Re: Diskussionsthread zur "Angehörigenglocke"

18. 03. 2014 23:19
Guten Abend allerseits,

ich hab keine ahnung, ob das hier noch funktioniert, die letzten Beiträge sind ja schon einige Jahre alt, ich versuchs mal. Und zwar habe ich folgende Fragen:

haben alle Menschen, die nach schwer depressiven Episoden manische Phasen durchmachen, eine bipolare Störung, oder gibt es auch andere Erkrankungen mit diesen Phasensymptomen?

Ist es üblich, dass die Behandlung solcher Symptome nur mit Medikamenten erfolgt? Oder gibt es normalerweise noch etwas anderes - wie Gesprächtherapie.... oder so?

Vielleicht muss ich einfach mal den Fall beschreiben.
Mein Stiefvater hatte vor einiger Zeit eine schwere Depression entwickelt. Die wurde von verschiedenen Ärzten - soweit ich das mitbekommen habe - hauptsächlich mit Medikamenten behandelt. Meine Mutter als nächststehende Angehörige wurde eigentlich gar nicht einbezogen. Sie sei nicht Patientin und müsse sich eben mit der Situation arrangieren. Das scheint manchmal zu funktionieren, manchmal eben auch nicht, und das klingt (alles über Telefon und auch nicht mir gegenüber) dann recht dramatisch, vor allem eben in der manischen (???) Phase, wo es recht aggressiv zuzugehen scheint. Ich - als Tochter - höre eben nur das vage Beunruhigende und weiß ehrlich nicht was ich davon halten soll. Es gibt ja ganz offensichtlich ein Kommunikationsproblem mit mir. Ist diese Verschleierung typisch für betroffene Angehörige (wie bei Alkoholikerfamilien) oder ist díeser Fall einfach nur speziell? Kann so etwas "anstecken" - wie die Coabhängigkeit auch bei Alkoholikerfamilien? Ich meine, entwickelt meine Mutter jetzt vielleicht irgendeine Co-Störung? Muss ich sie jetzt einfach ihrem Schicksal überlassen weil sie mir ja signalisieren, dass sie mich da raushalten wollen?

Irgendwo hab ich gelesen, es sei ein Kunstfehler, die Angehörigen nicht in die Therapie einzubeziehen. Verhalten sich die Ärzte denn nun richtig, wenn sie nur Pillen geben? Hat das vielleicht auch etwas mit diesem Verschleierungsprinzip zu tun, dass beide sich quasi erfolgreich gegen etwas anderes als Medikamente wehren?

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand dazu äußern könnte,

Herzliche Grüße,
Marja
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Diskussionsthread zur "Angehörigenglocke"

Das Forum-Administrationsteam 8671 09. 01. 2010 23:35

Re: Diskussionsthread zur "Angehörigenglocke"

nummer0 3105 10. 01. 2010 12:49

Re: Diskussionsthread zur "Angehörigenglocke"

Namenlos 2882 10. 01. 2010 18:15

Re: Diskussionsthread zur "Angehörigenglocke"

Marja 1593 18. 03. 2014 23:19

Re: Diskussionsthread zur "Angehörigenglocke"

zuma 1540 19. 03. 2014 12:53

Re: Ich finde es wichtig daß auch Angehörigen mit einbezogen werden

doro_bocholt 1543 14. 07. 2014 19:51

Re: Diskussionsthread zur "Angehörigenglocke"

MRA 1365 25. 10. 2014 14:54

Re: Diskussionsthread zur "Angehörigenglocke"

Das Forum-Administrationsteam 2685 25. 10. 2014 17:34



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