Lithium haltiges Mineralwasser, Trinkmenge, Diabetes

27. 05. 2004 08:18
Hallo,

danke an Lucy, Janigs und agent smith für Eure sachdienlichen Kommentare und Hinweise auf Dinge, die wir gut gebrauchen können, weil sie in Einzelfällen die Stimmung von Depressiven verbessern können. Es ist sicherlich Geschmacksache und daher individuell unterschiedlich, welche Dinge derjenige gerade gut findet. Insofern kann man dabei nicht von vornherein von sich auf andere schließen. Entsprechende Erfahrungen mit solchen Dingen sind daher nicht übertragbar und können bei der Anwendung durch andere, anders solzilarisoierte Personen auch mit einem Rückgang der Stimmung beantwortet werden. Daher ist es nicht möglich, solche individuellen Tipps uneingeschränkt zu empfehlen. Sie können bei anderen Individuen sogar Ablehnung bis zu sofortigen depressiven Episoden hervorrufen. Schon die Erwähnung bestimmter Liedtitel beispielsweise kann bei empfindlichen Personen eine allergische Neurodermitis hervorrufen oder im Extremfall sogar beispielsweise zu dem hypnotischen Wunsch führen, sich sofort in die Arme zu schneiden zu müssen um nicht verrückt zu werden ? Bei mir ist es mittlerweile immer so, wenn Roberto Blanco im TV auftaucht, obwohl ich ihn früher mal gut fand, das kann sich also im Laufe der Zeit auch noch ändern. Wie dem auch sei, ich beschränke mich daher bei meinen Tipps immer auf solche, die an größeren Personengruppen im wiss. Doppelblindversuch gefunden wurden, da ich dieses genannte Risiko nicht eingehen möchte. :-)

Aber nochmal zurück zum Thema dieses Baumes:
Blei im Trinkwasser dürfte die Wirkung von Lithium nicht behindern oder stärker beeinflussen, obwohl ein Zusammenwirken von Li-Ionen mit andern Ionen möglich ist.

In den Trinkwässern ist auch manchmal viel Lithiumsalz enthalten. In dem Heilwasser "Mergenheimer Alberquelle" ist beispielsweise soviel Lithiumsalz enthalten, daß es schon vom trinken in Trinkkuren eine belebende und antidepressive Wirkung zugeschrieben bekommen hat. Würde man davon also zusätzlich zur Tagesdosis Lithium ein paar Liter trinken, dann könnte sich der Li-Spiegel rechnerisch ohne weiteres um bis zu 10 % erhöhen.

Leitungswasser kann z.B. je nach Region ca. 20-150 mg Natrium pro Liter enthalten, Gerolsteiner hat ca. 200 mg/l und Rhönsprudel nur 4-5 mg/l.

Die Trinkmenge sollte etwa 2,5 l pro Tag nicht überschreiten aber auch nicht unterschreiten. Tritt eine höhere Trinkmenge verbunden mit häufigem Waswserlaassen auf, z.B. 3,5- 8 l/Tag, dann ist sofort der Arzt (Internist und nötigenfalls Endokrinologe) aufzusuchen, weil dann der Verdacht auf eine Nierenstörung
gegeben wäre. Diabetes insipidus-ähnliche, auf lithiuminduzierte Nephropathie (lithiumbedingte Nierenschädigung) zurückzuführende Symptome sind bei chronischer Lithiumtherapie relativ häufig. Sie treten besinders gehäuft bei Patienten auf, deren Niere vorgeschädigt war und bestehen in einer Abnahme der maximalen Konzentrationsleistung der Niere, ( ähnlich wie bei der EInnahme von Neuroleptika. Es wurden spezifische mikrozystische Veränderungen in der Nierenrinde gefunden., eine toxische Tubulusschädigung liegt nahe. Als Besonderheit wurden eine Schwellung und Vakuolisierung distaler Tubulus- und Sammelrohrzellen mit Ablagerung von PAS-positivem Glykogen beschrieben. Die Lithiumkonzentration im distalen Tubulus buw. Sammelrohr liegt beträchtlich über der Serumkonzentration (10000 fach höher) und bewirkt eine Tubuszellenschädigung. Zur Spiegelkontrolle sind bei eingeschwungener Lithiumtherapie in 3 monatlichen Abständen Blutuntersuchungen nötig.
Die renale Abnahme der Konzentrationsleistung kann bei den Betroffenen nach kurzer Li-Therapie (< 15 Jahre) beim Absetzen von Lithium wieder ansteigen, danach bleibt sie meist erhalten. Die Kreatin und Urinmenge sollte jährlich bestimmt werden. Wer die chronische Liinduzierte interstitielle Nephropathie bei sich vermeiden will, sollte sich also überlegen, wie er mit dem Medikament umgeht. Primaer kommt dieser Funktinseinbusse aber keine wesentliche klinische Bedeutung zu.

Fazit: Wenn also die Urinmenge merklich ansteigt oder sich die Konzentration des Urins verändert, könnte die renale Konzentrationsleistung beeinträchtigt sein. Die Trinkmenge steigt meist parallel dazu als Folgeerscheinung an, weil ja die Serummenge und der Blutdruck nachgeregelt werden müssen.

Als Abhilfe ist nur die Erniedrigung der Li-Dosis bekannt.

Gruss Ulli

Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Allg. Hinweis zu Lithium und Schwitzen und Mineralwasser trinken

ulli 559 26. 05. 2004 07:16

Re: Allg. Hinweis zu Lithium und Schwitzen und Mineralwasser trinken

CreativeChaos 260 26. 05. 2004 10:03

Jaa ...

Lucy 195 26. 05. 2004 12:58

Re: Jaa ...

agent smith 2004 134 26. 05. 2004 19:49

Re: Jaa ...

CreativeChaos 113 26. 05. 2004 19:59

Re: Jaa ...

agent smith 2004 100 26. 05. 2004 20:20

Re: Jaa ...

sun 98 21. 06. 2006 19:45

Lithium haltiges Mineralwasser, Trinkmenge, Diabetes

ulli 4457 27. 05. 2004 08:18

Re: Lithium haltiges Mineralwasser, Trinkmenge, Diabetes

CreativeChaos 270 27. 05. 2004 10:08

Re: Lithium haltiges Mineralwasser, Trinkmenge, Diabetes

ulli 342 27. 05. 2004 21:57

Re: Lithium haltiges Mineralwasser, Trinkmenge, Diabetes

CreativeChaos 210 28. 05. 2004 15:35

Re: Lithium und Kontrollen

ulli 155 28. 05. 2004 17:46

Nachbesserung

ulli 129 28. 05. 2004 18:23

Re: Allg. Hinweis zu Lithium und Schwitzen und Mineralwasser trinken

iterumque 202 27. 05. 2004 08:34

Re: Allg. Hinweis zu Lithium und Schwitzen und Mineralwasser trinken

Ullisses 153 20. 06. 2006 11:41

Re: Allg. Hinweis zu Lithium und Schwitzen und Mineralwasser trinken

Kozz 197 21. 06. 2006 18:49



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