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        <title>Medikation</title>
        <description> Hallo Leute,

ich bin momentan sehr verzweifelt. Meine Symptome sind wieder zurück, aktuell befinde ich mich auf der depressiven Seite der Medaille. 
Ich bin derzeit nicht arbeitsfähig und muss, vermutlich, neu eingestellt werden. Allerdings ist dieser Weg ermüdend, nicht nur für mich. 

Wie lange hat es denn bei euch gedauert, bis ihr medikamentös eingestellt wart?
Ich habe Angst, da wenn dies nicht mehr hilft, ein Klinikaufenthalt infrage käme. Wart ihr schon mal bzw. wie war diese Erfahrung für euch?

Danke schon einmal für eure Antworten.
Liebe Grüße Sunshine2603</description>
        <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717096#msg-717096</link>
        <lastBuildDate>Tue, 15 Sep 2026 04:36:07 +0200</lastBuildDate>
        <generator>Phorum 5.2.18</generator>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717111#msg-717111</guid>
            <title>Re: Medikation</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717111#msg-717111</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Sunshine,<br />
<br />
bei mir haben AD´s nicht wirklich funktioniert.<br />
Bei meinem 1. Klinikaufenthalt wegen Depression wurde ich mit mindestens 3 verschiedenen AD´s  &quot;vollgepumpt&quot;. Beim Übergang von der Klinik in die Arbeit bei weiterer Gabe dieser AD´s bin ich dann geswitscht und erhielt die Diagnose manisch depressiv. Ich kannte mich selbst nicht wieder und mein Vertrauen in die Fachkräfte war im sogenannten Eimer. <br />
Infolgedessen habe ich 10 Jahre jegliches Psychopharmaka verweigert. Gegen Ende einer Ausbildung habe ich noch einmal ein AD versucht. Nach Abbruch dieser Ausbildung kurz vor Schluss wegen ausbleibender Wirkung des AD´s auf meine Depression, habe ich mich auf kein AD mehr eingelassen.  <br />
<br />
Einige Jahre später war ich einverstanden mit der Einstellung auf die Phasenprophylaxe.  Psychoedukation in dem Sinne habe ich nicht erhalten. Mein Arzt hat mir zur Einstellung auf Lithium ein Video ausgehändigt, das er auf einem Kongress mal so abgegriffen hatte, über dieses Medi und mich dann einige Zeit später dazu befragt. Ich fühlte mich respektiert und ernst genommen und begann, mich intensiv mit meiner Erkrankung auseinanderzusetzen u.a. mit dem Buch von Thomas Bock &quot;Achterbahn der Gefühle&quot; und der folgenden Mitgliedschaft in der DGBS. Selbsthilfe war und ist mir ein wichtiges Thema.<br />
<br />
Inzwischen habe ich meinen Umgang mit depressiven Zeiten gefunden. Meine Haltung zu den AD´s  hat sich nicht geändert (Ich sehe sie mit sicher anderer Gesamtlänge analog zum Schnupfen: mit Medi´s dauert er 7 Tage und ohne eine Woche.), dafür aber meine Haltung zu mir selbst und mein Umgang mit <u>meiner individuellen</u> Bipo.<br />
<br />
LG<br />
s.]]></description>
            <dc:creator>soulvision</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sat, 12 Oct 2024 12:36:19 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717108#msg-717108</guid>
            <title>Re: Medikation</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717108#msg-717108</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Sunshine,<br />
<br />
bei mir ist es so, dass eine medikamentöse Einstellung gegen Depressionen nicht so gut funktioniert. Das soll wohl auch nicht so unüblich sein, dass die medikamentöse Einstellung gegen Manien besser klappt.<br />
Trotzdem kann es bei dir anders sein.<br />
<br />
Sich nur auf Medikamente verlassen gerade bei Depressionen könnte evt. nicht ausreichen, und du musst von dir aus noch selber gegensteuern. Das kann je nach Ausprägung der Depression schwierig sein, weil der Antrieb fehlt und man alles als sinnlos erachtet. Ist es aber nicht.<br />
<br />
Wichtig wäre, soziale Kontakte aufrecht zu erhalten und da zu schauen, welche tun einem grad gut und welche eher weniger gut. Nimm dir jeden Tag etwas vor, was du tust bzw. erledigst (z.B. etwas im Haushalt, spazieren gehen, dich mit jemandem treffen usw.)<br />
<br />
Und halte deine Ziele so, dass sie erreichbar sind (z.B. statt des gesamten Hausputzes nur saugen oder ein Zimmer aufräumen anstatt die ganze Wohnung, was Vernünftiges zu Essen machen anstatt Fastfood)<br />
<br />
Damit gehen die Depressionen vielleicht nicht weg, aber mit etwa Glück bekommst du zumindest ein besseres Gefühl als wenn du nichts tust.<br />
<br />
Es ist auch ein bisschen rumprobieren und austesten.<br />
<br />
Manche Depressionen sind auch jahreszeitabhängig. Die Tage werden kürzer und kälter. Ich muss mich grad auch allein deswegen schon etwas rumquälen, weil die Schwimmsaison in offenen Gewässern vorbei ist. Und einen richtigen Ersatz habe ich dafür nicht.]]></description>
            <dc:creator>Friday</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Fri, 11 Oct 2024 13:45:41 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717106#msg-717106</guid>
            <title>Re: Medikation</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717106#msg-717106</link>
            <description><![CDATA[ Also ich wäre gar nicht bis zur Stabilität gekommen, da ich dauerhaft depressiv war. In dieser Zeit habe ich schon herausfinden können, was meine Bedürfnisse sind und nach und nach gelernt, wie ich besser für mich sorgen kann. Die Medikamente alleine haben mich nicht stabilisiert. Für mich war der entscheidende Wendepunkt, als ich wieder anfing zu arbeiten. Sonst hätte ich eine andere Aufgabe für mich finden müssen.]]></description>
            <dc:creator>Flyhigh</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Fri, 11 Oct 2024 10:19:05 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717102#msg-717102</guid>
            <title>Re: Medikation</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717102#msg-717102</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Sunshine,<br />
<br />
das ist gar nicht schön, dass es dir so schlecht geht, arbeiten nicht mehr klappt und der ganze andere Mist.<br />
Es kann Zeit brauchen bis die richtige Medikation gefunden wird und damit beginnen dann auch stabilere Zeiten.<br />
<br />
Ich sehe es auch anders als Zuma. Gerade depressiv - finde ich es eine Zumtung seine Muster zu finden/ zu hinterfragen. Das geht gar nicht bei dem ganzen Chaos im Kopf und dem verdrehten Denken.<br />
Dafür braucht es Stabilität.<br />
<br />
Ich habe gut 10 Jahre alle Medikamente verweigert und mich auch gegen die Diagnose gewehrt.<br />
Als ich dann bereit war mich auf Medikamente einzulassen, hat es ca. 1.5 Jahre Versuche mit verschiedenen Medikamenten gegeben, bis mir dann Lithium verschrieben wurde. Das brachte bei mir die Wende und ist jetzt 12 Jahre her.<br />
<br />
Mit guten Wünschen<br />
Nil]]></description>
            <dc:creator>Nil</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 10 Oct 2024 21:41:16 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717099#msg-717099</guid>
            <title>Re: Medikation</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717099#msg-717099</link>
            <description><![CDATA[ Wie es für andere war, findest du hier massig beschrieben, das<br />
Forum ist voll von solchen Erfahrungsberichten. Aber das sagt<br />
gar nix darüber aus, wie es für DICH dann ist. Wie gesagt, jeder<br />
Mensch reagiert anders auf Medikamente und auch die Erfahrungen<br />
in Kliniken sind sehr individuell. Ich wollte dich anregen, das du<br />
ggf. auch abseits von Medikamenten mal schaust, ob du bei dir<br />
Muster entdecken kannst und diese dann evtl. unterbrechen kannst.<br />
Aber nu ja, jeder muss seinen Weg gehen, viel Glück dabei<br />
<br />
lg<br />
zuma]]></description>
            <dc:creator>zuma</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 10 Oct 2024 20:03:24 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717098#msg-717098</guid>
            <title>Re: Medikation</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717098#msg-717098</link>
            <description><![CDATA[ Ich hatte schon einige manische Phasen in meinem Leben.<br />
<br />
Und ich weiß diese Sachen. Ich wollte eigentlich nur wissen, wie es für Andere war.]]></description>
            <dc:creator>Sunshine2603</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 10 Oct 2024 19:51:23 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717097#msg-717097</guid>
            <title>Re: Medikation</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717097#msg-717097</link>
            <description><![CDATA[ Hallo,<br />
wie lange ein Medikamente bzw dessen Wirkung braucht, ist von Mensch<br />
zu Mensch und Medikament zu Medikament verschieden, da jeder anders <br />
verstoffwechselt und anders auf die Wirkstoffe reagiert.<br />
Mir stellt sich gerade eine andere Frage, die ich für viel wichtiger halte:<br />
Weisst du einen Grund für die Depression ? Hattest du z.b. dies Jahr schon<br />
mal eine hypomane Phase ? Oder viel Stress ? Andere Auslöser ?<br />
Solche Dinge rauszufinden hilft auf die Dauer besser wie sich nur auf<br />
Medikamente zu verlassen. Ist aber etwas langwieriger, da Bipo eine<br />
Krankheit ist, die in längeren Zeiträumen abläuft und nur selten<br />
eine direkte Ursache/Wirkung hat.<br />
Hast du dich schon mal tiefer mit der Bipo befasst ? Stichwort Psychoedukation ?<br />
<br />
lg<br />
zuma]]></description>
            <dc:creator>zuma</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 10 Oct 2024 19:45:10 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717096#msg-717096</guid>
            <title>Medikation</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717096,717096#msg-717096</link>
            <description><![CDATA[ <b>Hallo Leute,</b><br />
<br />
ich bin momentan sehr verzweifelt. Meine Symptome sind wieder zurück, aktuell befinde ich mich auf der depressiven Seite der Medaille. <br />
Ich bin derzeit nicht arbeitsfähig und muss, vermutlich, neu eingestellt werden. Allerdings ist dieser Weg ermüdend, nicht nur für mich. <br />
<br />
Wie lange hat es denn bei euch gedauert, bis ihr medikamentös eingestellt wart?<br />
Ich habe Angst, da wenn dies nicht mehr hilft, ein Klinikaufenthalt infrage käme. Wart ihr schon mal bzw. wie war diese Erfahrung für euch?<br />
<br />
Danke schon einmal für eure Antworten.<br />
Liebe Grüße Sunshine2603]]></description>
            <dc:creator>Sunshine2603</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 10 Oct 2024 19:18:45 +0200</pubDate>
        </item>
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