Re: Drogen und md

08. 05. 2002 15:41
Hallo Kobold,
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, besonders in Hinsicht auf eine Drohende Manie.

Trotzdem gibt es genügend Beispiele, dass auch die Droge
als Medikament eingesetzt wird.

Hier ein Beispiel aus
[greencrout.de]

Depressionen:
In Indien wurde Cannabis vor alter Zeit als ?Beschwichtiger des Kummers? bezeichnet. Heute ist die stimmungsaufhellende Wirkung am eindeutigsten bei reaktiven Depressionen belegt, d. h. depressiven Stimmungen, die als Reaktion auf bestimmte Ereignisse, wie z.B. schwere körperliche Krankheiten auftreten (siehe das Kapitel zur Stimmungsaufhellung). Viele Menschen nutzen Cannabis auch bei alltäglichen Depressionen und Traurigkeiten. Cannabis hilft jedoch auch offenbar einigen Menschen, die an einer endogenen Depression leiden, einer schweren Form der Depression. Die endogene Depression wird zu den Psychosen gezählt und auch bipolare Depression, bipolare bzw. manisch ? depressive Psychose oder affektive Psychose genannt. Sie wird meistens mit hochdosierten Antidepressiva und Neuroleptika behandelt. Eine Hobby ? Schriftstellerin, die ihre Erfahrungen mit der Depression in einem Märchen über das ?Erdlochvolk? verarbeitete, schrieb: ?Ich bin 10 Jahre lang in Therapien gegangen, in Psycho ? Kliniken gewesen, und habe mich vollpumpen lassen müssen ? ohne Erfolg! Daher wandte ich mich enttäuscht von Ärzten, Psychologen, Kliniken und Psychopharmaka ab und suchte nach Linderung. Und ich entdeckte Haschisch ganz persönlich als Heilmittel gegen ?Depressionen.? So heißt es in ihrem Märchen: ,,... denn durch das Erdlochvolk wiederum fand ich endlich das Kraut, das gegen meine unheilbare Traurigkeit half! (...) fühlte ich mich plötzlich heiter, und leicht, und wohl ? und die Traurigkeit, die bisher niemals von meiner Seite gewichen war, schien zu verblassen?.

Eine 48 jährige Frau, die an einer bipolaren Depression leidet, berichtet davon, dass ihr Cannabis hilft ?zur Beruhigung bei innerer Unruhe, zur Erlangung eines gelassenen Zustandes beim Grübeln ( Teufelkreis ? Denken), als Einschlafhilfe bei Schlafstörungen, als Stimmungsaufheller bei unabstellbarem ?Negativ ? denk ? Zwang?, als Antriebsteigerer bei Antriebslosigkeit, als Mittel blockierte Phantasie zu beleben, als Hemmungslöser bei affektiver Blockierung, als Angstlöser bei Angst ? Attacken?. Als negative Erfahrungen listet sie auf: ?Blutdrucksenker, verstärkt negative Grundstimmung bei höherer Dosierung, bei ungünstiger und ungeklärter Tages ? Disposition kann es zu Negativ ? Trips kommen, (verstärkt verborgene Ängste / Gefühl des ich stehe außer mir ? vor mir läuft ein Film ab, zu dem ich kaum Zugang habe), Panik bei Gefühl des ?nicht mehr aus diesem Trip zurückzukommen?. ?Die behandelnden Ärzte wissen von der Cannabis - Verwendung und heißen diese gut, da sie meinen Einsatz damit einschätzen können und wissen, dass ich die Wirkung von Cannabis kenne und damit umgehen kann. Z.T. fragen sie spezifische Wirkungen ab, wenn sie selbst keine Kenntnisse oder Erfahrungen vom Einsatz als Medikament haben?. ---------

Man findet viele dieser Berichte im Internet.

Ich habe in einem länger zurückliegenden Beitrag vor dem Konsum von Cannabis gewarnt, da ich mich mit diesem Stoff schon einmal direkt in eine erneute Manie hineingeritten habe.

Ich glaube, dass der Umgang mit solchen Methoden ein Drahtseilakt ist, aber auch eine Chance für therapieresistente depressive Menschen.

Wer sollte. oder könnte sowas schon mit seinem Arzt bereden ?
In Deutschland geht das leider noch nicht.

Ich finde, dass man darüber mal recherchieren sollte, um
Risiken aufzudecken.

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Drogen und md

Kobold 362 06. 05. 2002 23:35

Re: Drogen und md

sue 157 06. 05. 2002 23:47

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Patrick 139 07. 05. 2002 09:17

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Markus 98 07. 05. 2002 12:01

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Matthias 233 08. 05. 2002 15:41

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Kobold 138 08. 05. 2002 16:45

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Alex 110 09. 05. 2002 02:55

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Kobold 105 09. 05. 2002 22:26

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Alex 188 12. 05. 2002 07:47



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