Schwere Tage

13. 11. 2017 15:15
Hallo,
Ich habe gestern und heute lange überlegt, ob ich den Beitrag verfassen soll, da ich zumeist "nur" als stiller Leser oder als "Aktive" Ballast in Form von Forenbeiträgen ablade. Nach meiner Auffassung lebt ein Forum vom Geben und Nehmen und ich habe in letzter Zeit nur genommen (und hier ist er wieder: mein Perfektionismus und Dinge nicht annehmen können).

Habe seit Anfang Oktober (wie schon in einem andere Thread) beschrieben Depressionen zu kämpfen. Auslöser ist immer eine Neuerung/Ungewissheit in meiner Lebenssituation. Als ich all dies letzte Woche bei meinem Routinetermin beim Psychiater in Tränen aufgelöst geschildert habe, meinte er, dass es denke, es hat weniger der Bipolarität zu tun, als mit einer Überforderung und der Findung der eigenen Werte und deren Gewichtung, sowie der Abgrenzung zu meiner Mutter. Mit dem mag er sehr recht haben, doch leider hat es mich gestern Abend richtig erwischt.

Nach diesem nassen und grauen Wochenende hat mich erst das Gedankenkarussell (das Gras bei allen anderen ist immer grüner) und dann die ganz düsteren Gedanken der Depression (bin hin so düstern, die ich hier nicht schreiben kann und will) erwischt. Ich habe eine Notfallmedikation genommen und habe mittelmäßig geschlafen.

Heute habe ich meine Psychiater erreicht und kann frühestens in 3 Wochen kommen...

Meine jetzige Situation überfordert mich (2,5 und 1-järiges Kind, Studium, Mann der spät heim kommt, Haushalt, baldiger Wiedereinstieg in den Beruf...) war nach einem "guten" bzw. "zu guten" Sommer klar, dass ich dafür die Quittung bekomme.

Ich überlege mir mit dem kleineren von beiden mich stationär aufnehmen zu lassen, das Problem ist, die nächste Klinik bietet diese Option, aber sie wird sehr wahrscheinlich mein neuer Arbeitgeber sein, im natürlich anderen Fachgebiet. Zum Thema Stigmatisierung brauche ich ja wohl nichts sagen...Die Alternative ist, ein Klinik weiter weg zu wählen, aber mit noch größerem Organisationsaufwand. ODER meine Option, wie sooft, irgendwie die Wochen bis zum Termin rumkriegen. Die Frage ist nur was dann.......Doch Klinik und Überschneidung mit Berufseinstieg.

Ich bin im Moment sehr ratlos, kraftlos, ausgelaugt und weiß einfach nicht was und wie ich es anstellen soll...Klinik ja/nein?, Ambulanz, Durchhalten, Hilfe dich meine Eltern annehmen (Fällt mir so schwer, da ich immer alles alleine super gut machen muss und will. Wie gesagt der "tolle" Perfektionismus!)
Immer ein schlechtes Gewissen, wenn die Kinder bei meine Eltern sind, was in der Woche 1-2x für ca. jeweils 3 Stunden vorkommt.

Aktuell sind bei bei den Großeltern, damit ich mir das hier von der Seele schreiben kann und auch ein bisschen schlafen....

So, das loszuwerden tat schon mal sehr gut.
Danke, für die, die alle aktiv sowie still teilhaben am (Er)leben anderer.

Gruß
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Schwere Tage

melma 528 13. 11. 2017 15:15

Re: Schwere Tage

dino 161 13. 11. 2017 16:02

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Katleen 140 13. 11. 2017 16:45

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Dauphine 126 13. 11. 2017 17:08

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melma 103 13. 11. 2017 21:39

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melma 99 13. 11. 2017 21:36

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melma 110 13. 11. 2017 21:33

Überhöhtes Mutterideal?

Tagtraum 115 13. 11. 2017 22:22

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Ceily 101 14. 11. 2017 09:22

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dino 108 14. 11. 2017 08:25

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soulvision 114 14. 11. 2017 12:23

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melma 94 15. 11. 2017 17:51

Re: Schwere Tage

dino 108 16. 11. 2017 09:55



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