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        <title>Zukunft mit Bipolarem Partner</title>
        <description> Hallo, 

ich habe mich Anfang diesen Jahres in diesem Forum gemeldet, weil mein Partner erstmals eine Manie durchlebt hat. Zuvor hatte er lediglich Depressionen diagnostiziert bekommen. 
Ich verfasse diesen Post, weil ich leider niemanden habe um über dieses Thema zu sprechen und mich das Thema aktuell doch mehr belastet als ich es zugeben will. 

Kurze Zusammenfassung was Anfang des Jahres geschah:
Er hat zu der Zeit gar nicht mehr geschlafen, extrem hoher Rededrang, enorme Geldausgaben, extrem gesteigertes Selbstbewusstsein und Aggressivität bzw. Gereiztheit. Dann wurde bei einem Termin mit seinem Psychiater die Diagnose Bipolare Störung gestellt. Ich bin zu der Zeit wirklich durch meine persönliche Hölle gegangen, weil ich den Partner mit dem ich so viele Jahre zusammen war nicht mehr wieder erkannte.

Ich war zu dem Zeitpunkt nicht wirklich informiert bzgl. der Krankheit und hoffte lediglich, dass die Phase so schnell wie möglich wieder vorbei geht. Diese ging dann auch nach ca. 2 Monaten (ist so ein langer Zeitraum eigentlich möglich? Lese immer nur von ca. 2 Wochen?) und ich war halbwegs erleichtert. So wie es bei einigen Erkrankten vorkommt, hat er während seiner Manie ziemlich viel Mist fabriziert und hat dies nach seiner Manie auch realisiert. Seitdem befindet er sich in einer Depression und schämt sich extrem für seine Taten und kann sich selber nicht verzeihen. 

Er nimmt nun Lithium und Anti Depressiva, allerdings wirken die Medikamente nicht so wie erhofft. Er ist weiterhin antriebslos und traurig. Einfach depressiv. 

Kommen wir zu meinem „Problem“ 
Ich dachte anfangs, dass man eine Manie auch nur einmalig haben kann und dass es nicht nochmal vorkommt. Nach etwas Recherche habe ich schnell gemerkt, dass sowas super selten ist. Außerdem habe ich (unter anderem hier im forum) gelesen, dass Lithium Manien nicht 100% verhindern kann. Wie gesagt, seine Manie hat mich psychisch auch komplett mitgenommen und ich möchte sowas am liebsten nie wieder erleben. 

Jetzt kommen so langsam Zweifel auf, was die Zukunft dieser Beziehung betrifft. Was passiert, wenn diese Manien häufiger vorkommen und man verheiratet ist und ggf sogar Kinder hat? Da macht sich in mir komplett die Panik breit. Auch durch die schwere Depression aktuell, fühle ich mich so allein gelassen und total hilflos. Ich sehne mich nach einer „normalen“ Beziehung. Es ist schwierig nach der Arbeit nachhause zu kommen und es wartet (vereinfacht gesagt) eine schlecht gelaunte Person und dann wartet noch Haushalt, einkaufen und essen kochen auf einen, während der Partner den ganzen Tag zuhause war und „nichts“ gemacht hat. Ich bin mir bewusst, dass es eine Krankheit ist und er dagegen ankämpft aber im Alltag verdrängt man das auch mal und ist dann einfach nur noch frustriert. Das ist zumindest aktuell der Fall bei uns. Damals während seiner Manie habe ich mich bei der Arbeit krankgemeldet,  weil ich selber nicht mehr zurecht kam.. 

Ich weiß nicht, ob ich mich in Zukunft in solch einer Situaltion sehe. Er wird diese Krankheit vermutlich sein Leben lang haben und dann existieren diese komplett zu einander gegensätzlichen Phasen und ich kann überhaupt nicht einschätzen, ob ich dieser Herausforderung gewachsen bin. 

Eine weitere Problematik, zwar absolut oberflächlich, aber dennoch präsent, dass ich ihn auch aktuell nicht mehr attraktiv finde. Aufgrund seiner Depression leidet auch die Körperhygiene. Ebenfalls hat sich sein Körper verändert und er hat sich während seiner Manie auch noch abscheuliche Tattoos stechen lassen. Ein weiterer Aspekt ist sein ungesunder Lifestyle. Sofern ich nicht koche, wird eigentlich nur Toast gegessen. Es macht mich einfach traurig, dass er sich selber aufgibt.

 Ich habe diese Dinge auch offen mit ihm kommuniziert, aber ändern tut sich nichts. Wenn ich ihn bitte, macht er diese Dinge auch, aber ich bin es auch leid immer wieder zu sagen, was zuhause z.B. zu machen ist oder auch seine Körperhygiene nicht zu vernachlässigen. (Würde mir einfach wünschen, dass er selbst solche Dinge „sieht“ und diese von allein angeht, das wäre ja auch schon ein Fortschritt) 

Ich bin aktuell einfach nicht mehr glücklich. Ich weiß nicht was die richtige Entscheidung ist. Klar, diese Entscheidung kann keiner für mich fällen, aber vielleicht gibt es hier Personen, die sich auch in so einer Situation befinden/befunden haben und mir berichten könnten.  Man sagt ja immer, wie in guten und schlechten Zeiten und ich würde so gerne kämpfen aber mir fehlt langsam die Kraft. Allerdings liebe ich diese Person ja auch und vielleicht kriegt man es ja auch wieder hin. Der Ausbruch der Manie ist ja noch nicht mal 1 Jahr her. Ich merke auch wie das alles auf meine Stimmung schlägt und das gefällt mir gar nicht, gerade weil auch Außenstehende dies bei mir ansprechen. 

Hat jemand Erfahrung damit und mag gerne erzählen? Ich würde mich Mega über Ratschläge freuen. Noch bin ich nicht wirklich bereit den Weg zu gehen den ich ja nicht mal aussprechen mag. Aber so eine Beziehung erstrebe ich mir auch nicht. Eine extrem schwierige Situation. Es tat zumindest gut, meine Gefühle und Gedanken niederzuschreiben und zu teilen. Tut mir leid, wenn es durcheinander ist, es ist aktuell in meinem Kopf nicht anders. 

Ich danke jedem, der bis hierhin gelesen hat! 

Liebe Grüße</description>
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        <lastBuildDate>Mon, 10 Aug 2026 10:21:35 +0200</lastBuildDate>
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            <title>Re: Zukunft mit Bipolarem Partner</title>
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            <description><![CDATA[ Hallo Lichtblick, <br />
<br />
ich denke Nies liebt ihren Partner. Es ist nicht selbstverständlich auf diesem Weg sich Informationen und Hilfe zu suchen.<br />
Ich glaube Sie hat auch ein Leben und Bedürfnisse bzw. Ziele und es sollte legitim sein auch offene Gedanken dbzgl. auszutauschen.<br />
<br />
Es geht nicht darum das jemand schlecht ist und nichts hinbekommt, sondern es geht doch im Prinzip darum die Kraft zu haben, den Willen zu haben und auch evtl. Verzicht zu akzeptieren als angehörige Person.<br />
<br />
Liebe Grüße]]></description>
            <dc:creator>_Tommy_</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 24 Oct 2024 23:08:26 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
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            <title>Re: Zukunft mit Bipolarem Partner</title>
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            <description><![CDATA[ Da hast du recht, Geduld muss man  mit<br />
dieser Erkrankung haben und vieles <br />
muss sich auch einspielen.<br />
<br />
Ich sehe, es ist bei Dir viel  Liebe im Spiel und du schaffst es zu differenzieren (Symptome der Krankheit/Charakter Partner), das sind gute Voraussetzungen, dass eure Beziehung  sehr glücklich  wird. <br />
<br />
Alles Liebe<br />
Balu]]></description>
            <dc:creator>Balu76</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 10 Oct 2024 21:28:06 +0200</pubDate>
        </item>
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            <title>Re: Zukunft mit Bipolarem Partner</title>
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            <description><![CDATA[ Danke dir fürs berichten deiner Erfahrung. Ich verstehe deine Aspekte, allerdings bin ich auch der Meinung, dass man sich das ganze noch anschauen müsste. Möglicherweise wird er ja stabil, das dauert einfach noch seine Zeit… noch ist alles recht frisch und ich denke er selbst hatte noch nicht mal die Zeit alles vernünftig zu verarbeiten und mehr über seine Krankheit zu lernen. <br />
<br />
Ich wünsche dir alles gute.]]></description>
            <dc:creator>Nies2618</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 10 Oct 2024 20:36:04 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
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            <title>Re: Zukunft mit Bipolarem Partner</title>
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            <description><![CDATA[ @Nies2618<br />
<br />
Zwischen deinen Zeilen lese ich, dass Du nicht alle Vorfälle auf den Tisch legst und Du bist in die Manie von Deinem Parter  nichts ahnend gestolpert, die viel Porzellan und Misstrauen zerschlagen und geschlagen hat.<br />
<br />
Meine Frau wurde von meiner &quot;Manie incl Psychose&quot;auch überrascht und es war danach nichts mehr so wie vorher, wegen den gemeinsamen kleinen Kindern noch zwei mehr recht und schlecht zusammen gelebt. Ich konnte auch den Satz von ihr, Du musst, musst  musst... nicht mehr hören..<br />
Mein Leben und meine Leistungsfähigkeit  habe sich nach der 1. Manie komplett gewandelt. Ich würde  mich selber auch nicht heiraten wollen<br />
<br />
Bleibe realistisch, dass Vertrauen hat stark gelitten,.Dein Partner saugt deine Energie ab, keine Hilfe im Haushalt und du möchtest deine Zukunft mit Familie und Kindern planen?<br />
<br />
Ganz übel wird es für dich, wenn dein Partner so depressiv sein sollte, dass er suizidal wird. <br />
<br />
Meine Empfehlung: Ziehe dir Reißleine, Trenne dich im Gute- bleibe Freundin  und schau, ob du dich neu verlieben kannst.<br />
<br />
Alles Gute<br />
Balu]]></description>
            <dc:creator>Balu76</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 10 Oct 2024 10:48:55 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717088#msg-717088</guid>
            <title>Re: Zukunft mit Bipolarem Partner</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717088#msg-717088</link>
            <description><![CDATA[ Das habe ich damals während er die Manie hatte ebenfalls gelesen. Leider hat er zu der Zeit noch gekifft (um schlafen zu können obwohl die Ärztin das absolut verboten hatte) und auch sehr viel Energy, was total gegensätzlich war, weil er sowieso übertriebene Energie hatte. Ggf. trug das dazu bei, dass seine Manie länger ging.. hab aber auch keine Ahnung. Dann hat er währenddessen noch alle Medikamente die er einnehmen sollte/bzw. Zu der Zeit einnahm abgesetzt weil er sich geheilt fühlte. Jetzt nimmt er kein Koffein mehr zu sich bzw sehr wenig, auch wegen dem Lithium und passt allgemein gut auf, was mich sehr erfreut. Aber danke dir für den Hinweis.]]></description>
            <dc:creator>Nies2618</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 10 Oct 2024 06:43:10 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717087#msg-717087</guid>
            <title>Re: Zukunft mit Bipolarem Partner</title>
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            <description><![CDATA[ Hallo Nies2618,<br />
noch ein kleiner Tipp von mir am Rande,<br />
Bipolare reagieren oft sehr sensibel auf bestimmte Substanzen!<br />
So kann zum Beispiel Koffein ein Trigger für eine Manie sein. Kann man auch auf Wikipedia nachlesen und ich habe auch ähnliche Erfahrung gemacht.<br />
<br />
Wenn dein Freund keine Sucht nach bestimmten Substanzen hat (Koffein ist in der Regel kein Suchtmittel, ich meine eher Alkohol, etc.), spricht das auf jeden Fall für ihn, weil viele Bipolar-Erkrankte haben oft ein Problem mit Sucht.<br />
Alkohol hat bei mir einen absoluten Alptraum ausgelöst vor etwa 6 Monaten, seitdem trinke ich auch nichts mehr.<br />
Nur ein Tipp von mir, dass man da bisschen drauf achtet, auch wegen Energy Drinks etc.<br />
<br />
Gruß,<br />
Marcel]]></description>
            <dc:creator>Marciyy</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Wed, 09 Oct 2024 21:34:42 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717086#msg-717086</guid>
            <title>Re: Zukunft mit Bipolarem Partner</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717086#msg-717086</link>
            <description><![CDATA[ Hi, <br />
<br />
danke dir für die Antwort. <br />
Ja, leider ist das so ne Sache mit einem Therapieplatz. Echt ärgerlich. Ich denke auch, wir müssen uns noch mit der Krankheit vernünftig auseinandersetzen um besser zu verstehen und ggf. zu Reagieren. Ich danke dir :)]]></description>
            <dc:creator>Nies2618</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Wed, 09 Oct 2024 20:50:15 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717085#msg-717085</guid>
            <title>Re: Zukunft mit Bipolarem Partner</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717085#msg-717085</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Marcel, <br />
<br />
vielen Dank für deine Antwort. <br />
Aktuell ist es natürlich so, dass er sich nicht aufraffen kann. Wir haben allerdings Gespräche geführt, dass er sich wie du schon gennant hattest, informieren soll und sobald er die Kraft dazu findet, nach Therapieplätzen schauen soll. <br />
<br />
Wenn ich ganz ehrlich sein darf, habe ich bedenken, was passiert, sollte ich mich mal von ihm trennen. Während seiner Manie kam er öfter mal zu mir und hatte mich gebeten sich nicht von ihm zu trennen, was mich wirklich sehr verwundert hatte, weil er ja eigentlich sonst ganz „anders“ drauf war und ihn zu der Zeit nichts interessiert hat außer sich selbst. <br />
<br />
Deswegen „traue“(?) ich mich auch nicht, weil ich nicht weiß wie er reagieren würde. Wie du schon geschrieben hast, kann er ja auch länger stabil bleiben, denke diese Gedanken von mir sind dem geschuldet, weil wir von dem eine extrem ins andere extrem sind (natürlich)  und sich aktuell nichts bessert, was ihn noch mehr frustriert und die Symptome nochmal etwas verstärkt. Müssen wir also abwarten und schauen.<br />
<br />
Ich danke dir :)]]></description>
            <dc:creator>Nies2618</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Wed, 09 Oct 2024 20:45:31 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717084#msg-717084</guid>
            <title>Re: Zukunft mit Bipolarem Partner</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717084#msg-717084</link>
            <description><![CDATA[ Gibt es einen Grund, weshalb du so passiv aggressiv auf meinen Beitrag reagierst? <br />
Ich finde es schon sehr gewagt zu schreiben, dass ich meinem Partner nichts zutrauen würde und allgemein die Sachen die du mir vorwirfst. Was sind das hier bitte für Aussagen? Bitte halte dich etwas zurück. <br />
Ich habe lediglich meine aktuelle Sichtweise geschildert, von Dingen die mich aktuell beschäftigen erzählt und nach Erfahrungen gefragt, verstehe diese Reaktion ehrlicherweise nicht.]]></description>
            <dc:creator>Nies2618</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Wed, 09 Oct 2024 20:36:25 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717083#msg-717083</guid>
            <title>Re: Zukunft mit Bipolarem Partner</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717083#msg-717083</link>
            <description><![CDATA[ Du schreibst hier an bipolar Erkrankte, die alle durch Depressionen und schwere Depressionen gegangen sind.<br />
Warum eigentlich? Deinem Partner traust Du doch auch nichts zu. Dessen Zukunft ist dunkel.<br />
<br />
<br />
Wenn Du das bitte auch Deinem Partner mitteilst: Eine Depression kann auch aufhören. Hier schreiben Bipolare,<br />
 die überwiegend stabil sind. Und das nicht von heute auf morgen geworden sind.<br />
<br />
<br />
Und sei ehrlich zu Dir selbst. Wenn Du einen Partner willst, der immer geduscht und glücklich ist, so wie Du<br />
das für Dich andeutest, dann zieh jetzt die Reißleine. Bipolar ist eine schwere Krankheit und vielleicht ist sie <br />
einfach zu schwer für Dich. Warum soll das nicht vorkommen?]]></description>
            <dc:creator>Lichtblick</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Wed, 09 Oct 2024 20:04:45 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717080#msg-717080</guid>
            <title>Re: Zukunft mit Bipolarem Partner</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717080#msg-717080</link>
            <description><![CDATA[ Hallo.<br />
<br />
Mein Ehemann und ich sind nun seit fast 34 Jahren glücklich vereint.<br />
<br />
In früheren Zeiten hatte mein Mann mehrere Manien als er noch unbehandelt war. Ich war auch lange unbehandelt und daher war ich bestimmt auch nicht so einfach.<br />
<br />
Unsere Liebe hat alle Probleme überdauert. Irgendwie haben wir nie daran gedacht uns zu trennen.<br />
<br />
Mein Mann hat mir immer Beigeständen und ist nie genervt wenn ich ihm mal wieder von meinen Ängsten erzähle. Umgekehrt war ich ihm auch nie nachtragend obwohl er früher in Manien schon einige Knaller vollbracht hat.<br />
<br />
Du siehst es kann auch gut gehen auf Dauer.<br />
<br />
Ich glaube das wichtigste ist eine tiefe Liebe füreinander, nichts nachzutragen gegenseitig und gegenseitiges Verständnis auch für Lebenslagen, die vielleicht nicht immer Norm entsprechen.<br />
<br />
Ich wünsche euch alles gute. Und gute Besserung.]]></description>
            <dc:creator>Ramona</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Wed, 09 Oct 2024 16:38:00 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717071#msg-717071</guid>
            <title>Re: Zukunft mit Bipolarem Partner</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717071#msg-717071</link>
            <description><![CDATA[ Zuerst einmal, die Entscheidung ist sicher schwer und du musst sie selber und<br />
alleine treffen.<br />
Er kann nichts dafür, Depressionen verzerren die Wahrnehmung und man kreist in<br />
einem dunklem Sumpf um schwarze Gedanken, an die man angekettet ist. <br />
Das geht auch vorbei, aber keiner kann sagen, wann. Ist leider so. Medikamente <br />
sind wie ein Gips, es kann helfen, aber die &quot;Heilung&quot; dauert eben so lange, wie sie <br />
dauert. Wichtig wäre, das ihr da offen drüber reden könnt und auch du dir Hilfe suchst.<br />
 Hast ja selbst schon gemerkt, das es auch dich betrifft (Bipo ist immer auch eine <br />
&quot;Familienkrankheit&quot;, sofern vorhanden).<br />
Es wird sicher auch besser werden. Du selbst kannst aber nur sehen, das du dir<br />
auch mal Auszeiten nimmst und für dich was tust. Er kann und sollte sich mit der<br />
Erkrankung auseinander setzen und seine Muster erkennen, damit er in Zukunft dagegen<br />
steuern kann (nennt sich Psychoedukation). Was sind die Auslöser für die<br />
jeweiligen Phasen, was kann vermieden werden, wo braucht man medikamentöse<br />
oder psychiatrische/psychologische Hilfe. Klingt einfacher, als es ist, denn<br />
das ganze läuft über längere Zeiträume ab, meist keine direkte Ursache/Wirkung.<br />
Wenn du dich für eine Trennung entscheidest, wäre ein &quot;freundliche&quot; schon gut,<br />
für ihn und für dich. Das Leben mit einem Bipo ist nie einfach, aber wenn sich beide<br />
gut informieren, was man vor und in einer Phase machen kann sowie immer offen<br />
miteinander redet, ist schon viel gewonnen. Ein &quot;immer nur glückliches&quot; Leben<br />
wirst du mit keinem finden, so funktioniert das Leben einfach nicht. Beziehung ist<br />
immer auch Arbeit und anstrengend.<br />
<br />
Natürlich könnt ihr auch professionelle Hilfe suchen, aber die Wartelisten sind bei <br />
Psychotherapeuten und Psychologen lang, erfordert also auch viel Geduld.<br />
Und du fühlst dich schlecht und &quot;verlassen&quot;, was verständlich ist. Als Betroffener ist<br />
das aber noch viel stärker der Fall, man fühlt sich sogar von sich selbst verlassen.<br />
Die Frage ist also, wie findet ihr wieder zusammen, wollt ihr das beide überhaupt ?<br />
Die Dinge, die man getan hat, kann man oft korrigieren und da &quot;heilt die Zeit die Wunden&quot;.<br />
Wenn man sich denn Zeit gibt ... <br />
<br />
Letztlich musst du dich wohl entscheiden, was bei dir stärker ist. Die Liebe zu ihm<br />
oder zu dir selbst. Kompromisse gehen auch, aber nur, wenn man sie wirklich zusammen<br />
findet. Während einer Phase ist allerdings nicht die beste Zeit, solche Entscheidungen<br />
zu treffen bzw Lösungen zu finden. Erstmal müssen die Verletzungen heilen, auf beiden<br />
Seiten. Wenn das geschafft ist, kommt oft die Erleichterung, man verdrängt das aufarbeiten<br />
und so dreht sich dann das Karusell immer weiter. Kann man aber anders hinkriegen,<br />
kostet aber Zeit und Durchhaltevermögen.]]></description>
            <dc:creator>zuma</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Tue, 08 Oct 2024 21:54:34 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717070#msg-717070</guid>
            <title>Re: Zukunft mit Bipolarem Partner</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,717068,717070#msg-717070</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Nies2618,<br />
ich bin selbst ein Betroffener und kein Angehöriger, aber an deiner Stelle würde ich es davon abhängig machen, ob er denn selbst was gegen die Krankheit tut oder nicht. Er muss sich selbst damit beschäftigen und versuchen stabil zu werden. <br />
Wenn du seinen Wille erkennst, würde ich erstmal noch Zeit geben, aber wenn sein eigener Wille nicht da ist, dann wird die Zukunft schwer.<br />
<br />
Wenn du ihn dann schmeißt, wird es natürlich sehr schlimm für ihn sein, vielleicht würde erstmal eine Pause Sinn machen, um deine eigenen Nerven zu schützen. Dazu folgenden Link: [<a href="https://dgbs.de/bipolare-stoerung/wenn-nichts-mehr-geht"  rel="nofollow">dgbs.de</a>]<br />
<br />
Er ist zwar für sein restliches Leben bipolar erkrankt, aber er kann trotzdem auch sein restliches Leben lang stabil sein! Gibt mehrere Personen hier im Forum, von denen ich weiß, dass sie viele Jahre stabil sind. Es muss nicht alles aussichtslos sein, aber er muss an sich arbeiten, sich informieren und versuchen auch gegen die Depression anzukämpfen.<br />
<br />
Und zu deiner Frage: Ja, Manien können so lang andauern, es ist sehr variabel.<br />
<br />
Gruß,<br />
Marcel]]></description>
            <dc:creator>Marciyy</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Tue, 08 Oct 2024 21:34:35 +0200</pubDate>
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            <title>Zukunft mit Bipolarem Partner</title>
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            <description><![CDATA[ Hallo, <br />
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ich habe mich Anfang diesen Jahres in diesem Forum gemeldet, weil mein Partner erstmals eine Manie durchlebt hat. Zuvor hatte er lediglich Depressionen diagnostiziert bekommen. <br />
Ich verfasse diesen Post, weil ich leider niemanden habe um über dieses Thema zu sprechen und mich das Thema aktuell doch mehr belastet als ich es zugeben will. <br />
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Kurze Zusammenfassung was Anfang des Jahres geschah:<br />
Er hat zu der Zeit gar nicht mehr geschlafen, extrem hoher Rededrang, enorme Geldausgaben, extrem gesteigertes Selbstbewusstsein und Aggressivität bzw. Gereiztheit. Dann wurde bei einem Termin mit seinem Psychiater die Diagnose Bipolare Störung gestellt. Ich bin zu der Zeit wirklich durch meine persönliche Hölle gegangen, weil ich den Partner mit dem ich so viele Jahre zusammen war nicht mehr wieder erkannte.<br />
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Ich war zu dem Zeitpunkt nicht wirklich informiert bzgl. der Krankheit und hoffte lediglich, dass die Phase so schnell wie möglich wieder vorbei geht. Diese ging dann auch nach ca. 2 Monaten (ist so ein langer Zeitraum eigentlich möglich? Lese immer nur von ca. 2 Wochen?) und ich war halbwegs erleichtert. So wie es bei einigen Erkrankten vorkommt, hat er während seiner Manie ziemlich viel Mist fabriziert und hat dies nach seiner Manie auch realisiert. Seitdem befindet er sich in einer Depression und schämt sich extrem für seine Taten und kann sich selber nicht verzeihen. <br />
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Er nimmt nun Lithium und Anti Depressiva, allerdings wirken die Medikamente nicht so wie erhofft. Er ist weiterhin antriebslos und traurig. Einfach depressiv. <br />
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Kommen wir zu meinem „Problem“ <br />
Ich dachte anfangs, dass man eine Manie auch nur einmalig haben kann und dass es nicht nochmal vorkommt. Nach etwas Recherche habe ich schnell gemerkt, dass sowas super selten ist. Außerdem habe ich (unter anderem hier im forum) gelesen, dass Lithium Manien nicht 100% verhindern kann. Wie gesagt, seine Manie hat mich psychisch auch komplett mitgenommen und ich möchte sowas am liebsten nie wieder erleben. <br />
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Jetzt kommen so langsam Zweifel auf, was die Zukunft dieser Beziehung betrifft. Was passiert, wenn diese Manien häufiger vorkommen und man verheiratet ist und ggf sogar Kinder hat? Da macht sich in mir komplett die Panik breit. Auch durch die schwere Depression aktuell, fühle ich mich so allein gelassen und total hilflos. Ich sehne mich nach einer „normalen“ Beziehung. Es ist schwierig nach der Arbeit nachhause zu kommen und es wartet (vereinfacht gesagt) eine schlecht gelaunte Person und dann wartet noch Haushalt, einkaufen und essen kochen auf einen, während der Partner den ganzen Tag zuhause war und „nichts“ gemacht hat. Ich bin mir bewusst, dass es eine Krankheit ist und er dagegen ankämpft aber im Alltag verdrängt man das auch mal und ist dann einfach nur noch frustriert. Das ist zumindest aktuell der Fall bei uns. Damals während seiner Manie habe ich mich bei der Arbeit krankgemeldet,  weil ich selber nicht mehr zurecht kam.. <br />
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Ich weiß nicht, ob ich mich in Zukunft in solch einer Situaltion sehe. Er wird diese Krankheit vermutlich sein Leben lang haben und dann existieren diese komplett zu einander gegensätzlichen Phasen und ich kann überhaupt nicht einschätzen, ob ich dieser Herausforderung gewachsen bin. <br />
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Eine weitere Problematik, zwar absolut oberflächlich, aber dennoch präsent, dass ich ihn auch aktuell nicht mehr attraktiv finde. Aufgrund seiner Depression leidet auch die Körperhygiene. Ebenfalls hat sich sein Körper verändert und er hat sich während seiner Manie auch noch abscheuliche Tattoos stechen lassen. Ein weiterer Aspekt ist sein ungesunder Lifestyle. Sofern ich nicht koche, wird eigentlich nur Toast gegessen. Es macht mich einfach traurig, dass er sich selber aufgibt.<br />
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 Ich habe diese Dinge auch offen mit ihm kommuniziert, aber ändern tut sich nichts. Wenn ich ihn bitte, macht er diese Dinge auch, aber ich bin es auch leid immer wieder zu sagen, was zuhause z.B. zu machen ist oder auch seine Körperhygiene nicht zu vernachlässigen. (Würde mir einfach wünschen, dass er selbst solche Dinge „sieht“ und diese von allein angeht, das wäre ja auch schon ein Fortschritt) <br />
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Ich bin aktuell einfach nicht mehr glücklich. Ich weiß nicht was die richtige Entscheidung ist. Klar, diese Entscheidung kann keiner für mich fällen, aber vielleicht gibt es hier Personen, die sich auch in so einer Situation befinden/befunden haben und mir berichten könnten.  Man sagt ja immer, wie in guten und schlechten Zeiten und ich würde so gerne kämpfen aber mir fehlt langsam die Kraft. Allerdings liebe ich diese Person ja auch und vielleicht kriegt man es ja auch wieder hin. Der Ausbruch der Manie ist ja noch nicht mal 1 Jahr her. Ich merke auch wie das alles auf meine Stimmung schlägt und das gefällt mir gar nicht, gerade weil auch Außenstehende dies bei mir ansprechen. <br />
<br />
Hat jemand Erfahrung damit und mag gerne erzählen? Ich würde mich Mega über Ratschläge freuen. Noch bin ich nicht wirklich bereit den Weg zu gehen den ich ja nicht mal aussprechen mag. Aber so eine Beziehung erstrebe ich mir auch nicht. Eine extrem schwierige Situation. Es tat zumindest gut, meine Gefühle und Gedanken niederzuschreiben und zu teilen. Tut mir leid, wenn es durcheinander ist, es ist aktuell in meinem Kopf nicht anders. <br />
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Ich danke jedem, der bis hierhin gelesen hat! <br />
<br />
Liebe Grüße]]></description>
            <dc:creator>Nies2618</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Tue, 08 Oct 2024 21:19:33 +0200</pubDate>
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