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        <title>Hypomanie? Borderline?</title>
        <description> Hi ihr Lieben

Ich bin neu hier und auch die Diagnose Bipolar 2 steht erst seit kurzen im Raum. Ich möchte mich gerne mit euch, die vllt auch die Diagnose Hypomanie gestellt bekommen haben austauschen, denn ich bin total verunsichert und habe das Gefühl mich selbst zu verlieren. Hochs und Tiefs kenne ich seit meiner Jugend, ein Leben in Extremen mit vielen Exzessen. Danach begann sich mein Leben zu verändern und ich ging 2011 in stationäre Behandlung. Von dort an wurde alles besser. 

Meine Launen waren immer noch extrem und impulsiv doch mit zunehmendem Alter wurde ich ruhiger. Ich began eine neue Ausbildung 2020, ich wurde zunehmend selbstbewusster und strotzte vor Ideen, gleichzeitig war es ein enormer Stress, da ich eine kleine Familie habe, für die ich natürlich da sein muss. 

Nach einem Jahr Ausbildung veränderte sich etwas. Ich stand morgens um 3 Uhr auf und wollte keine Zeit verlieren. Also übte ich Gitarre, machte Sport und las eins meiner Bücher. Es war wie ein Zwang. In jedem Raum lag ein aufgeschlagenes Buch(philosophische Bücher, die ich mir zuvor in der Buchhandlung kaufte) und ich versuchte zu jeder Zeit, mir noch mehr Wissen anzueignen. Mein Mann war genervt, denn ich konnte mich nicht mehr unterstützend in den morgendlichen Ablauf mit einbringen. Wenn er mich davon abhielt Bücher zu lesen, reagierte ich gereizt. In der Schule hatte ich viele Ideen die ich unbedingt umsetzen wollte um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Z. B. Kooperation mit der Tafel, Tauschbörse, Begegnungsstätte schaffen, die Diskriminierung und Rassismus abbauen... Zudem schrieb ich meine Gedankenflut in Form von Gedichten nieder. Ich war unglaublich produktiv und erlebte ein regelrechtes Highgefühl. Ich fuhr regelmäßig Fahrrad und es fühlte sich so an, als könne ich mit den Vögeln fliegen. Wie ein Rausch. Mit meinem Gitarrenlehrer verstand ich mich sehr gut, so gut das wir flirteten und ich mich gerne auf mehr eingelassen hätte. 

Ich entschied mich, meinem Mann davon zu erzählen. Ich hatte für mich die Erkenntnis gewonnen, das eine Beziehung doch nicht gleich aus sein muss und wir Menschen dafür gemacht sind, polyamore Beziehungen zu führen. Es war eine unglaublich belastende Zeit für ihn, denn ich versuchte ihn so sehr davon zu überzeugen, sodass ich ihn nicht mehr in Ruhe ließ. Am Ende saßen wir bei einer Paartherapeutin und schafften es, unsere Ehe zu retten. L

Meine damalige Therapeutin hatte den Verdacht der Hypomanie, sowie die betreuende Psychiaterin. Leider endete genau in dieser Zeit meine Sitzungen, da das Kontingent aufgebraucht war. In den nächsten paar Jahren litt ich immer wieder an depressiven Episoden oder auch an einer melancholischen dauerhaften Grundstimmung. 

Nun bin ich wieder in Behandlung. Bei der Diagnostik kam eine borderline Persönlichkeitsstörung und weitere Diagnosen raus. Ich erzählte ihr von dem geäußerten Verdacht der Therapeutin und Psychiaterin, doch sie will dies nicht bestätigen. Das verunsichert mich. Ich suchte noch einmal meine Psychiaterin auf, die es mir wieder bestätigte und mich auf geeignete und weniger geeignete medikamente hinwies. 

Meine Frage an euch...Wie wirkt sich bei euch die bipolar 2 Störung aus? Habt ihr viele hypomanische Phasen, oder nur depressive  oder ist es gemischt? Gibt es Auslöser? Es wäre toll von euren Erfahrungen zu hören. 

Lg</description>
        <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714548#msg-714548</link>
        <lastBuildDate>Sun, 06 Sep 2026 14:19:43 +0200</lastBuildDate>
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        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,717644#msg-717644</guid>
            <title>Re: Hypomanie? Borderline?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,717644#msg-717644</link>
            <description><![CDATA[ Hi, <br />
<br />
Danke für die tolle frage.<br />
<br />
Ich würde sagen bei mir haben im Alter von fünfzehn bis fünfundzwanzig die Depressionen überwogen.<br />
<br />
Und im Alter von 25 bis 35. Die Manien <br />
<br />
Ich habe momentan also vorwiegend manische Phasen. Inzwischen. Ich nehme aber seit etwa einem quartal lithium. Das lindert es ziemlich.<br />
<br />
Ich war das Jahr davor, fast durchgehend Heiser vom vielen Brüllen.<br />
<br />
Auslöser. Ja, gibt es. Zum beispiel ein heftiger streit <br />
Musik Partys Drogen. Stress. Ist ein. Häufiger auslöser.<br />
Auch Stress auf Arbeit. Oder in der Familie.<br />
<br />
Ich könnte mir vorstellen. Dass manche düfte einen so in die Vergangenheit katapultieren,  dass sie damit auch etwas auslösen. Können. <br />
<br />
Manche kommen mit Veränderungen nicht so gut klar<br />
<br />
Vielleicht braut sieh das auch innerlich auf und nimmt dann alles zum Ausleiser.<br />
<br />
Also ich bin viel weniger gereizt. mit. Lithium. Seit 3 Monaten.]]></description>
            <dc:creator>Ceyda</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sat, 16 Nov 2024 17:34:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,716955#msg-716955</guid>
            <title>Re: Hypomanie? Borderline?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,716955#msg-716955</link>
            <description><![CDATA[ Hi, danke für deine ausführliche Antwort. <br />
<br />
Leider war bei mir einiges los und ich konnte nicht antworten. <br />
<br />
Du erzählst von einem Buch, dass du gelesen hast über die bipo Störung, kannst du mir den Titel verraten? <br />
<br />
Meine Therapeutin scheint ein wenig verpeilt... Nach weiteren Gesprächen bestätigte sich für sie die Diagnose bipo, die von meiner Psychiaterin gestellt wurde. Das hat es mir aber nicht gesagt! Und ich hatte Hemmungen etwas entgegenzusetzen, da ich ihr nicht ihre Expertise absprechen wollte. Daraus habe ich gelernt! <br />
<br />
LG]]></description>
            <dc:creator>Maria89</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Tue, 01 Oct 2024 14:00:13 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,715393#msg-715393</guid>
            <title>Re: Hypomanie? Borderline?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,715393#msg-715393</link>
            <description><![CDATA[ Also deine Beschreibung decken sich bei mir, sehr gut mit meinen Erfahrungen.<br />
Ab der Jugend auch schon immer impulsiv und eher anders unterwegs, als die Standartleute...<br />
<br />
Dann die Ausbildung mit 19 angefangen und im ersten Jahr, hat es sich immer mehr so entwickelt, dass ich mich sehr reingehangen habe, aber ich auch zunehmend Depressionen hatte. Bis hin zu Suizidgedanken.<br />
Hat mich aber nicht wirklich aufgehalten mich noch mehr in die Ausbildung zu stürzen.<br />
<br />
Nach der Ausbildung habe ich mich sehr in die Arbeit gegen Rassismus gestürzt, bis es zu viel war, mich zu viel  mit AfDlern zu beschäftigen. (die sind halt extrem negativ, eingestellt) <br />
Und habe mich dan viel mit Hobbys beschäftigt, auch übertieben Sport einfach. Viel Wandern in der Zeit.<br />
Aber auch wieder mit sehr depressiven Phasen, in denen sowas dann garnicht mehr ging auf einmal.<br />
<br />
Ab da habe ich auch überlegt ob es Borderline ist.<br />
Nach einem Buch darüber, hatte ich aber nicht das Gefühl: Ok das ist es.<br />
Es passt viel, ja. <br />
Aber einige Dinge irgendwie garnicht.<br />
<br />
Nach der Diagnose Bipolar 2 und einem Buch darüber, hatte ich wirklich einen Aha-Effekt.<br />
Das hat sehr viel erklärt, aus meinem Leben.<br />
So habe ich das für  ich sortiert.<br />
<br />
Und bei einer guten Behandlung, kommst es für mich auf beide Seiten an.<br />
Mein Psychiater kann ohne meine Informationen, nicht richtig arbeiten.<br />
Und wenn deine Psychiaterin es sehr schnell abschmettert, wenn du diesen Verdacht äußerst, ist das schonmal keine gute Zusammenarbeit.<br />
Macht sie das an Berichten fest, oder woher ist sie sich so sicher?<br />
Vielleicht sie da mal bitten konkreter zu werden, warum sie da so denkt.<br />
<br />
Mein neuer Psychater hat das schitzo bei meiner Diagnose z.B. direkt gestrichen.<br />
Dafür gab es die letzten 5 Jahre keine Anzeichen und der Bericht von vor 5 Jahren war an diesem Punkt, auch schon 4 Jahre veraltet.<br />
Das kahm so aus dem Bericht nur nicht hervor,<br />
dass ich da ja nur erzählt hatte, dass es vor 4 Jahren so war.<br />
Er meinte: Sieht er so nicht die Dagnose.<br />
Ich meinte: Jo, kann ich verstehen, sehe ich auch so.<br />
Und das war schonmal geklärt.<br />
Mit auf Augenhöhe miteinander arbeiten, lässt sich sowas klären.<br />
<br />
Also eine so wichtige Frage von dir, wie die richtige Diagnose,<br />
muss sie schon bearbeiten und ernst nehmen. <br />
Da ist egal, ob sie überzeugt ist richtig zu liegen.<br />
Der Verdacht kahm ja sogar noch aus einer vorigen Behandlung.<br />
<br />
Vielleicht einfach nochmal deine Punkte, warum du den Verdacht hast gut vorbereiten, dass es im Gespräch und der knappen Zeit, auch gut rüberkommt.<br />
Dann kann sie ja nochmal erklären, warum sie sich so sicher ist.<br />
Und wenn das für dich nicht überzeugend ist...<br />
Wie soll dann die Zusammenarbeit weitergehen?<br />
Einfach messen wie es ist, kann sie ja auch nicht.]]></description>
            <dc:creator>DerSchnecke</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 23 Jun 2024 06:45:19 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714587#msg-714587</guid>
            <title>Re: Hypomanie? Borderline?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714587#msg-714587</link>
            <description><![CDATA[ Hi Sunshine, <br />
<br />
ich will mir keine Diagnose über das Internet holen, habe einfach den Drang verstehen zu wollen, was bei mir los ist. Ich bin in guten Händen bei meiner Therapeutin und auch der Psychiaterin, auch wenn sie unterschiedlicher Meinung sind. Ich habe schon so viel bearbeitet seit mehr als 10 Jahren und immer wieder schwillt etwas Neues an die Oberfläche..Das frustriert mich. Aber wie du auch sagst, es ist eben komplex. Welche Medikamente nimmst du? Meine Psychiaterin will mir Lamotrigin verschreiben und meinte, das es lange dauert, bis diese wirken. Ca. 4-6 Monate. <br />
<br />
Wieso kann deine Therapeutin keine Testung vornehmen?  Ist das nicht ein standardisierter Bogen? <br />
<br />
Lg]]></description>
            <dc:creator>Maria89</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 05 May 2024 09:05:49 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714586#msg-714586</guid>
            <title>Re: Hypomanie? Borderline?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714586#msg-714586</link>
            <description><![CDATA[ Lieber Flyhigh,<br />
<br />
Es beeindruckt mich, welchen Weg du schon gegangen bist um Stabilität in deinem Leben zu erreichen. Ich habe schon einen langen Weg hinter mir und dachte, 2021 am &quot;Ziel&quot; zu sein, bis ich durch die Ausbildung auf diesen enormen Stress reagierte. Jetzt bin ich gerade dabei zu lernen, wo meine Grenzen liegen, denn meistens merke ich sie immer erst, wenn ich sie überschritten habe.<br />
<br />
Diesen Gedanken der verschwendeten Lebenszeit in depressiven Phasen kenne ich. Das ist auch der Grund warum ich, sobald ich die depressive Phase überwunden habe, diesen Drang habe, keine Zeit verlieren zu wollen und das Leben voll auszufüllen. Da fällt es mir schwer, mich zurückzunehmen und dann überforder ich mich. <br />
<br />
Alles Liebe, danke für die Einblicke.]]></description>
            <dc:creator>Maria89</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 05 May 2024 08:44:50 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714566#msg-714566</guid>
            <title>Re: Hypomanie? Borderline?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714566#msg-714566</link>
            <description><![CDATA[ Wenn du es schaffst, unter dem Radar zu fliegen, dann mache es halt.<br />
<br />
Es gibt Leute, die verschulden sich schwer, wenn sie richtig manisch sind. (Beispiel: Torsten Poggenpohl, ich lese gerade von ihm Einfach ich: Schwul. Bipolar. Positiv.)<br />
<br />
Die Diagnose Typ 1 bekommst du leider erst nach der ersten schweren Manie. <br />
Es gehört auch zur Krankheit, sich nicht krank zu fühlen bzw. die Diagnose immer wieder anzuzweifeln, das ist ein Symptom.<br />
<br />
Ich habe mich nie verschuldet, nur mal 1.000 an einen Bettler verschenkt. Trotzdem bin ich sehr froh, dass die Pillen mich aus der Klinik raushalten. <br />
Jede Menge anderen Mist habe ich gemacht, der vermeidbar gewesen wäre, hätte ich mich früher medikamentös einstellen lassen. Aber ich brauchte meine Zeit, habe mich über ein Bedarfsmedikament langsam herangetastet.]]></description>
            <dc:creator>Hotte</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Fri, 03 May 2024 22:15:52 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714564#msg-714564</guid>
            <title>Re: Hypomanie? Borderline?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714564#msg-714564</link>
            <description><![CDATA[ Letztendlich kann jeder nur für sich selbst entscheiden, inwieweit man sich behandeln lassen will. Es sei denn, die Erkrankung wird so schwer, dass man keine Wahl mehr hat. Anfangs war ich auch negativ eingestellt, was Psychopharmaka betraf. Aber meine Lage wurde im Laufe der Jahre immer schlimmer und ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mir selber helfen kann.<br />
<br />
Ich kann dir nicht genau erzählen, wie viele Phasen ich hatte, weil auch mein Gedächtnis darunter gelitten hat als Folge der Krankheit. Ich habe auch nie Notizen gemacht dazu.<br />
<br />
In Kurzfassung... Ich bekam die Diagnose mit Anfang 30. Seit meiner Kindheit hatte ich hauptsächlich Depressionen und in der Jugend kamen die Hypomanien dazu. Vielleicht hatte ich anfangs 1-2 hypomanische Phasen im Jahr. Das wurde mehr, teilweise (Ultra) Rapid Cycling und die letzte schlimme Phase war eine rund zweijährige Mischphase. Danach folgten noch ein paar Jahre leichte Depressionen bis ich Anfang 40 war.<br />
<br />
Seit rund acht Jahren bin ich aber stabil und das ist für mich wie ein zweites Leben, da ich so eine Stabilität nie wirklich kannte. Das habe ich den Medis zu verdanken, aber auch meiner Bereitschaft mein Leben anzupassen. Stressvermeidung ist dabei ganz wichtig. Und die eigenen Bedürfnisse zu kennen. Ich konnte nach vielen Jahren Auszeit wieder anfangen zu arbeiten und auch der Job trägt zu meiner Stabilität bei. Aber der Job geht nur, weil er ziemlich stressarm für mich ist.<br />
<br />
Wenn man erstmal mit Hypomanie auf etwas reagiert hat, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich da ein Verhaltensmuster entwickelt. Ich denke bei Depressionen ist das ähnlich. Ich denke auch, dass man das wieder „verlernen“ muss.<br />
<br />
Ich hab mir durch die Krankheitsphasen sozial, beruflich, finanziell und gesundheitlich geschadet und vor allem die depressiven Phasen waren quälend und fühlten sich sehr an wie verschwendete Lebenszeit. Es ist halt die Frage wie lange man sich das antun will. Mit meinem heutigen Wissen, hätte ich sehr viel eher was unternommen. Mir wurde ein vernünftiger Umgang damit aber auch nicht vorgelebt.]]></description>
            <dc:creator>Flyhigh</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Fri, 03 May 2024 21:54:36 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714563#msg-714563</guid>
            <title>Re: Hypomanie? Borderline?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714563#msg-714563</link>
            <description><![CDATA[ Also ich bin sehr vorsichtig mit Diagnosen übers Internet. Da kann man nie alles erfassen und das Ganze braucht überhaupt Zeit zu diagnostizieren.<br />
Bei mir steht auch im Raum, ob ich nicht zusätzlich Borderline hab, aber ich muss sagen, dass ich wohl keine richtige Antwort kriegen werde ^^. Meine Psychiaterin kann angeblich den Test nicht machen, da sie dafür keine Zeit hat und meine Therapeutin, die es nach ihr machen sollte, hat diese Testungen nicht vorliegen. Allerdings kennt Letztere mich länger und besser, behält es im Hinterkopf, aber Anzeichen oder Alarmsignale gibt es nicht. <br />
<br />
Was ist damit sagen möchte, es ist eine sehr komplexe Sache.<br />
Ich persönlich bin eher hypomanisch und bei Stress oder negativen Erlebnissen, bricht es trotz Medikamente durch. <br />
Mir tun meine Mitmenschen leid, da die es dadurch nicht einfacher haben. Aber zumindest gibt es ne Diagnostik und Medikamente plus Therapie]]></description>
            <dc:creator>Sunshine2603</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Fri, 03 May 2024 21:32:47 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714562#msg-714562</guid>
            <title>Re: Hypomanie? Borderline?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714562#msg-714562</link>
            <description><![CDATA[ Hi, <br />
<br />
mich hindert daran, dass ich immer wieder Zweifel habe, ob ich bipolar bin. Sobald ich depressive Phasen habe, denke ich es geht kein Weg daran vorbei, Medis zu nehmen.Dann geht's mir wieder besser und alles läuft total geregelt ab. Die Nebenwirkungen der Medikamente schrecken mich auch ziemlich ab. Dazu kommt, das ich immer wieder depressive Episoden (Dauer von 2 Wochen bis 1 Monat) habe und hypomane Phasen ausbleiben, manchmal gibt es 2-3 Tage, die ich sehr unruhig bin und der Tatendrang sehr hoch, aber eine hypomane Phase geht doch länger, bzw. so wie du es schilderst, nehmen diese an Dauer und Intensität zu. Und wenn die Therapeutin und Psychiaterin gegensätzliche Meinungen haben, hilft mir das auch nicht so recht. Deshalb bin ich hier, um von euch mehr zu erfahren. <br />
<br />
Ich danke dir fürs Antworten. Du schreibst, das die Phasen bei dir immer häufiger wurden. Wie häufig war das denn, wenn du das auf ein Jahr runter brichst und was beeinflusst den &quot;Ausbruch&quot;, denn in der Fachliteratur steht das sehr widersprüchlich. Zum einen unterscheidet sich bipo von anderen affektiven Störungen genau dadurch, dass der Ausbruch der Phasen keinen Zusammenhang zu Lebensereignissen, Lebensumständen,Jahreszeiten ect. hat und auf der anderen Seite man Stress vermeiden und auf seine Schlafroutine achten soll. Vllt habe ich da auch was falsch verstanden. Ich glaube ich muss auch nochmal mit meiner Therapeutin sprechen, dass sie ihre Aussage begründet. <br />
<br />
LG, danke fürs Zeitnehmen Flyhigh]]></description>
            <dc:creator>Maria89</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Fri, 03 May 2024 20:27:41 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714551#msg-714551</guid>
            <title>Re: Hypomanie? Borderline?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714551#msg-714551</link>
            <description><![CDATA[ Achso, du vermutest, dass du beides hast. Das hatte ich anders verstanden.<br />
<br />
Ich hatte schon die verschiedensten Verläufe auch mit länger anhaltenden hypomanischen Phasen. Gerade Hypomanien können sehr lange anhalten, weil sie nicht so kräftezehrend sind wie ausgewachsene Manien. Also vier Monate ist nicht ungewöhnlich. Sehr häufig endet sowas in einer Anschlussdepression. <br />
<br />
Unbehandelt wurden bei mir die Phasen im Laufe der Jahre immer häufiger, intensiver und länger. Die depressiven Phasen waren schon immer sehr ausgeprägt. Es hat lange gedauert bis ich in Behandlung ging, weil ich das nicht sehen konnte. Mit meinem heutigen Wissen hätte ich schon viel eher Hilfe gesucht. Insofern ist es sicherlich gut, dass du doch um Klärung bemühst.<br />
<br />
Wenn du von deiner Psychiaterin bereits die bipolar Diagnose hast, was hindert dich daran eine medikamentöse Therapie zu beginnen? Letztendlich kommt es darauf an, wie groß dein Leidensdruck ist. Alle Krankheitsphasen richten mehr oder weniger Schaden an auf verschiedenen Ebenen, daher ist es oft nicht so gut, die Krankheit laufen zu lassen. Medikamente sind allerdings nicht die ultimative Lösung, sehr viel muss man auch selbst tun.]]></description>
            <dc:creator>Flyhigh</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 02 May 2024 22:10:53 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714550#msg-714550</guid>
            <title>Re: Hypomanie? Borderline?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714550#msg-714550</link>
            <description><![CDATA[ Hi Flyhigh,<br />
<br />
danke für deine Antwort. Es gibt auf jeden Fall weitere Symptome die die Diagnose Borderline bestätigen. Da bin ich mir auch sicher, das die Diagnose zutrifft. In der Jugend wären Anzeichen dafür noch eindeutiger gewesen. Oft ist es so, dass die Symptome im Laufe des Lebens etwas zurückgehen,oder sich weniger ausgeprägt zeigen. Impulsivität geht zurück, die Angst vor dem verlassen werden ect... <br />
<br />
Die Psychiaterin meinte, das die Hypomane Phase, die ca. vier Monate anhielt, zu lang wäre um sie mit Borderline erklären zu können. Vllt. habe ich also beides.Deshalb wollte ich ein paar Erfahrungen eurer seits hören, ob es Auslöser gibt, wie häufig sind die Episoden, wie zeigt sich das bei euch in der Hypomanie... <br />
<br />
Danke erstmal fürs Antworten ]]></description>
            <dc:creator>Maria89</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 02 May 2024 19:45:53 +0200</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714549#msg-714549</guid>
            <title>Re: Hypomanie? Borderline?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714549#msg-714549</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Maria, herzlich willkommen!<br />
<br />
Es ist natürlich ätzend und kann fatal sein, wenn man nicht die passende Behandlung bekommt, weil die Diagnose falsch ist. Allerdings können wir hier keine Diagnose bestätigen. Mit Borderline kenne ich mich nicht so aus, aber könnte es sein, dass es weitere Symptome gibt außer denen, die du uns geschildert hast? Also ich meine damit welche, die stärker auf Borderline hindeuten? Stimmungsschwankungen und Impulsivität kommen ja sowohl bei Bipolar als auch bei Borderline vor.]]></description>
            <dc:creator>Flyhigh</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 02 May 2024 17:46:32 +0200</pubDate>
        </item>
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            <title>Hypomanie? Borderline?</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,714548,714548#msg-714548</link>
            <description><![CDATA[ Hi ihr Lieben<br />
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Ich bin neu hier und auch die Diagnose Bipolar 2 steht erst seit kurzen im Raum. Ich möchte mich gerne mit euch, die vllt auch die Diagnose Hypomanie gestellt bekommen haben austauschen, denn ich bin total verunsichert und habe das Gefühl mich selbst zu verlieren. Hochs und Tiefs kenne ich seit meiner Jugend, ein Leben in Extremen mit vielen Exzessen. Danach begann sich mein Leben zu verändern und ich ging 2011 in stationäre Behandlung. Von dort an wurde alles besser. <br />
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Meine Launen waren immer noch extrem und impulsiv doch mit zunehmendem Alter wurde ich ruhiger. Ich began eine neue Ausbildung 2020, ich wurde zunehmend selbstbewusster und strotzte vor Ideen, gleichzeitig war es ein enormer Stress, da ich eine kleine Familie habe, für die ich natürlich da sein muss. <br />
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Nach einem Jahr Ausbildung veränderte sich etwas. Ich stand morgens um 3 Uhr auf und wollte keine Zeit verlieren. Also übte ich Gitarre, machte Sport und las eins meiner Bücher. Es war wie ein Zwang. In jedem Raum lag ein aufgeschlagenes Buch(philosophische Bücher, die ich mir zuvor in der Buchhandlung kaufte) und ich versuchte zu jeder Zeit, mir noch mehr Wissen anzueignen. Mein Mann war genervt, denn ich konnte mich nicht mehr unterstützend in den morgendlichen Ablauf mit einbringen. Wenn er mich davon abhielt Bücher zu lesen, reagierte ich gereizt. In der Schule hatte ich viele Ideen die ich unbedingt umsetzen wollte um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Z. B. Kooperation mit der Tafel, Tauschbörse, Begegnungsstätte schaffen, die Diskriminierung und Rassismus abbauen... Zudem schrieb ich meine Gedankenflut in Form von Gedichten nieder. Ich war unglaublich produktiv und erlebte ein regelrechtes Highgefühl. Ich fuhr regelmäßig Fahrrad und es fühlte sich so an, als könne ich mit den Vögeln fliegen. Wie ein Rausch. Mit meinem Gitarrenlehrer verstand ich mich sehr gut, so gut das wir flirteten und ich mich gerne auf mehr eingelassen hätte. <br />
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Ich entschied mich, meinem Mann davon zu erzählen. Ich hatte für mich die Erkenntnis gewonnen, das eine Beziehung doch nicht gleich aus sein muss und wir Menschen dafür gemacht sind, polyamore Beziehungen zu führen. Es war eine unglaublich belastende Zeit für ihn, denn ich versuchte ihn so sehr davon zu überzeugen, sodass ich ihn nicht mehr in Ruhe ließ. Am Ende saßen wir bei einer Paartherapeutin und schafften es, unsere Ehe zu retten. L<br />
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Meine damalige Therapeutin hatte den Verdacht der Hypomanie, sowie die betreuende Psychiaterin. Leider endete genau in dieser Zeit meine Sitzungen, da das Kontingent aufgebraucht war. In den nächsten paar Jahren litt ich immer wieder an depressiven Episoden oder auch an einer melancholischen dauerhaften Grundstimmung. <br />
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Nun bin ich wieder in Behandlung. Bei der Diagnostik kam eine borderline Persönlichkeitsstörung und weitere Diagnosen raus. Ich erzählte ihr von dem geäußerten Verdacht der Therapeutin und Psychiaterin, doch sie will dies nicht bestätigen. Das verunsichert mich. Ich suchte noch einmal meine Psychiaterin auf, die es mir wieder bestätigte und mich auf geeignete und weniger geeignete medikamente hinwies. <br />
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Meine Frage an euch...Wie wirkt sich bei euch die bipolar 2 Störung aus? Habt ihr viele hypomanische Phasen, oder nur depressive  oder ist es gemischt? Gibt es Auslöser? Es wäre toll von euren Erfahrungen zu hören. <br />
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Lg]]></description>
            <dc:creator>Maria89</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 02 May 2024 16:31:05 +0200</pubDate>
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