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        <title>Nach der Psychose - über Schuldgefühle und Schmerzen</title>
        <description> Hi zusammen

Ich habe schon länger nichts geschrieben, gab auch keinen Grund dazu.
Ich war über 13 Jahre phasenfrei mit Lithium.
  
Deshalb traute sich mein Therpeut, mit mir innerhalb von 2 Jahren langsam das Lithium abzusetzen.
Als ich dann 5 Monate kein Lithium mehr hatte, sah es zunächst gut aus.
Leider bin ich dann durch schlechten Schlaf bei einer Reise nach China und gleichzeitiger schwerer Salmonellenbergiftung unbemerkt in eine Manie gerutscht und ziemlich schnell dann direkt in eine Psychose.

Nur habe ich es nicht realisiert, ich war wie im Film und hatte plötzlich starke Halluzinazionen, die ich vor allen versteckte.
Das hatte ich auch geschafft, nicht mal mein Therapeut merkte was und ich schrieb trotzdem gute Noten beim Studium.
Dann eines Abends bin ich halb ohnmächtig geworden wegen den Salmonellen, weshalb ich ins Krankenhaus kam.
Meine Mama hatte mit mir telefoniert und merkte, dass ich seltsame Sachen sagte und sie sagte deshalb einer Pflegerin, dass ich manisch sei. 
Nur machte ich einen ganz normalen Eindruck und stritt alles ab,

Im Krankenhaus hatten sie die Samonellenvergiftung festgestellt und behielten mich über Nacht dort.
Am nächsten Morgen stand ich auf und ging zum Fenster, mein Zimmer war im 5. Stock,
In meinen Halluzinazionen sagte mir ein Freund, dass ich aus dem Fenster fliegen soll, um meinen Freunden dabei zu helfen, die Welt zu retten.
Also flog ich aus dem Fenster, leider merkte ich erst dann, dass ich nicht fliegen kann. 

Das ist nun 1.5 Jahre her. Zum Glück habe ich überlebt. Ich kann wieder gehen, wenn auch mit ständigen Schmerzen. Ich bin wieder auf Lithium.
Nach dem Unfall ging es 3 Monate, bis ich wieder bei klarem Verstand war.

Das schwierigste ist für mich, mit meiner Schuld umzugehen.
Und dass ich im Wahn eine Pflegerin angespuckt habe.
Auch tut es mir immernoch weh, dass ich in den ersten Wochen nach dem Unfall nicht liebevoll zu meiner Mama war.

Im Nachhinein weiss ich noch, was für Halluzinazionen und Vorstellungen ich hatte und es machte alles seinen Sinn.
Ich wollte weder der Pflegerin noch meiner Mama Böses.
Trotzdem trage ich noch immer viel Scham und Schuldgefühle deswegen in mir.
Ausserdem ist dieser Unterschied so goss, wie ich mich vor und nach dem Unfall gefühlt hab, dass ich es gerade schwierig finde, mich wieder wie ich selbst zu fühlen.

Wie geht ihr mit solchen Gefühlen um?
Kennt sich jemand von euch mit chronischen Schmerzen aus? 

Liebe Grüsse
Mia

Seit 17 Jahren bipolar I diagnostiziert</description>
        <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723060#msg-723060</link>
        <lastBuildDate>Tue, 21 Jul 2026 15:33:29 +0200</lastBuildDate>
        <generator>Phorum 5.2.18</generator>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723104#msg-723104</guid>
            <title>Re: Nach der Psychose - über Schuldgefühle und Schmerzen</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723104#msg-723104</link>
            <description><![CDATA[ Hallo mirimari,<br />
<br />
ich befinde mich  seit 9 Monaten in einer Depri nach einer heftigen Manie / Psychose von 5 Jahren Länge. Ich habe viel Unsinn <br />
<br />
angestellt, einige Einschläge kommen  immer noch an. Die Untaten anderer Manieen von vor 35, 25 etc. Jahren kamen mir <br />
<br />
schwerwiegender vor, obwohl ich JETZT viel mehr Unsinn als damals angestellt habe. Vielleicht sind es die vielen leidvollen <br />
<br />
Erfahrungen der Vergangenheit, die mich gelehrt haben...&quot; dass es nicht so heiß gegessen, wie gekocht wird.&quot; Ich habe neben <br />
<br />
der Scham  sehr rasch die Überzeugung gewonnen,....dass wenn ich gesund wäre ,ich diesen Mißt  niemals verzapft hätte. Früher habe ich alle Schuld in mir als WESEN gesucht und gefunden.<br />
<br />
LG]]></description>
            <dc:creator>Pizdapipa</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Wed, 19 Nov 2025 20:39:45 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723096#msg-723096</guid>
            <title>Schmerzen</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723096#msg-723096</link>
            <description><![CDATA[ Hi Mia,<br />
<br />
bei mir wechselt das immer mal.<br />
<br />
- Rücken- und Knieschmerzen seit der Pubertät, Arthrose-Diagnose bds. mit 26<br />
- rezidiv. Unterleibsschmerzen, mind. seit ich 29 war<br />
- rheumatische Beschwerden (Psoriasisarthritis), seit ich 39 war<br />
- Kopfschmerzen jetzt seit gut anderthalb Jahren<br />
- Nervenschmerzen<br />
- Muskelschmerzen<br />
<br />
Komme aber ohne Schmerzmittel aus.]]></description>
            <dc:creator>Hotte</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Tue, 18 Nov 2025 13:15:08 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723094#msg-723094</guid>
            <title>Re: Nach der Psychose - über Schuldgefühle und Schmerzen</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723094#msg-723094</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Mia,<br />
<br />
Da sieht man wieder einmal wie schlimm es sein kann, wenn man die Medikamente absetzt. Schuldgefühle verstehe ich, aber du hast eben auch eine schwere Krankheit für die du nichts dafür kannst. Das sollte dir immer bewusst sein.<br />
Dass du den Sturz überlebt hast ist ein Wunder. Ich finde es toll, wie du dich trotz Schmerzen wieder zurückkämpfst. Ich drücke dir die Daumen, dass alles noch besser verheilt bzw. dass du mittels Physiotherapie wieder ohne Schmerzen leben kannst!]]></description>
            <dc:creator>MadameX</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Tue, 18 Nov 2025 12:56:21 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723092#msg-723092</guid>
            <title>Re: Nach der Psychose - über Schuldgefühle und Schmerzen</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723092#msg-723092</link>
            <description><![CDATA[ Hey Hotte<br />
<br />
Da hast du vollkommen recht. <br />
Im Grunde wollte ich beim rausfliegen aus dem Fenster ja sogar die Welt retten, was ja eine schöne Sache ist, so gesehen.<br />
Ich mache mir vorallem deshalb Schuldgefühle, weil ich überhaupt so ein Risiko eingegangen bin mit dem Absetzen des Lithiums, auch wenn ich das mit dem Therapeuten zusammen getan hab.<br />
Ich hätte tot sein können, aber hätte hätte Fahrradkette. <br />
Ich bin sehr froh lebe ich noch und bin nicht gelähmt. <br />
Und meine Mutter auch, sie ist mir auch gar nicht böse. <br />
<br />
Ich habe starke Schmerzen im Steissbein, das tut mir immer weh, ausser ich liege.<br />
Ausserdem habe ich eine sehr starke, schmerzhafte Arthrose in beiden Sprunggelenken und habe Nervenschmerzen im Gesäss und in den Fersen. <br />
Meine Knochen im Rücken und in den Füssen sind sehr schlecht verheilt.<br />
Bisher habe ich noch immer Opiate, die ich irgendwann hoffentlich absetzen kann.<br />
Die letzten Versuche sind gescheitert, weil der Rücken dann auch beim schlafen zu sehr weh tat, um schlafen zu können.<br />
<br />
Was für Schmerzen hast du?<br />
<br />
LG<br />
Mia]]></description>
            <dc:creator>mirimari</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Tue, 18 Nov 2025 01:32:09 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723091#msg-723091</guid>
            <title>Re: Nach der Psychose - Chronische Schmerzen</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723091#msg-723091</link>
            <description><![CDATA[ Hi Cornelia<br />
<br />
Danke dir, ich habe zum Glück ganz viele Experten um mich herum, denen ich vertraue und wir sind schon seit Monaten dran herauszufinden, wo die Schmerzen herkommen.<br />
Da die Schmerzen belastungsabhängig sind, darf ich noch auf Besserung durch weitere Heilungsvorgänge in den Knochen und im nervlichen Bereich hoffen.<br />
Ich bin zum Glück nicht gelähmt.<br />
Nun werd ichs mit einer Selbsthilfegruppe für Personen mit chronischen Schmerzen versuchen.<br />
<br />
Und ich denke das Schuldthema wird mit der Zeit verblassen.<br />
Meine Mama ist mir jedenfalls nicht böse.<br />
<br />
Liebe Grüsse<br />
Mia]]></description>
            <dc:creator>mirimari</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Tue, 18 Nov 2025 01:02:04 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723086#msg-723086</guid>
            <title>Nach der Psychose - Chronische Schmerzen</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723086#msg-723086</link>
            <description><![CDATA[ Hallo mirimari,<br />
<br />
heute hatte ich eine Behandlung bei meinem Physiotherapeuten. <br />
Ich habe ihn gefragt, was er zu chronischen Schmerzen sagen kann, <br />
wenn jemand aus dem fünften Stock gesprungen ist.<br />
<br />
Er hat geantwortet: diese Schmerzen können viele Ursachen haben.<br />
Neurologisch oder orthopädisch getriggert. Er hat noch mehr aufgezählt,<br />
bis zu Phantomschmerzen, falls Du querschnittgelähmt wärst.<br />
<br />
Geh in eine gute Physiotherapie-Praxis. Frag nach den Ausbildungen dort. <br />
Mein Physiotherapeut hat so gut wie alle Ausbildungen auf seinem Gebiet. <br />
Und er arbeitet seit Jahrzehnten in seinem Beruf.<br />
<br />
Viele Grüße<br />
<br />
Cornelia]]></description>
            <dc:creator>Lichtblick</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Mon, 17 Nov 2025 19:47:12 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723079#msg-723079</guid>
            <title>Re: Nach der Psychose - über Schuldgefühle und Schmerzen</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723079#msg-723079</link>
            <description><![CDATA[ Chronische Schmerzen verschiedenster Art habe ich seit einigen Jahren. Die stehen aber nicht im Vordergrund. Schmerzen aushalten kann ich ziemlich gut. Das Blöde ist nur, dass das auf lange Sicht das Herz schädigt.<br />
<br />
Auch ich hatte lange mit Schuldgefühlen zu tun. Die Scham bin ich recht schnell losgeworden.<br />
<br />
Ich habe mir gesagt, dass ich unter denselben Umständen wieder so entscheiden würde. Du kannst nur auf der Grundlage der Informationen, die du hast, Entscheidungen treffen. <br />
<br />
Hast du nur Halluzinationen, ist das eine Sache. Dann kannst du dich stets so verhalten, als sei die Wahrnehmung nun real oder nicht. Erzählt dir also jemand etwas und du beziehst die Möglichkeit in Betracht, dass es sich um eine Hallu handelt, dann hörst du besser nicht auf die Person. Vor allem dann, wenn es dir komisch vorkommt. Du wägst auf jeden Fall die Konsequenzen ab.<br />
Bin ich lieber feige und verzichte darauf, die Welt zu retten, oder gehe ich das Risiko ein, dabei draufzugehen? Ich bin feige.<br />
<br />
Steckst du nun zusätzlich im Wahn, was nun auch zur Krankheit gehört, wenn wir akut in der Psychose stecken, dann funktioniert das nicht mehr. Im Wahn ist nicht nur deine Wahrnehmung unzuverlässig, sondern die Bewertung derselben ist gestört. Jedes Detail für sich genommen ist logisch, nur das große Ganze passt nicht mehr zusammen, weil das Denken inkohärent ist.<br />
Wie du selbst sagst, es machte alles seinen Sinn. Warum also wirfst du dir vor, sinnhaft gehandelt zu haben?<br />
<br />
Krank sein ist kein persönliches Versagen.<br />
<br />
Was die Pflegerin angeht, das gehört leider zum Job und sie hat vermutlich schon Schlimmeres erlebt. <br />
Ich hab zwar keine Erinnerung dran, aber ich soll einen Pfleger in die Hand gebissen haben. Ich hab mich bedroht gefühlt, weil er mich ins Bett zerren wollte. <br />
Ich hab auch mal eine Pflegerin bewusst angespuckt mit frischem Wasser, das ich im Mund hatte, nachdem ich das angekündigt hatte, weil ich fixiert werden wollte, damit ich ein Einzelzimmer bekomme. Die dürfen einem das nicht einfach so geben. Nur bei Gewalt und da ist Anspucken das Friedlichste. Sie hat es sich quasi selbst ausgesucht.<br />
<br />
Hast du mit deiner Mutter darüber gesprochen, dass du dich lieber anders verhalten hättest ihr gegenüber?<br />
<br />
Was du tun kannst im Hinblick auf eine mögliche künftige Psychose, ist auf den Inhalt deiner Gedanken achten. Wahngebäude entstehen immer aus dem, mit dem man sich zuvor im Alltag gedanklich befasst hat. Darüber kannst du Einfluss nehmen, auch wenn es keine Garantie gibt.<br />
<br />
Was für Schmerzen hast du?]]></description>
            <dc:creator>Hotte</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Mon, 17 Nov 2025 09:09:11 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723076#msg-723076</guid>
            <title>Re: Nach der Psychose - über Schuldgefühle und Schmerzen</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723076#msg-723076</link>
            <description><![CDATA[ Liebe Fahni<br />
<br />
Danke für deine lieben Worte!<br />
Ich werde das mit meinem Schmerzarzt und Therapeuten anschauen :)<br />
<br />
Liebe Grüsse<br />
Mia]]></description>
            <dc:creator>mirimari</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 16 Nov 2025 21:32:09 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723067#msg-723067</guid>
            <title>Nach der Psychose - Radikale Selbstzuwendung</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723067#msg-723067</link>
            <description><![CDATA[ <b><i>Buch Heinz Peter Röhr, Wege aus der Abhängigkeit, S. 134</i></b><br />
Zunächst ist es notwendig, sich über die Definition von Schuld Klarheit zu verschaffen.<br />
Schuldig macht sich jemand, der mit Absicht etwas Verwerfliches tut. Zur Schuld<br />
gehört demzufolge Absicht und das Wissen um die Verwerflichkeit der Tat.<br />
<br />
<br />
Hallo mirimari,<br />
<br />
Das Zitat oben könnte Deine Schuldgefühle platt machen. Denn Du hast ja nicht mit<br />
Absicht gehandelt.<br />
<br />
Dein Therapeut aber wohl. Der hat sich mit der Krankheit nicht ausgekannt.<br />
Es gehört zu seinem Beruf, sachkundig zu handeln. Hat er aber nicht.<br />
<br />
<br />
Es kommt oft vor, gedanklich immer wieder in die Vergangenheit zu gehen.<br />
Obwohl das nichts ändert.<br />
<br />
Ein Vorschlag, wie man das ändern kann, heißt &quot;Radikale Selbstzuwendung&quot;.<br />
Das bedeutet Du bleibt in der Gegenwart und nur bei Dir. Und findest dann<br />
heraus, was Dir weiterhilft.<br />
<br />
Viele Grüße<br />
<br />
Cornelia<br />
<br />
Das alles dürfte schweres Trauma ausgelöst haben. Wer da helfen kann,<br />
weiß ich nicht. Aber bestimmt nicht Dein Therapeut.]]></description>
            <dc:creator>Lichtblick</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 16 Nov 2025 16:04:46 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723063#msg-723063</guid>
            <title>Re: Nach der Psychose - über Schuldgefühle und Schmerzen</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723063#msg-723063</link>
            <description><![CDATA[ Hallo mirimari,<br />
<br />
es klingt, oberflächlich betrachtet, immer so vernünftig, wenn jemand schreibt, dass er die Medikamente absetzt, wegen jahrelanger Stabilität. Ich verstehe allerdings nicht, wie man als Betroffener und als Therapeut vergessen kann, dass diese Kranheit nicht verheilt. Derzeit gibt es noch kein Medikament für die Bipo, das die Heilung bewirkt. <br />
<br />
Und leider musstest du auf eine sehr harte Tour lernen, was es bedeutet eine chronische Krankheit zu haben, die jederzeit wieder ausbrechen kann. Ich hoffe deine Geschichte lesen viele, die der Meinung sind, eine dauerhafte medikamentöse Therapie sei unnötig. Ich danke dir auf jeden Fall für das Teilen, was bestimmt nicht leicht fällt.<br />
<br />
Zu dem &quot;Flug&quot; aus dem Fenster... Ich finde diese Formulierung zeigt eindrücklich, wie fatal die veränderte Wahrnehmung in einer Manie sein kann. Das Verstecken der Symptome vor anderen, habe ich auch gemacht. Ich bin tatsächlich schwer psychotisch regelmäßig bei meinem Arzt gewesen und er hat nichts gemerkt.<br />
<br />
Für die Regeneration braucht man leider viel Geduld. Und ich glaube nicht, dass man nach so einem schlimmen Erlebnis zu seinem alten Ich zurück kehren kann. So ein schlimmes Erlebnis verändert und man muss versuchen es zu akzeptieren und zu integrieren. Man kann stärker daraus hervor gehen.<br />
<br />
Ich habe chronische Rückenschmerzen, die sich durch tägliche Bewegung gering halten lassen. Ich vermute aber mal, dass das bei dir nicht so einfach ist.]]></description>
            <dc:creator>Flyhigh</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 16 Nov 2025 11:36:54 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723062#msg-723062</guid>
            <title>Re: Nach der Psychose - über Schuldgefühle und Schmerzen</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723062#msg-723062</link>
            <description><![CDATA[ mirimari schrieb:<br />
&gt; Am nächsten Morgen stand ich auf und ging zum<br />
&gt; Fenster, mein Zimmer war im 5. Stock,<br />
&gt; In meinen Halluzinazionen sagte mir ein Freund,<br />
&gt; dass ich aus dem Fenster fliegen soll, um meinen<br />
&gt; Freunden dabei zu helfen, die Welt zu retten.<br />
&gt; Also flog ich aus dem Fenster, leider merkte ich<br />
&gt; erst dann, dass ich nicht fliegen kann. <br />
<br />
Guten Morgen,<br />
<br />
aus dem 5 Stock zu springen , einen solchen Sturz zu überleben und wieder ins Leben zu finden das ist das eine , was man sich ohnehin nicht vorstellen kann. Du hast unglaubliches Glück gehabt<br />
aber darüber in der Weise zu schreiben, wie du das tust, das kann ich nicht verstehen. Es klingt so seltsam verharmlosend .... also flog ich aus dem Fenster....<br />
<br />
Liebe Grüße<br />
Irma.]]></description>
            <dc:creator>Irma</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 16 Nov 2025 10:15:04 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723061#msg-723061</guid>
            <title>Re: Nach der Psychose - über Schuldgefühle und Schmerzen</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723061#msg-723061</link>
            <description><![CDATA[ Hallo mirimari,<br />
<br />
nach meiner Manie vor einigen Jahren fühlte ich mich auch schuldig, weil ich andere verletzte und mich rücksichtslos benahm. Es dauerte auch, bis ich dies verdaut hatte und erkannte, dass es keine Schuld gibt. Es ist eine schwere Erkrankung, die wir mit uns tragen und da kann etliches schief laufen im Leben. Mir tat es damals gut eine Traumatherapie zu machen!<br />
<br />
Du hast eine massive Krise überlebt, dich körperlich und psychisch wieder ins Leben zurückgekämpft und schaffst es, offen darüber zu reflektieren. Ich finde, es ist an der Zeit unsinnige Schuldgefühle abzulegen. Ich schätze, die Pflegerin hat den Vorfall längst abgehakt.<br />
Deine Mutter hat dein damaliges Benehmen schon eingeschätzt und längst verziehen: traue ihr das ruhig zu ;-).<br />
<br />
Nichts lässt sich aus der Vergangenheit ändern, aber es gibt etwas, dass Du langsam kannst: es akzeptieren und Dich wieder jeden Tag wertvoll fühlen. Was du beschreibst — Scham, Schuld und die Herausforderung, mit chronischen Schmerzen zu leben — sind sehr normale und nachvollziehbare Reaktionen nach so einem traumatischen Erlebnis. <br />
Versuche Frieden mit dir zu schließen, denn du warst krank und nicht böse.<br />
<br />
Zu den chronischen Schmerzen:<br />
<br />
Falls du es nicht ohnehin schon tust, kann sich eine multimodale Schmerztherapie lohnen – das ist eine spezialisierte Behandlung mit:<br />
Ärzt:innen, Psycholog:innen, Physio- und Ergotherapeut:innen. Dazu gibt es eine Kombination aus Medikamenten, Bewegung, Psychoedukation und Verhaltenstraining. <br />
Mein Partner hat MS und einen Umgang mit Schmerzen gefunden: Er überlässt ihm nicht die Kontrolle, bewertet ihn möglichst nicht und macht das, was er kann und fokussiert sich nicht auf Dinge, die er nicht kann. Er hat es in der Psychotherapie gelernt seinen Geist auf Stressreduktion zu konditionieren und &quot;mitzuschwingen&quot;, indem er Selbstmitgefühl für sich hat. Mitgefühl für sich selbst, sich verzeihen, sind so wichtig für Dich. Das wünsche ich dir.<br />
<br />
LG fahni]]></description>
            <dc:creator>fahni</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 16 Nov 2025 10:06:48 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723060#msg-723060</guid>
            <title>Nach der Psychose - über Schuldgefühle und Schmerzen</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,723060,723060#msg-723060</link>
            <description><![CDATA[ Hi zusammen<br />
<br />
Ich habe schon länger nichts geschrieben, gab auch keinen Grund dazu.<br />
Ich war über 13 Jahre phasenfrei mit Lithium.<br />
  <br />
Deshalb traute sich mein Therpeut, mit mir innerhalb von 2 Jahren langsam das Lithium abzusetzen.<br />
Als ich dann 5 Monate kein Lithium mehr hatte, sah es zunächst gut aus.<br />
Leider bin ich dann durch schlechten Schlaf bei einer Reise nach China und gleichzeitiger schwerer Salmonellenbergiftung unbemerkt in eine Manie gerutscht und ziemlich schnell dann direkt in eine Psychose.<br />
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Nur habe ich es nicht realisiert, ich war wie im Film und hatte plötzlich starke Halluzinazionen, die ich vor allen versteckte.<br />
Das hatte ich auch geschafft, nicht mal mein Therapeut merkte was und ich schrieb trotzdem gute Noten beim Studium.<br />
Dann eines Abends bin ich halb ohnmächtig geworden wegen den Salmonellen, weshalb ich ins Krankenhaus kam.<br />
Meine Mama hatte mit mir telefoniert und merkte, dass ich seltsame Sachen sagte und sie sagte deshalb einer Pflegerin, dass ich manisch sei. <br />
Nur machte ich einen ganz normalen Eindruck und stritt alles ab,<br />
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Im Krankenhaus hatten sie die Samonellenvergiftung festgestellt und behielten mich über Nacht dort.<br />
Am nächsten Morgen stand ich auf und ging zum Fenster, mein Zimmer war im 5. Stock,<br />
In meinen Halluzinazionen sagte mir ein Freund, dass ich aus dem Fenster fliegen soll, um meinen Freunden dabei zu helfen, die Welt zu retten.<br />
Also flog ich aus dem Fenster, leider merkte ich erst dann, dass ich nicht fliegen kann. <br />
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Das ist nun 1.5 Jahre her. Zum Glück habe ich überlebt. Ich kann wieder gehen, wenn auch mit ständigen Schmerzen. Ich bin wieder auf Lithium.<br />
Nach dem Unfall ging es 3 Monate, bis ich wieder bei klarem Verstand war.<br />
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Das schwierigste ist für mich, mit meiner Schuld umzugehen.<br />
Und dass ich im Wahn eine Pflegerin angespuckt habe.<br />
Auch tut es mir immernoch weh, dass ich in den ersten Wochen nach dem Unfall nicht liebevoll zu meiner Mama war.<br />
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Im Nachhinein weiss ich noch, was für Halluzinazionen und Vorstellungen ich hatte und es machte alles seinen Sinn.<br />
Ich wollte weder der Pflegerin noch meiner Mama Böses.<br />
Trotzdem trage ich noch immer viel Scham und Schuldgefühle deswegen in mir.<br />
Ausserdem ist dieser Unterschied so goss, wie ich mich vor und nach dem Unfall gefühlt hab, dass ich es gerade schwierig finde, mich wieder wie ich selbst zu fühlen.<br />
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Wie geht ihr mit solchen Gefühlen um?<br />
Kennt sich jemand von euch mit chronischen Schmerzen aus? <br />
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Liebe Grüsse<br />
Mia<br />
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Seit 17 Jahren bipolar I diagnostiziert]]></description>
            <dc:creator>mirimari</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 16 Nov 2025 02:20:47 +0100</pubDate>
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