true psyco, oder wahlmöglichkeiten

10. 07. 2017 08:39
angeregt durch eine antwort in einem anderen baum von mir , nun hier ein neuer Steckling, den ich in die erde pflanze.


... sind wir als psycos zu unserem handeln verdammt? weil wir einfach genetisch und biochemisch so "vorprogramiert" sind, oder haben wir Wahlmöglichkeiten?

da ich mich gerade, mit meiner eigenen geschichte und aber auch das verhalten meines liebsten auseinander setze, kamen mir ein paar "ehtnische" fragen zu dem Thema.
ich finde das gerade sehr wichtig für mich, um mich gegenüber dem verhalten meines liebsten abgrenzen zu können und meine grenzen fest zu stecken. und auch da ich mich immerwieder mit meinem psyco dasein auseinander setzen muß.


ich werde das jetzt einmal für mich ausführen...
ich bin fest davon überzeugt, das es nicht mein festgeschriebenes Schicksal ist, das ich so handel wie ich handel...und ich mich dazu entscheiden kann, ein guter oder schlechter mensch zu sein oder zu werden.

damit hängt auch zusammen, wie weit ich gewillt bin, als betroffende*r mein verhalten für andere zumutbar und damit lebbar mache.



ich schreibe das jetzt mit einem ziemlich ernsten Hintergrund...
Ausgangspunkt meiner "These" ist, das psychische Krankheit auf schlechte Erfahrungen beruht und diese die Krankheit katalüsiert.
und uns zu den "psycos" macht, die wir sind...also zu dem mensch , der es leider so schwer hat, wie er es hat!!!

es gibt zwei Möglichkeiten , mit diesem schlimmen erlebten umzugehen.. (die ich derzeit sehe, vielleicht seht ihr mehr?)

1tens: ich lasse den, durch die schlimmen erlebnise aufgebauten druck an mir ab... also eher die Autoagressive variante
2tens: ich lasse den aufgebauten druck an dritte ab...agressives verhalten nach außen.

wiso, weshalb, warum, ein mensch den einen , oder anderen weg nimmt..kein plan. und sicher gibt es auch menschen, die zwischen beiden wegen schwanken.

ich persöhnlich, bin klar der Autoagresive typ... handel eher selbst verletzent als fremd verletzent.
ich war jahre lang sehr masochistisch, und habe mich auch oft selbstverletzt... die selbstverletzungen habe ich im laufe meiner künstlerischen laufbarn katalüsiert und habe sie in Performance nur noch gezielt als künstlerisches mittel eingesetzt (bodyart) und diese damit sehr gut zu verstehen und kontrolieren gelernt.

meine schwester aber... handelt fremdverletzent und grenzüberschreitend anderen gegenüber.
ich gehe ganz stark davon aus, das wir leider ein selbes Schicksal durchleben mußten, als wir klein waren..(ich spräche von kindesmissbrauch) und leider leider gibt sie dieses schrecklich erlebte (und somit als Kind erlernte verhalten) weiter. sie selber wurde zur Täterin.

daher weiß ich, das wir als angehörige aufgarkein fall alles mitmachen sollten!!! es bleibt unter humanen gesichtpunkten abzuwegen was tragbar und was untragbar ist.
daher, meine hier schon mehrmals erwähnte aussage , mit Verrücktheit ist nicht alles zu entschuldigen.
verrückte können sich zu liebevollen menschen entwickeln, aber auch zu monstern.. können arschlöcher sein...wie alle menschen!!!
es ist also nicht die frage, ob krank ODER arschloch, sondern die frage ob krank UND arschloch!

aber wo ziehen wir die grenze??
ab wann sind wir als angehörige opfer oder helfer ?
ab wann, sind Phasen, die da auf keiner realen warnehmung von Ursache und Wirkung basieren, für eine andere Person nicht mehr akzeptabel?

ich denke, das jeder mensch, der weiß was mit ihm los ist, auch in der lage ist sich zu reflektieren und sein handeln danach ausrichten kann.
die antwort ist also eigentlich..rein theoretisch, denkbar einfach:
es kommt auf den umgang an, auf die Bereitschaft, an der Sache, an sich und der Beziehung zu einander zu arbeiten.
und auf den andern einzugehn und RÜCKSICHT zu nehmen.

jede*r verrückte hat schließlich klare Momente..die meisten haben mehr klare, als verrückte Momente...
es ist sicher wichtig,als angehörige, klar verletzendes verhalten des anderen aufzuzeigen und dadurch grenzen abstecken,
einen notfalls plan zusammen entwickeln..was tun wenn...

klar ist das nicht immer eins zu eins umsetzbar... erstrecht nicht bei engen Beziehungen. und kommt sicher auch auf aktuelle umständen an. aber immerhin ein leitfaden für beide. nicht nur für die angehörigen, sondern und vielleicht sogar erstrecht, für die betroffenden.

ich selber habe da sehr gute Erfahrungen mit... ich habe aber zum glück auch nie meine freunde mit in meine "filme" einbezogen, egal wie psychotisch ich war..puh.. ich denke das würde es enorm schwer machen.
alle meine Freunde haben mich noch lieb, obwohl sie sich den schuh anzogen und den scheiß mit mir durch gingen. und heute lachen wir oftmals zusammen , über meine absurden Gedanken und Äußerungen, die ich da so ablasse ..hehe.

ich weiß aber auch genau, das meine freunde der schlüßel für meine krisen "überlebung" sind...
ich habe bisher, auf einen umgang gänßlich ohne psychiatrie gesetzt (aufgrund sehr schlechter, bis traumatisierender Erfahrung wärend meiner zwangs Unterbringung in der geschlossenen)
eine vorab komunikation ist da unerläßlich!!! und eine gemeinsame nach berietung auch!

und auch jetzt , in meiner depresiven Phase, haben sie mir auch den arsch gerettet...wie ein wecker waren sie da....und der düstere nebel, der meine sinne beeiträchtigte..hat sich verzogen.. sie machen jetzt immer mal stipvisite bei mir..
ich denke nicht, das ich ihnen zur last falle, sie sind ja an mir interessiert und haben auch ein "egoistisches" Interesse daran mir zu helfen, schließlich, wollen sie mich nicht irgendwann tot von meinem bett kratzen... und ich will auch nicht das sie das müßen!!!!! auch wenn ich dies einige zeit nicht mehr gesehen habe.

dennoch, hhhm, mein psychiatrie freies dasein als verrückte, muß ich gerade wohl mal aufgeben... da ich mit der neuen Situation...das ich also nicht "nur" Psychotikerin bin...sondern da noch an weiteren schweren Störungen zu knacken habe...sowas von überfordert bin!!!
step by step, suche ich mein weg zurück ins bestehende hilfe System..und muß die angebote finden, denen ich mit meinen kritischen auge vertraue.. meine freunde können auch nicht alles tragen. sie bracuhen auch ne pause von mir.

jup.... äähhm, nu ist mein Latein am ende...
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

true psyco, oder wahlmöglichkeiten

mad-usa 278 10. 07. 2017 08:39

Namensänderung ;-)

kinswoman 109 10. 07. 2017 09:40

Re: Namensänderung ;-)

mad-usa 97 10. 07. 2017 09:57

Re: Namensänderung ;-)

tough 99 10. 07. 2017 10:06

Re: Namensänderung ;-)

mad-usa 99 10. 07. 2017 10:22

Re: Namensänderung ;-)

tough 97 10. 07. 2017 10:01

Re: Namensänderung ;-)

mad-usa 83 10. 07. 2017 10:06

Re: true psyco, oder wahlmöglichkeiten

A20213 128 10. 07. 2017 10:43



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