu viel Alkohol lähmt.<br />
<br />
Dann habe ich vor kurzem einen bemerkenswert guten Podcast über Sucht gesehen:<br />
<br />
<b>Leon Heimann, Mindseed:<br />
Sucht-Therapeut warnt: Die unbewusste Dynamik, die jede Abhängigkeit antreibt | Dr. Till Roderigo</b><br />
<br />
Mir haben vor allem die Vorschläge gefallen, wie Angehörige mit Süchtigen reden sollen.<br />
<br />
<br />
<i>Dazu kommt auch, dass er wieder regelmäßig sein Bier trinkt und gern mal einen Whisky.</i><br />
Wieviel jeweils davon? Ein Bier und gelegentlich ein Whisky muss man wohl nicht zum Thema machen.<br />
Mehrere Bier täglich schon.<br />
<br />
<br />
Kiffen kann gleichgültig machen. Ich habe das vor allem in der Schule bei Mitschülern erlebt.<br />
Ich fand Kiffen nie interessant, weil ich immer diese Beispiele vor Augen hatte.<br />
<br />
Du könntest hier in der Suche nach diesen Themen suchen. Immer &quot;jeden Alters&quot; anklicken.<br />
<br />
<br />
<i>Ich bin verzweifelt und kann mir diesen krassen Sinneswandel nicht erklären.</i><br />
Eigentlich hast Du es ja erklärt, jetzt musst Du Deine Wahrnehmung nur noch ernst nehmen.<br />
<br />
<br />
<i>Ich bin verzweifelt</i><br />
Das würde ich lassen. Raus aus der Opferrolle.<br />
<br />
Er baut den Mist und Du bist verzweifelt. Besser geht das nicht für ihn.<br />
<br />
<br />
<br />
Wo bleibt denn Deine Handlungsfähigkeit?<br />
Sag ihm, was Du erwartest. Du gehst davon aus, dass er Alkohol und Kiffen stoppt.<br />
<br />
<br />
<b>Sag ihm, dass es für Dich komplett uninteressant ist, mit einem durch Drogen <br />
gleichgültigen Menschen zusammenzuleben.<br />
<br />
Ist irgendwie ein anderer Satz als: Ich bin verzweifelt. Oder?</b><br />
<br />
Viele Grüße<br />
<br />
Cornelia]]></description>
            <dc:creator>Lichtblick</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Fri, 20 Feb 2026 22:09:59 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724526#msg-724526</guid>
            <title>Gleichgültigkeit/Cannabiskonsum</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,724526,724526#msg-724526</link>
            <description><![CDATA[ Hallo in die Runde,<br />
<br />
ich möchte mich kurz vorstellen. Ich habe schon öfter mal mitgelesen, schreibe aber heute das erste Mal etwas.<br />
<br />
Ich bin Angehörige eines bipolar erkrankten Mannes (bipolar II, früher Rapid Cycler) Die Diagnose kam 2014 auf, vorher hatte er mit Depressionen zu kämpfen. Mit der Einnahme eines Antidepressivums traten hypomane Züge hervor. Nach vier Jahren des Herumprobierens kam ein großer Zusammenbruch mit Einweisung. Darauf erfolgte die Umstellung auf Lithium und Lamotrigin. Seit drei/vier Jahren nimmt er zusätzlich Olanzapin, aufgrund von psychotischen Zuständen. Es waren viele Auf und Abs, schwierige Zeiten für uns alle.<br />
<br />
Seit knapp zwei Jarhen hatte ich das Gefühl, dass er sich stabilisiert, berufliche Tätigkeit war immer möglich. Für andere Dinge war die Energie verständlicherweise beschränkter. In unserer Ehe war es sicherlich nicht immer einfach, aber eine Gefühl der Nähe und Verbundenheit war da. <br />
<br />
Seit 5/6Monaten habe ich bemerkt, dass er sich zurückzieht von unserer Beziehung, abwesend und gefühlskalt geworden ist. Ich habe mehrfach verucht, das anzusprechen, es kam immer die Antwort, die Arbeit wäre gerade das Problem. Letzte Woche meinte er plötzlich, er könne das alles nicht mehr, die Beziehung und ich wären ihm gleichgültig... Trennung steht im Raum. Später hat er zugegeben, dass er seit 6 Monaten wieder kifft (in seiner Jugend hat er wohl viel gekifft). Dazu kommt auch, dass er wieder regelmäßig sein Bier trinkt und gern mal einen Whisky. Auf meine Initiative sind wir zu seiner Psychaterin gegangen, die ihm deutlich klar gemacht hat, wie schädlich  er da handelt und wie psychotrop die Substanzen sind.. Die Emotionslosigkeit hat er bei ihr nicht thematisiert... er hat eingewilligt aufzuhören und auch den Alkoholkonsum komplett auszusetzen. <br />
<br />
Jetzt zu meiner Frage, sorry ist etwas lang geworden. Es ist ja erwiesen, dass THC die Denk- und Gefühlsebene verändert. Gerade mit einer psychatrischen Diagnose und den Psychopharmaka... Kann es sein, dass seine Gefühlsebene da komplett ausgeschaltet wurde? Hat jemand hier Erfahrung damit gemacht? Ich bin verzweifelt und kann mir diesen krassen Sinneswandel nicht erklären... zumal ich ihn so gefühlskalt und abweisend nur bei/nach dem großen Zusammenbruch 2018 erlebt habe.<br />
<br />
Danke und viele Grüße,<br />
anonym 2026]]></description>
            <dc:creator>anonym2026</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Fri, 20 Feb 2026 18:31:14 +0100</pubDate>
        </item>
    </channel>
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