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        <title>Pflegenotstand auch im sozialpsychiatrischen Bereich und Kliniken</title>
        <description> Hallo,

ich arbeite nun schon fast seit 10 Jahren im sozialpsychiatrischen Bereich und der Fachkräftemangel war natürlich auch schon lange vorher spürbar. Aber erst in den letzten 2 Jahren, vor allem in diesem Jahr ist dieser drastisch zu merken.

Die KollegInnen arbeiten alle nur noch auf Reserve und alle anderen Dienstleistungen nebst Kliniken heben die Hände bei akuten Krisen und sagen, solange noch nichts &amp;quot;schlimmes passiert ist&amp;quot; müsst ihr selbst sehen damit klar zu kommen. 

Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wo das noch hinführen soll. Betroffenen wird immer wieder gesagt, holt euch Hilfe, aber wo denn? Und Menschen, die selber nicht in der Lage sind sich Hilfe zu holen, bleiben sich selbst überlassen.

Das neue Unterbringungsgesetzt mag dem Mißbrauch entgegenwirken und es gab gute Gründe dafür, diesen zu verankern, aber mitlerweile sehe ich auch die Auswirkungen dieser. Die manische Energie kann im Menschen ungehindert wüten und diesem die letzte Würde nehmen, solange sie sich nicht selbst- oder fremdgefährden. Ich bin ambivalent in dieser Hinsicht. Gepaart mit dem extremen Personalmangel ist es selbst für die professionellen Anbieter sozialpsychiatrischer Dienste schwer noch adäquat Menschen zu begleiten und zu unterstützen. Es gibt wenig Miteinander unter den einzelnen Akteuren, jeder sieht zu, sich noch mehr vor Überforderung der Ressourcen zu schützen. Verständlich, aber es ist ein Teufelskreis, die Leidtragenden sind die Betroffenen nebst Angehörigen.

Viele Grüße Heike</description>
        <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712130#msg-712130</link>
        <lastBuildDate>Tue, 14 Apr 2026 02:00:47 +0200</lastBuildDate>
        <generator>Phorum 5.2.18</generator>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712273#msg-712273</guid>
            <title>Re: Pflegenotstand auch im sozialpsychiatrischen Bereich und Kliniken</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712273#msg-712273</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Miramis,<br />
<br />
danke auch für deinen Beitrag.<br />
<br />
<blockquote class="bbcode"><div><small>Quote<br/></small><strong>Miramis</strong><br/>
Langfristig halte ich diese Denkungsweise für sehr kurzsichtig.<br />
Denn der Aufwand, die Scherben nach dem totalen Zusammenbruch zusammen zu lesen, ist - wenn dies dann überhaupt möglich ist - vermutlich um einiges kostspieliger nicht nur für die Finanzen sondern auch für die Psyche.<br />
Dies zu erkennen würde aber eine deutlich bessere Vernetzung benötigen und natürlich auch eine entsprechende Haltung der Entscheidungsträger. </div></blockquote>
<br />
Die Vernetzung wäre wichtig, aber ich sehe im Moment eher, dass jeder Akteur froh ist, wenn sie gerade mal ihre eigenen Arbeiten schaffen und sich nach außen hin eher abschotten.<br />
<br />
<blockquote class="bbcode"><div><small>Quote<br/></small><strong>Miramis</strong><br/>
Da ich mich gerade selber in der Ausbildung zur Genesungsbegleiterin befinde, sehe ich mich diesbezüglich auf einem Weg, der in eine wichtige Richtung geht und im besten Falle Brücken zu bauen und Augen zu öffnen vermag… </div></blockquote>
<br />
Nach nun fast 10 Jahren als Genesungsbegleiterin kann ich sagen, dass man im Einzelkontakt sicherlich hilfreich wirken kann für den Augenblick, aber die strukturellen und institutionellen Probleme sind dicke harte Bretter. <br />
<br />
Viele Grüße Heike]]></description>
            <dc:creator>Heike</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 19 Nov 2023 19:09:26 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712272#msg-712272</guid>
            <title>Re: Pflegenotstand auch im sozialpsychiatrischen Bereich und Kliniken</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712272#msg-712272</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Lisa Vincenta,<br />
<br />
danke für deine Antwort. Wir stehen dem Ganzen wohl recht &quot;ohnmächtig&quot; gegenüber, jedoch habe ich auch das Gefühl, dass der Notstand in der psychiatrischen und psychosozialen Arbeit noch nicht so publik ist, wie in der Somatik.<br />
<br />
Menschen mit einer psychischen Problematik haben wohl auch nicht so die Lobby, wie Menschen mit körperlichen Beschwerden. Zwar bringt eine vermehrte Berichterstattung auch nicht zeitnah Lösungen, aber vielleicht das Bewusstsein dafür.<br />
<br />
Viele Grüße Heike]]></description>
            <dc:creator>Heike</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 19 Nov 2023 18:57:07 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712251#msg-712251</guid>
            <title>Re: Pflegenotstand auch im sozialpsychiatrischen Bereich und Kliniken</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712251#msg-712251</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Heike,<br />
<br />
<br />
doch ich finde die von dir beschriebene Richtung seit Jahren immer deutlicher wahrnehmbar.<br />
<br />
Ob das nun die sehr langen Wartezeiten bei einem notwendigen Facharztwechsel oder auch für einen Psychotherapieplatz betrifft.<br />
In unserer Stadt ist ein Facharzt- oder auch Hausarztwechsel oftmals auch von vornherein gar nicht möglich, weil die Praxen so überlastet sind. Die Möglichkeit auf einer Warteliste über einen längeren Zeitraum zu stehen, wird immer seltener angeboten.<br />
<br />
Es braucht ja oftmals einen längeren Anlauf, um Hilfe zu bitten. Wird dieser Versuch dann schon im Vorfeld radikal ausgebremst, reicht die Kraft vielleicht nicht unbedingt für weitere Versuche. Zumal in dem abgeschlagenen Hilfegesuch durchaus mitschwingen kann, dass man diese Hilfe ja gar nicht nötig hätte oder eben andere Fälle mit höherer Dringlichkeit vorgezogen werden müssen.<br />
<br />
Letztendlich führt diese Handlungsstrategie dann dazu, dass es immer schwieriger wird, präventiv Hilfe zu bekommen und erst im „worst case“ eingegriffen wird.<br />
<br />
Langfristig halte ich diese Denkungsweise für sehr kurzsichtig.<br />
Denn der Aufwand, die Scherben nach dem totalen Zusammenbruch zusammen zu lesen, ist - wenn dies dann überhaupt möglich ist - vermutlich um einiges kostspieliger nicht nur für die Finanzen sondern auch für die Psyche.<br />
Dies zu erkennen würde aber eine deutlich bessere Vernetzung benötigen und natürlich auch eine entsprechende Haltung der Entscheidungsträger.<br />
<br />
Da ich mich gerade selber in der Ausbildung zur Genesungsbegleiterin befinde, sehe ich mich diesbezüglich auf einem Weg, der in eine wichtige Richtung geht und im besten Falle Brücken zu bauen und Augen zu öffnen vermag…<br />
<br />
<br />
Viele Grüße,<br />
Miramis <br />
<br />
***]]></description>
            <dc:creator>Miramis</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sun, 19 Nov 2023 08:16:39 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712249#msg-712249</guid>
            <title>Re: Pflegenotstand auch im sozialpsychiatrischen Bereich und Kliniken</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712249#msg-712249</link>
            <description><![CDATA[ Hallo, Heike,<br />
<br />
niemand will amerikanische Verhältnisse, aber als lösungsorientierter Mensch frage ich mich, was sollen wir tun? An allen Ecken und Kanten fehlt es. Mein Hausarzt sucht händeringend mehrere Mitarbeiter. Er hat schon die Praxiszeiten eingeschränkt. Wir suchen einen Heimplatz für meine Schwiegermama. Frauen kündigen ihren Job, weil die Kitas nicht mehr genug Leute haben und ihre Öffnungszeiten reduzieren. Ganze Züge und Busse fallen aus, weil jemand krank ist. Die Liste ließe sich noch ewig fortführen.<br />
<br />
Nur ein positives Beispiel fällt mir ein: In einer Klinik bei uns sollten sowohl Geburts- als psychiatrische Station geschlossen werden. Es gab viel Aufsehen in den Medien, und letztlich wurde &quot;nur&quot; die Geburtsstation geschlossen.<br />
<br />
LG<br />
<br />
Lisa Vincenta]]></description>
            <dc:creator>VanGogh</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sat, 18 Nov 2023 22:26:35 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712248#msg-712248</guid>
            <title>Re: Pflegenotstand auch im sozialpsychiatrischen Bereich und Kliniken</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712248#msg-712248</link>
            <description><![CDATA[ Hallo kinswoman,<br />
<br />
mich wundert auch, dass dies offenbar noch nicht wahrgenommen wird, was zur Zeit los ist. <br />
<br />
Es gibt keinen Zweifel, dass ich für eine humane psychiatrische Versorgung bin. Aber diese braucht gut qualifiziertes und vor allem ausreichendes Fachpersnal und vor allem eine gut vernetzte Zusammenarbeit, natürlich unter datenschutzrechtlichen Bedingungen.<br />
<br />
Der Personalnotstand ist so groß, dass jeder Akteur versucht seine eigenen Ressourcen zu schützen, was dazu führt, dass jeder versucht sich abzugrenzen. Niedergelassene Ärzte entscheiden für sich, gesetzliche Betreuer entscheiden für sich, ambulante Dienste entscheiden für sich, Kliniken entscheiden für sich und im schlimmsten Fall entscheiden Sie, dass der Betroffene eben Pech gehabt hat.<br />
<br />
Und dann liest man wie schlimm die Zustände in großen Städten in den Hauptbahnhöfen werden, da dort das Elend eben strandet.<br />
<br />
Ich bin ganz bestimmt nicht dafür, jeden Menschen, der sich merkwürdig verhält, wegzusperren. Auch bin ich nicht dafür, Menschen durch eskalierende Zwangsmaßnahmen zusätzlich noch Traumata zu verschaffen, die durch andere und frühzeitige Intervention hätten vermieden werden können. Aber es so lange laufen zu lassen, dass Verelendung eintritt, bzw. dann ggf. tatsächlich Zwangsmaßnahmen eingeleitet werden müssen, weil die Gefahrenlage dann doch plötzlich hoch ist, kann in meinen Augen auch nicht die Lösung sein.<br />
<br />
Es ist weder für meine multiprofessionellen KollegInnen noch für uns GenesungsbegleiterInnen leicht, das mit ansehen zu müssen. <br />
<br />
Viele Grüße Heike]]></description>
            <dc:creator>Heike</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sat, 18 Nov 2023 21:48:20 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712242#msg-712242</guid>
            <title>Re: Pflegenotstand auch im sozialpsychiatrischen Bereich und Kliniken</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712242#msg-712242</link>
            <description><![CDATA[ Mich wundert das geringe Interesse an diesem Thema.<br />
<br />
Mir wird Angst und Bange wenn ich mir ansehe, dass schwerst kranken Menschen die Hilfe die sie bräuchten <br />
immer öfter verweigert wird, in dem sich auf diese unklaren Gesetze berufen wird,<br />
weil das was nötig wäre nicht mehr geleistet werden kann.<br />
<br />
Ich hab das im September schon geschrieben:<br />
<blockquote class="bbcode"><div><small>Quote<br/></small><strong></strong><br/><i>Die 10 Jahre die ich jetzt als Angehörige auf dem Buckel hab, sehe ich nur noch schlechter werdende<br />
Kliniken und Hilfsangebote die nur theoretisch bestehen, weil es politisch so gewollt bzw. nicht verhindert werden konnte, dass das System immer mehr ausgeblutet wird.<br />
Irgendwann in naher Zukunft kann man sichs sparen jemand zu überreden zum Psychiater zu gehen oder in die Klinik, da eh keiner mehr da oder voll oder keine &quot;Energien&quot; mehr frei um mit den Kranken zu sprechen und sie z.B. zum Bleiben zu überreden.</i> </div></blockquote>
<br />
Uns sagte ein Polizist wörtlich:<br />
<i>&quot;Sie sollten kommen, hier hilft ihm ja keiner.&quot;</i><br />
<br />
Nachdem er freiwillig in die Klinik ging und am anderen Tag wieder raus wollte und durfte.<br />
<br />
Danach so auffällig wurde in seinem direkten Wohnumfeld (in dem er es jetzt aushalten muss),<br />
dass die Polizei ihn wieder eingeliefert hat.<br />
Um letztlich wieder am anderen Tag auf der Strasse zu landen. Im Januar, ohne angepasste Kleidung, ohne Zugang zu seiner Wohnung, ohne Geld.<br />
Was für eine &quot;Freiheit&quot; oder Würde soll das sein?<br />
<br />
Ich finde, da spielt sich hinter verschlossenen Türen, Augen und Ohren ein Skandal ab, den niemand sehen will. Zugedeckt vom Stigma und der Profitgier.<br />
Und es juckt nicht mal die Betroffenen, weil sie keine Lobby haben, die Scham nach einer Psychose groß ist<br />
und viele sich selbst und oft auch ihre Leidensgenossen stigmatisieren.<br />
<br />
Ein Dilemma.]]></description>
            <dc:creator>kinswoman</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Sat, 18 Nov 2023 18:25:19 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712165#msg-712165</guid>
            <title>Re: Pflegenotstand auch im sozialpsychiatrischen Bereich und Kliniken</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712165#msg-712165</link>
            <description><![CDATA[ Hallo kinswoman,<br />
<br />
so sieht es auch für sozialpsychiatrische Dienste aus. Und wenn man sogar das Glück hat, dass jemand in der Manie freiwillig geht, was ein Trauma weniger wäre für den Betroffenen, kann es sein, dass die Kliniken abweisen.<br />
<br />
Es ist zum Haare raufen!]]></description>
            <dc:creator>Heike</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 16 Nov 2023 18:54:43 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712162#msg-712162</guid>
            <title>Re: Pflegenotstand auch im sozialpsychiatrischen Bereich und Kliniken</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712162#msg-712162</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Mania67,<br />
<br />
ich kann mir vorstellen, dass das für sich jeder anders sieht oder empfindet mit der Würde in der Manie. Ich denke, natürlich können auch Zwangshandlungen würdelos empfunden werden.<br />
<br />
Viele Grüße Heike]]></description>
            <dc:creator>Heike</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 16 Nov 2023 18:28:46 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712155#msg-712155</guid>
            <title>Re: Pflegenotstand auch im sozialpsychiatrischen Bereich und Kliniken</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712155#msg-712155</link>
            <description><![CDATA[ Heike schrieb:<br />
-------------------------------------------------------<br />
<br />
&gt; Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wo das noch<br />
&gt; hinführen soll. Betroffenen wird immer wieder<br />
&gt; gesagt, holt euch Hilfe, aber wo denn? Und<br />
&gt; Menschen, die selber nicht in der Lage sind sich<br />
&gt; Hilfe zu holen, bleiben sich selbst überlassen.<br />
<br />
Danke Heike, das hast du denke ich sehr gut zusammengefasst, leider.<br />
 <br />
&gt; Das neue Unterbringungsgesetzt mag dem Mißbrauch<br />
&gt; entgegenwirken und es gab gute Gründe dafür,<br />
&gt; diesen zu verankern, aber mitlerweile sehe ich<br />
&gt; auch die Auswirkungen dieser. Die manische Energie<br />
&gt; kann im Menschen ungehindert wüten und diesem die<br />
&gt; letzte Würde nehmen, solange sie sich nicht<br />
&gt; selbst- oder fremdgefährden. <br />
<br />
Auch das sehe ich aus leidvoller Erfahrung ganz genau so. Ich bin da nicht mal mehr ambivalent,<br />
da wir die Erfahrung gemacht haben, dass auch schwer Kranke die selbst und fremdgefährdend sind<br />
ausgesetzt werden und sogar die Polizei, als oft genug auch einweisend, daran verzweifelt.<br />
<br />
Ich habe inzwischen jede Zuversicht und jedes Vertrauen in das marode psychiatrische System verloren.]]></description>
            <dc:creator>kinswoman</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 16 Nov 2023 17:09:31 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712133#msg-712133</guid>
            <title>Re: Pflegenotstand auch im sozialpsychiatrischen Bereich und Kliniken</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712133#msg-712133</link>
            <description><![CDATA[ Hallo Heike,<br />
<br />
ja,  auch in meiner Umgebung ist die Versorgung mittlerweile<br />
mehr als dürftig.<br />
Die Ärzte verschwinden in andere Krankenhäuser, Teilschließungen von Stationen etc. -<br />
die Zukunft ist düster.<br />
<br />
Ein Satz von dir, an dem ich gerade kaue:<br />
Du meinst, durch die eigenen Handlungen in einer Manie, würde man<br />
die letzte Würde verlieren!<br />
Ich empfinde es noch immer so, dass das was mir in der stationären Psychiatrie widerfahren ist, mir meine Würde<br />
viel mehr genommen hat, wie alles was ich während meiner manischer Phasen gesagt oder getan habe.<br />
<br />
Gruß, Mania67]]></description>
            <dc:creator>Mania67</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 16 Nov 2023 13:00:08 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712130#msg-712130</guid>
            <title>Pflegenotstand auch im sozialpsychiatrischen Bereich und Kliniken</title>
            <link>https://www.bipolar-forum.de/read.php?5,712130,712130#msg-712130</link>
            <description><![CDATA[ Hallo,<br />
<br />
ich arbeite nun schon fast seit 10 Jahren im sozialpsychiatrischen Bereich und der Fachkräftemangel war natürlich auch schon lange vorher spürbar. Aber erst in den letzten 2 Jahren, vor allem in diesem Jahr ist dieser drastisch zu merken.<br />
<br />
Die KollegInnen arbeiten alle nur noch auf Reserve und alle anderen Dienstleistungen nebst Kliniken heben die Hände bei akuten Krisen und sagen, solange noch nichts &quot;schlimmes passiert ist&quot; müsst ihr selbst sehen damit klar zu kommen. <br />
<br />
Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wo das noch hinführen soll. Betroffenen wird immer wieder gesagt, holt euch Hilfe, aber wo denn? Und Menschen, die selber nicht in der Lage sind sich Hilfe zu holen, bleiben sich selbst überlassen.<br />
<br />
Das neue Unterbringungsgesetzt mag dem Mißbrauch entgegenwirken und es gab gute Gründe dafür, diesen zu verankern, aber mitlerweile sehe ich auch die Auswirkungen dieser. Die manische Energie kann im Menschen ungehindert wüten und diesem die letzte Würde nehmen, solange sie sich nicht selbst- oder fremdgefährden. Ich bin ambivalent in dieser Hinsicht. Gepaart mit dem extremen Personalmangel ist es selbst für die professionellen Anbieter sozialpsychiatrischer Dienste schwer noch adäquat Menschen zu begleiten und zu unterstützen. Es gibt wenig Miteinander unter den einzelnen Akteuren, jeder sieht zu, sich noch mehr vor Überforderung der Ressourcen zu schützen. Verständlich, aber es ist ein Teufelskreis, die Leidtragenden sind die Betroffenen nebst Angehörigen.<br />
<br />
Viele Grüße Heike]]></description>
            <dc:creator>Heike</dc:creator>
            <category>Bipolar-Forum</category>
            <pubDate>Thu, 16 Nov 2023 11:55:36 +0100</pubDate>
        </item>
    </channel>
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