Ein neues Jahr

09. 01. 2019 11:41
und hoffentlich bringt es für uns alle
Gesundheit und vielleicht auch ein wenig Freude

Das Weihnachtsfest war für mich sehr anstrengend und das neue Jahr bin ich mit Tränen
angegangen.

Das geht aber vielen so und ich will nicht undankbar sein, denn ich habe eine Tochter die
ich sehr liebe und ich so dankbar bin, dass es sie gibt.

Jolie fehlt mir unwahrscheinlich sehr. Die Spaziergänge, die ich nun ab und zu alleine mache
sind sehr schmerzhaft.

Der Mensch mit dem ich mal Jahrzehnte zusammen war, hatte geschrieben,
jetzt bist Du eine Sorge los. Und ich werde mit den Dreckskatzen bald obdachlos sein.

Gegen seine Tochter hat er sich auch gerichtet.
Er schrieb, letztes Jahr im November, dass es seine Tochter nicht mehr für ihn gebe.
Er hätte eine neue liebe Familie.
Wie kann man sein eigenes Kind versetzen und es aus seinen Herzen verstoßen.
Ich glaube es nicht und denke es ist die Abwehr, ..die Krankheit.

Auch kann ich überhaupt nicht planen, da bei mir alles ungewiss ist.
Die Jahre zuvor habe ich auch noch den Garten schön gemacht. Das war mir wichtig und
hat mir Freude gemacht.
Letztes Jahr war das Gefühl - für was?
Nun sieht er aus wie Kraut und Rüben.
Ich habe aber auch keine Kraft mehr und weiss nicht woher ich sie schöpfen könnte.
Mit der älteren Frau und ihren Hund laufe ich immer noch abends eine kleine Runde.
Es ist eigentlich der einzige Mensch, der mich vielleicht am meisten versteht, obwohl
sie nur einen kleinen Teil von mir weiss.
Aber schon das Verstehen, wieviel mir Jolie bedeutet hat, bringt Nähe.
Ich traf sie noch mit Jolie am Nachmittag, am Tag, als es dann spät abends Jolie für immer nicht
mehr geben sollte. Sie hat sie noch gestreichelt und bitterlich geweint. Das hat mich sehr gerührt.
Sie wusste, welcher Schmerz, Angst und welche Stille mich abends mit Jolie erwarten würde.
Ich war aber sehr tapfer, habe versucht zu tun, als wäre es ein ganz normaler Abend. Ich wollte nicht,
das Jolie irgend etwas merkt. Sie saß auf der Matratze und schaute mir öfters tief und ruhig in die Augen.
Ich wollte ihr das gleiche vermitteln, dass sie nichts zu befürchten hat und alles gut ist.
Am nächsten Tag hat sie ein schönes Grab bekommen. Ich habe sie mit meinen Pullover zugedeckt, das
war mir sehr wichtig.


Und uns allen noch einmal alles Gute, Hoffnung und viel Kraft in schweren Zeiten.
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Ein neues Jahr

Susa 192 09. 01. 2019 11:41



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