Symbiose oder Haß?

20. 12. 2004 01:33
Hallo,
vor dem Einschlafen (Schlaftablette ist schon eingenommen) noch kurz einen Text von mir über Haß, ich will gar nicht mehr prüfen, ob er wirklich paßt:

"HASS


Haß ist - wie Liebe - eine bewußte emotionale Beziehung zu einem bestimmten Menschen. Weder Haß noch Liebe ist eben Gleichgültigkeit. - Ich weiß nicht, ob das ?offiziell? anerkannte Definitionen sind, aber es kam mir so in den Sinn.

Einen wildfremden Menschen, den ich z.B. in der Straßenbahn sehe, kann ich weder lieben noch hassen. - Während ich das niederschreibe, denke ich an Menschen, die meinen, Menschen bestimmter Rasse o.ä. zu hassen. Ich finde, das ist das falsche Wort dafür, so ist auch ?Rassenhaß? Unsinn. Oder stimmt obige Definition nicht?

Haß ist ausgelöst durch eine Erfahrung mit dem Menschen, den ich hasse. Ich bin durch die Erfahrung verletzt und habe den Wunsch, auch zu verletzen. Haß ist emotional, nicht verstandesmäßig gesteuert. Der Verstand kann dann den Haß unterdrücken. Er ist dann immer noch da, aber der Verstand hat wieder die Kontrolle, und es bleibt nichts übrig als unterdrückter Haß - der oft genug doch zu spüren ist. Jetzt kann ich noch überprüfen, ob die Liebe genau das Gegenteil ist, indem ich in diesem Absatz Haß durch Liebe austausche - oder ist das alles viel zu konstruiert?

Der Versuch:
Liebe ist ausgelöst durch eine Erfahrung mit dem Menschen, den ich liebe. Ich bin durch die Erfahrung( berührt?) und habe den Wunsch, auch zu berühren. Liebe ist emotional, nicht verstandesmäßig gesteuert. Der Verstand kann dann die Liebe unterdrücken. Er ist dann immer noch da, aber der Verstand hat wieder die Kontrolle, und es bleibt nichts übrig als unterdrückte Liebe - die oft genug doch zu spüren ist."

Ich hoffe, das war nicht zu theorethisch - abe so ist das eben, wenn ein Jurist über Haß und Liebe schreibt.

Gute Nacht



Ratschläge können auch Schläge sein
geboren: als Fötus habe ich WK II noch miterlebt,
hier seit November 2004 aktiv,
Diagnose: bipol II mit Angst- und Zwangsstörungen, m.E. uuuRC
Nach fünf erfolglosen Versuchen (Lithium, 2 x Lamotrigin, Quetiapin/Seroquel, Valproinsäure) jetzt nur noch phasenbezogene Medikation.

aktuelle Medikamente:
nachts 25-100 mg Quetiapin/SEROQUEL (Q/S).
Bei Überdrehtsein tagsüber: 50 - 200 mg Quetiapin/Seroquel (Q/Sr) Retard/Prolong.
Im NOTFALL: Zolpidem, TAVOR

zum Kennenlernen empfehle ich, in meinen großen Bäumen mal zu stöbern (Achtung, schreiben kann man darin nicht mehr!):

[www.bipolar-forum.de] Erstbeitrag 2004 (Betrifft insbesondere Schlafstörungen)

[www.bipolar-forum.de] Erstbeitrag 2005 (Stichwort: Stimmungskalender)
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Symbiose oder Haß?

harfe 534 20. 12. 2004 01:33

Re: Symbiose oder Haß?

dcine 199 20. 12. 2004 09:35

Verschmelzung

Ulli 164 20. 12. 2004 15:04

Re: Verschmelzung

Linda 185 21. 12. 2004 17:48



In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Teilnehmer schreiben.

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen